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33. Jazzfestival St. Ingbert

Seit 1987 sind in St. Ingbert unzählige national wie international bekannte Musikerinnen und Musiker auf ein aufgeschlossenes und neugieriges Publikum getroffen und haben damit eines der herausragendsten Jazzfestivals unseres Landes geschaffen.


Tag 1 – Donnerstag, 28. März 2019: „Jazzlegende und letzter Romantiker“
19:30 Uhr Martin Taylor & Ulf Wakenius: Legacy
Wenn zwei der weltbesten Gitarristen Martin Taylor und Ulf Wakenius sich zusammen tun, um ein Projekt namens „Legacy“ auf die Bühne zu bringen, dann kann man von einem seltenen Glücksfall sprechen.
Martin Taylor (GB) kann auf eine einzigartige musikalische Karriere zurückblicken – weltweit wird er als die Nr.1 der Solo-Jazzgitarristen verehrt. Martin Taylor war 11 Jahre lang Gitarrist von Stephane Grappelli. Er hat also den leeren Platz besetzt, den Django Reinhardt hinterlassen hat. 1987 wurde Taylor für seine langjährige Zusammenarbeit mit der französischen Violinen-Legende Grapelli für einen Grammy nominiert und 2002 erfolgte für seine Verdienste um den Jazz die Ernennung zum MBE, die von Queen Elisabeth II persönlich im Buckingham Palce zelebriert wurde. Neben den vielen Solo-Konzerten und -Aufnahmen arbeitete er mit großartigen Musikern der verschiedensten Musikstile zusammen: Jeff Beck, Tommy Emmanuel, Bill Wyman, Chet Atkins, Stephane Grappelli, David Grisman, George Harrison, Jamie Cullum, Dianne Schuur und Gary Burton.
Ulf Wakenius (Schweden) war elf Jahre lang bis zu dessen Tod im Jahr 2007, Gitarrist im Quartett des legendären Oscar Peterson, dort, wo sich eine Reihe von legendären Gitarristen wie Joe Pass, Herb Ellis und Barney Kessel getummelt hat. Er spielte auch jahrelang mit Bassist Niels-Henning Ørsted Pedersen. Seine aktuell sicher wichtigste musikalische Partnerin ist die koreanische Sängerin Youn Sun Nah, mit der er, zumeist im Duo, innerhalb der letzten Jahre hunderte umjubelte Konzerte rund um den Globus spielte. Auf seinen Aufnahmen als Leader zeigt sich der hochvirtuose Gitarrist oft von seiner ruhigen, melodischen Seite, zumeist an der Akustikgitarre – mit Bearbeitungen der Musik von Esbjörn Svensson oder Keith Jarrett ebenso, wie bei seinen stimmungsvollen, oft weltmusikalisch gefärbten Eigenkompositionen. Wakenius spielte u.a. mit Pat Metheny, Michael und Randy Brecker, Ray Brown, Jack DeJohnette, Bill Evans.

Tag 2 – Freitag, 29. März 2019: „Svenska Jazz – Russkij Jazz“
19:30 Uhr Trallskogen (Schweden)
Kommt mit in den Zauberwald! Ein Trallsänger erzählt Geschichten von Menschen und Wesen, alltägliche, zeitlose Geschichten. Er singt Melodien ohne Text zum Tanz, er fährt von Dorf zu Dorf. Seit Jahrhunderten erhalten, entwickelt der Gesangsstil des Tralls neue Popularität, denn er ist so vielseitig. Er kann Jazz sein und Pop und Rock, er beginnt in der schwedischen Folklore aber alle Wege stehen offen. Trallskogen spielt eigene Songs angelehnt an schwedische Folklore.
Bei einem Besuch im „Svenska Visarkivet“ in Stockholm (einem Archiv, das Noten und Audio-Aufnahmen der schwedischen Folkloremusik bewahren will) entdeckte die Sängerin und Komponistin Annika Jonsson sehr alte Aufnahmen von Trallsängern, die damals mit ihren Liedern von Dorf zu Dorf zogen, auf Festen sangen und Geschichten erzählten. Fasziniert von dieser Tradition und dem Klang des Trallgesangs, verwebt sie für Trallskogen Elemente der Folklore mit Jazz und Pop zu ihrem ganz eigenen Stil von Folkjazz. Es sind neue Stücke, die in die Welt der Elfen und Trolle im Zauberwald (Schwedisch „Trollskogen“) entführen.
Annika Jonsson lebt und arbeitet in Saarbrücken. Die Sängerin wuchs zweisprachig bei deutsch-schwedischen Eltern in Boppard auf und fand später über Umwege von der Mathematik zur Musik, als sie den Jazz für sich entdeckte. Sie schloss ihr Mathematikstudium in Kaiserslautern ab, bevor sie in Saarbrücken von 2011 bis 2016 Jazzgesang an der Hochschule für Musik Saar bei Anne Czichowsky studierte. Für ihr Abschlussprojekt ging sie in Schweden auf Suche nach ihren musikalischen Wurzeln. Wieder in Saarbrücken, konnte sie eine Band für dieses außergewöhnliche Projekt Trallskogen gewinnen. Im Quintett haben die Musiker ihren Bandsound entwickelt und arrangiert. Annika Jonsson – Gesang, Steffen Lang – Gitarre, Eduard Stoppel – Piano, Felix Hubert – Kontrabass, Kevin Nasshan – Schlagzeug.
21:00 Uhr Igor Butman Quintet (Russland)
Igor Butman wurde in Leningrad geboren. Schon früh entdeckte er für sich den Jazz, der damals offiziell verboten war. Dass aus Butman heute der bekannteste russische Jazzer wurde, hat er unter anderem auch musikalischen Beiträgen im weltbekannten Auslandssender „Voice of America“zu verdanken.
Als Saxophonist war Igor Butman so herausragend , dass er an dem renommierten Bostoner Berklee Jazz-College als Student aufgenommen wurde. Er lebte einige Jahre als Profijazzer in New York, bevor er sich entschied, zurück nach Russland zu gehen. Schnell avancierte Igor Butman zu der bekanntesten Jazz-Persönlichkeit Russlands. Er spielte bei den weltweit größten Festivals und bei wichtigen Staatsakten. So ist die Äußerung des US-Präsidenten Bill Clinton nach dem Zuhören von Igor Butmans Spiel überliefert, wonach Igor Butman für ihn „der beste lebende Saxophonist“ ist.
Butman ist vielfach für seine Leistungen ausgezeichnet worden. Mittlerweile leitet er das berühmte Moscow Jazz Orchestra, organisiert zahlreiche Jazzfestivals und fördert junge Talente – und das alles neben seinen regen Aktivitäten als Bühnenmusiker, die sich vornehmlich auf Nordamerika und Russland konzentrieren. Er spielte mit Jazz-Größen wie Chick Corea, Randy Brecker oder Jack DeJohnette. Die Zahl seiner veröffentlichen Einspielungen ist riesig. Das Jazzmagazin „Downbeat“ bezeichnet ihn und sein Quartett regelmäßig als eine der feinsten Jazzformationen weltweit, wobei die Betonung auf der außergewöhnlichen Virtuosität der einzelnen Mitglieder liegt. Eduard Zizak spielte als Drummer bei der berühmten MKS-Bigband von Anatoly Kroll. Der Bassist Sergej Korchagin, ein Absolvent des legendären Gnessin-Institut Moskau, spielte mit Billy Cobham, Chick Corea oder Bobby Wetson. Mit Evgeny Pobozhiy sowie dem blinden Pianisten Oleg Akkuratov sichert sich Igor Butman zwei der talentiertesten jungen Instrumentalisten als Mitglieder seiner Band. Evgeny Pobozhiy ist der beste Gitarrist in der Fusion- und Jazz-Rockszene, während Oleg Akkuratov, Gesang und Piano, bereits einer persönliche Einladung von Wynton Marsalis gefolgt ist und im Lincoln Center in New York konzertiert hat.

Tag 3 – Samstag, 30. März 2019: „Son Cubano vs. Minimalistic“
19:30 Uhr Ätna (Deutschland)
Egal, wie sehr man uns dieser Tage vom Gegenteil überzeugen möchte, aber am Ende erscheint alles stets miteinander verbunden. Individuum und Gesellschaft, Musik und Ästhetik, Komposition und Dekonstruktion. Ohne ein gehöriges Maß an Ganzheitlichkeit geht es augenblicklich nicht und ÄTNA sind eine Band, die dieses Selbstverständnis tief in ihrer künstlerischen DNA eingeflochten hat.
Scheinbare Gegensätze werden hier nicht nur miteinander vereint, sondern gänzlich aufgebrochen. Das Duo erforscht die Grenzen zwischen Zugänglichkeit und Abstraktion – und zeigt, dass sich raue Emotion und feinfühliger Eklektizismus nicht unbedingt ausschließen müssen.
ÄTNA, das sind Sängerin Inéz und Drummer Demian und dass dieser gewaltige Sound nur von zwei Personen stammt ist das erste, was den Hörer ins Staunen versetzt. Weiterer Augen- und Mundöffner: Dieser unverwechselbare Klang. Eine hoch energetische Mischung aus Pop, Triphop, Jazz, Alternative und treibenden elektronischen Elementen erwartet den Hörer. Es variieren die Klangfarben von sinnlich bis wütend, von verträumtem Schwelgen hin zum ekstatischen Ausbruch. Abstrakte Beats, ein virtuoses Klavier und diese ungezügelte Stimmgewalt machen ÄTNA zum auditiven Abenteuer.
Irgendwo zwischen James Blake, Fever Ray und White Stripes haben sich die beiden Künstler dabei ihren ganz eigenen musikalischen Mikrokosmos eingerichtet. Und dieser Ort erscheint wie ein Gesamtkunstwerk, das durch Ganzheitlichkeit definiert ist. Genre-Beschreibungen und –schubladen interessieren die beiden Künstler schon lange nicht mehr. Das große Ganze hingegen schon. Auf ihren Konzerten bestimmen Präsenz und Intensität das Erlebnis. In einer Zeit, wo viele Menschen nach festen Grenzen und klaren Definitionen rufen, liefert das Duo einen künstlerischen Gegenentwurf ab, der vereinen statt spalten soll. Und so überwiegt am Ende schlussendlich doch die ungezügelte Emotion. In der schwer zu greifenden, aber doch allumfassenden Kunst von ÄTNA fließen verschiedene Extreme zusammen. Es ist ein Strom, von dem man sich einfach mitreißen lassen muss.
21:00 Uhr Son del Nene (Kuba)
El Nene, mit bürgerlichem Namen Pedro Lugo Martinez, glänzt mit seinem ungemein kraftvollen und melancholischen Gesang. Auf der Bühne wirkt er wie eine jüngere Version des weltberühmten Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club), dem er nicht nur optisch zum Verwechseln ähnlich sieht, sondern auch weltweit tourte.
Von den „alten Herren“ hat er gelernt wie man den Son Cubano authentisch singt. Und zwar so überzeugend, dass er mit seiner Gruppe „Los Jovenes del Son“ sogar einen Latin Grammy gewonnen hat. In Wim Wenders Kinofilm „Musica Cubana – The Sons of Buena Vista“ spielte El Nene eine der Hauptrollen in den eindrucksvollen, musikalischen Passagen. Auf seinem letzten Tonträger „Lagrimas de Amor“ („Tränen der Liebe“) zeigt er die ganze Bandbreite seines Könnes: mit dem Klassiker „Fiebre de ti“ seine sentimentale, mit „Felize recuerdo“ seine feurige, kubanische Seite. Ebenso vielseitig wie seine Scheibe ist sein Liveprogramm: abwechslungsreich, mitreisend und spannend! Mal melancholisch und leise, mal überschäumend vor Lebensfreude und stimmgewaltig!
Mit seiner siebenköpfigen Band Son del Nene sorgt er in Europa immer wieder für große Begeisterung. Für alle die den traditionellen Son Cubano lieben und ein Stück authentisches Kuba erleben wollen, ist dieser Ausnahmesänger ein Muss. El Nene (Pedro Lugo Martinez ) – Gesang, Ernesto Reyes – Trompete und Gesang, Deivys Ferrer – Bass und Gesang, Arjadi Sanchez – Tres Cubano und Gesang, Carlos Infante – Gitarre und Gesang, Rigoberto Gonzales – Conga und Gesang, Garcia Barrera Berroa – Gitarre und Gesang, Yoendry Ferrer – Bongos

Tag 4 – Sonntag, 31. März 2019: „Opus & More 2019“
18:00 Uhr Al Di Meola (USA)
„Opus“ ist das neue Studioalbum von Al Di Meola – dem brillanten, virtuosen Musiker, Komponisten und Arrangeur, der bereits mit 19 Jahren von Chick Corea entdeckt wurde und 1981 mit „Friday Night in San Franciso“ gemeinsam mit Paco de Lucia und John McLaughlin eines der berühmtesten Live-Alben der populären Musikgeschichte verzeichnen kann. Al Di Meola ist ein Pionier im Vermischen von Weltmusik, Rock und Jazz. Sein Gespür für komplexe Rhythmusstrukturen, kombiniert mit melodischem Songwriting und faszinierenden Harmonien, war schon immer das Herzstück seiner Musik und über 40-jährigen Karriere.
Weltweite Anerkennung erreichte der Grammy-Preisträger durch seine Arbeit als Solo-Künstler, aber auch durch Zusammenarbeiten mit Frank Zappa, Jimmy Page, Stevie Wonder, Chick Corea, Paco De Lucia, John McLaughlin, Jean-Luc Ponty, Stanley Clarke, Luciano Pavarotti, Paul Simon, Phil Collins, Santana, Steve Winwood, Herbie Hancock und vielen weiteren. Al Di Meola hält bis heute die höchste Anzahl an Gitarrenauszeichnungen in verschiedenen Kategorien, die vom Guitar Player Magazin (USA) vergeben werden.
Mit einem Lebenslauf voller aufregender musikalischer Momente und wunderbarer Werke, findet Al Di Meola immer noch Wege, sich neuen Herausforderungen zu stellen, allerdings nunmehr mit einer entspannten Art, Dinge zu betrachten. Während der letzten paar Jahre hat er buchstäblich neu angefangen, sowohl in seinem privaten, als auch beruflichen Leben. „Mit OPUS wollte ich mein Komponieren weiterentwickeln, weil ich finde, dass die Evolution dieses Teils meiner Persona mich mehr zum Komponisten/Gitarristen als Gitarristen/Komponisten macht“ – sagt Di Meola – „Trotzdem markiert dieses Album eine neue Ära meines Lebens. Zum ersten Mal in meinem Leben, habe ich Musik geschrieben, während ich glücklich war. Ich habe eine wundervolle Beziehung, ich habe eine kleine Tochter und eine wunderbare Familie, die mich jeden Tag inspiriert. Ich glaube das hört man in der Musik.“ Al di Meola – Gitarre, Fausto Beccalossi – Akkordeon, Kemuel Roig – Klavier.

Fotos: Christof Unnold

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