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Ungewöhnliche Kombinationen und Ideen zum Auftakt des 28. Internationalen Jazzfestivals St. Ingbert

Zum Auftakt des diesjährigen St. Ingberter Jazzfestivals spielten das Caroll Vanwelden Quartett und das Makiko Hirabayashi Trio

Shakespeare und Jazz

Gleich am ersten Festivaltag erlebte das Publikum eine eher ungewohnte Kombination. Die belgische Sängerin Caroll Vanwelden verwandelte Shakespeare-Sonette mit ihren eigenen Kompositionen in ein jazzig-akustisches Gewand voller Emotionalität und Frische. Das Maß an Intensität, das hier aufgebaut wurde, ist außerordentlich und verleiht den Worten Shakespeare eine neue Dimension. Zudem weiß die Absolventin der renommierten Londoner Guildhall School of Music & Drama eine Band hinter sich, die in wohldosiertem Spiel der Musik Transparenz und Plastizität verleiht. Damit rückte sie den großen Dichter Shakespeare unversehens auch in die Nähe der großen Jazzlibrettisten und transportiert seine Texte in die Musik unserer Gegenwart.

Jazz aus Japan

Aus Japan kam die nächste Bandleaderin am ersten Festivalabend. Makiko Hirabayashi stammt aus Tokio, lebte in Hongkong und studierte in Boston, ehe sie nach Dänemark zog. Sie hat sich ihre japanische Identität bewahrt. In ihrem Klavierspiel tauchte immer wieder die Pentatonik auf, und zuweilen klang der Flügel wie eine Koto-Zither. Originäres und Eigenkompositionen haben für Makiko Hirabayashi Vorrang gegenüber Jazz-Standards. Lust und Freude waren hör- und sichtbar bei der intensiven Kommunikation mit ihren beiden Musikern, dem Bassisten Klavs Hovman und dem Perkussionisten Marilyn Mazur

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017