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„Ensemble“ Industriefotos in Schwarz-weiß von Klaus Merfeld

Eröffnung der Ausstellung „Ensemble“ Industriefotos in Schwarz-weiß von Klaus Merfeld im Kunstraum max g.

Zur Vernissage Industrieaufnahmen mit erzählerischer Kraft hatte am Samstag 14. November 2014 Max G.Grand-Montagne um 11 Uhr in seinen Kunstraum eingeladen. Neben einiger seiner eigenen konkret – minimalistischen Unikatgrafiken und Skulpturen zeigt der 90-jährige St. Ingberter Hobbyfotograf Klaus Mehrfeld, zwölf Schwarz-Weiß-Fotografien von der Alten Schmelz. Der rüstige 90- jährige St. Ingberter hat unter dem Titel „Alte Schmelz – La Grande Tristesse – sichtbarer Verfall“ seine Bilder zusammengestellt hat. „Es geht mir hier zwar um die Traurigkeit über das, was war. „Um Orte, an denen Menschen mühevoll ihren Lebensunterhalt verdienten“, erzählte er und fügte hinzu, dass aber auch der Wandel für ihn ein wichtiges Thema sei. „Meine Aufnahmen sind zwischen den Zeiten nach dem Ende der Fertigung und vor dem Wiederaufbau entstanden. „So gesehen zeigt sich der muntere und aufgeschlossene Hobbyfotograf als Chronist eines Wandels, den er viele Jahrzehnte mit seiner Kamera begleitet hat. Im Berufsleben war die Fotografie für ihn stets „die schönste Nebensache der Welt“. Angefangen hat alles schon in der Kindheit, doch richtig losgelegt hat er erst in den Fünfzigerjahren mit einer Leica. Eine eigene Dunkelkammer, die Unterstützung kompetenter Kollegen und die eifrige Lektüre vieler Fachbücher ließen ihn zu einem Fotografen heranreifen, der in den Siebzigerjahren große Erfolge feiern konnte. Klaus Mehrfeld ist ein bescheidener Mensch, der mit seinen Triumphen nicht gerne hausieren geht, so zierte doch beispielsweise 1977 ein Porträtfoto von ihm den Bildband „Das Porträt“. In der aktuellen Fotoschau aber hat er sich auf Industrie- Aufnahmen beschränkt, die aus der Stille ihre erzählerische Kraft ziehen. Auch hier zeigt sich, dass er sich auskennt mit der künstlerischen Fotografie. Dass er es versteht, klares Schwarz und Weiß sowie die „wunderbaren Grautöne“ ebenso so gekonnt und aufs Wesentliche reduziert ins Format zu setzen wie die Motive an sich. Diese Liebe zur Reduktion ist denn auch einer der Punkte, die seine Werke denen von Max Grand-Montagne näher bringen. Bis zum 29. November ist die Ausstellung im Kunstraum Max G., Rickertstraße 1 (Eingang Café), Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017