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Preisverleihung Pfanne 2016

Es war ein Wettbewerb so abwechslungsreich wie selten und in der Pfanne brutzelten Überraschungen.

Von klassischem Kabarett bis zum Schattentheater war dieses mal wieder alles dabei, was die St. Ingberter Pfanne so begehrt und beliebt macht. Am Freitag, 9. September wurden ab 19.30 Uhr in der St. Ingberter Stadthalle die vier Preise verliehen. Und Überraschungen waren garantiert. Das sind zunächst die Favoriten der Jury. Wie gewohnt gab es zwei gleichwertige Sieger. Zum einen überzeugte der Auftritt der A-Capella-Gruppe Delta Q. Vier junge Männer bewiesen, dass das klassische Genre des Gesangs ohne instrumentale Begleitung auch im 21. Jahrhundert noch Neues bietet. Und auch ohne Veronicas grünen Kaktus auskommen kann. Leider fehlte bei der Preisverleihung an Delta Q ihr Bariton Sänger Martin Lorenz, der im Krankenhaus in Berlin operiert werden musste. Der SR hatte einen Live-Zusammenschnitt von ihrem Auftritt am Samstag 3. September zur Verfügung gestellt, der auf einer großen Leinwand dem Publikum gezeigt wurde. Sebastian Hengst Countertenor, Thorsten Engels Tenor und Thomas Weigel Bass boten dem Publikum zu Dritt ein kurzes Gesangsstück.Die andere Jurypfanne ging an ein Wesen, das bei uns Menschen normalerweise eher Abscheu und Angst auslöst. Es ist eine Nagetierdame, war früher mal männlichen Geschlechts und nennt sich Ursula von Rätin. Diese Ratte überzeugte durch Wortwitz und Schlagfertigkeit. Einen nicht unbeträchtlichen Anteil am Erfolg hat ihr Alter Ego in Person von Diplom-Puppenspielerin Cornelia Fritzsche. Sie begeisterte die Jury wegen dem  bemerkenswerten Umgang mit ihrer Schaumstoffkollegin. Zwei weitere Preise gab es in diesem Jahr zu vergeben. Besonders gespannt war man, was die Jugendjury aussuchen würde. Und die fünf jungen Leute haben für eine echte Überraschung gesorgt. Nicht einer der Auftritte mit Poetry-Slam überzeugte, sondern eine Person eher fortgeschritteneren Alters – jedenfalls aus der Sicht von Schülern und Studierenden. Der vom Kultusminister gestiftete Preis der Jugendjury ging an Daphne de Luxe. Ihr Auftritt „In Hülle und Fülle“ überzeugte nicht nur durch Komik und phänomenale Bühnenpräsens, sondern auch durch die Botschaft, die in den scheinbar lockeren Humor verborgen war: Nehmt euch so wie ihr seid und lasst euch von niemand einreden, wie ihr aussehen sollt. Bleibt noch zum Schluss das Votum des Publikums – und das entschied sich ebenfalls für die vier Jungs von Delta Q.

Fotos: Wolfgang Philipp

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017