Bilder

Sonntag, 17. Dezember 2017 · bedeckt  bedeckt bei 0 ℃ · Weihnachtsfeier der Bergkapelle in der RohrbachhalleX-Mas Special: Night of the DJs im EventhausThemenabend in der Kinowerkstatt: Peter Handke

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Jazz EXPERIENCE 2015: Samstag

Johanna Borchert, Nina Attal Trio und Beat’n Blow

Samstag, 21. März 2015 war Party-Tag: Drei junge Formationen boten viel Rhythmus und Unterhaltung. Der Auftakt war jedoch eher ruhig, als Johanna Borchert am Klavier die Bühne betrat. In einem Punkt sind sich alle einig: Borcherts Musik lies niemanden kalt. Die Stimme, die Komposition, die Instrumentalisierung, der Text. Und wer Johanna Borchert live erlebt hat, kann bezeugen, dass die Lichteffekte, die Videoinstallation, das Zupfen oder Streichen der Flügelsaiten ja auch die Attraktivität des Ganzen erhöhten. Aus Frankreich folgten deutlich flottere Rhythmen. Nina Attal mit ihrer siebenköpfigen Band. Coole Grooves, süße Rhodes-Sounds, peitschende Basslinien, eingängige Riffs und erhebenden Bläser, das ist die ideale Mischung, die Ninas großartigen Gesang noch hervorhob, fernab von gängigen Blues-Diva-Klischees. Zum Abschluss der langen Jazz-Party-Nacht kamen dann die Beat’n Blow, mit erheblicher Verspätung. Umso schwerer hatten es die Berliner, den Stimmungspegel oben zu halten und das Publikum um Mitternacht nochmal mitzureißen. Die vorzüglich eingegroovte Brass- Formation ist aufgestellt wie eine Marching Band und machte auch tatsächlich einige stilistische Anleihen beim New Orleans Jazz, jetzt jedoch überwiegend auf stimulierende, hippe Ska-Beats. Aufhorchen ließen vor allem die superb aufgebauten, überschäumenden Soli von Altsaxofonist Björn Frank und die Stimmgewalt der soulig vor sich hin knödelnden Frontfrau Katie LaVoix, mit der auch deutsche Texte ins Repertoire Einzug hielten. Text/Fotos: Wolfgang Philipp

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017