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1. Saarpfälzischer Theatercocktail – Nachbericht

Ein Nachbericht zum „1. Saarpfälzischen Theatercocktail“, veranstaltet von ARTefix Freie Kunstschule Saarpfalz e. V. (19.-21. Mai 2017 in Blieskastel-Lautzkirchen):

• Voller Erfolg für volles Programm: 15 Theatergruppen aus dem Saarpfalz-Kreis zeigten ihr Können auf der Bühne
• Buntes Theatertreffen in Lautzkirchen begeisterte an drei Tagen einige hundert Theaterfreunde
• Kooperationsprojekt der freien Kunstschule ARTefix mit dem Kulturstammtisch Blieskastel und dem TV Lautzkirchen im Rahmen von „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“, gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, und durch den Saarpfalz-Kreis in Kooperation mit Saarpfalzkultur e. V.

„Ein Cocktail ist ein buntes Gemisch aus verschiedenen einzelnen Zutaten, die zusammen ein wohlschmeckendes Ganzes bilden“ – mit diesen Worten machte Brigitte Adamek-Rinderle, die Beigeordnete der Stadt Blieskastel, in ihrer Begrüßungsrede dem Publikum Lust auf den ersten Saarpfälzischen Theatercocktail, der vom 19. bis zum 21. Mai in Blieskastel-Lautzkirchen stattfand. Ein buntes Treffen für alle aktiven und passiven Theaterbegeisterten im Saarpfalz-Kreis sollte es werden, ein Event, bei dem vielfältige Theatergruppen aus dem Saarpfalz-Kreis ihre Stücke präsentieren konnten. Und so traten an drei Tagen insgesamt 15 Ensembles auf, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, überwiegend mit selbst geschriebenen Stücken und boten ein fantastisches, ideenreiches, kurzweiliges und unterhaltsames Programm dar.

Adaption zu dem Zauberer von OZ Theater-AG Leibniz-Gymnasium St. Ingbert, Bildrechte ARTefix und Saarpfalzkultur e.V.

Vor allem die teilnehmenden acht Schultheater- und Kindergruppen brachten durchweg selbst erfundene Geschichten und Szenen auf die Bühne und erstaunten mitunter so manchen Zuschauer mit ganz klaren Statements in Richtung Gesellschaft und Politik. Gleich zwei Gruppen des Leibniz-Gymnasium St. Ingbert waren zu sehen, außerdem die Kindertheatergruppen von ARTefix, der Montessori-Schule, der Grundschule Blieskastel, der Grundschule Einöd mit einen Herzenssache-Projekt, des Theater- und Musikvereins Wolfersheim sowie die „Kunterbunten“ aus Oberbexbach.

Oktoberfest mit Angela Merkel und Donald Trump – Kindertheatergruppe ARTefix

Der „Plan B“ für widrige Wetterverhältnisse trat gleich am Freitag in Aktion und die Veranstaltung musste kurzfristig wegen starken Regens in die Schulturnhalle Lautzkirchen verlegt werden. Diese wurde rasch dank eines guten Teams zum Theatersaal mit professioneller Tontechnik umgebaut, und die Spiele konnten beginnen. Nach der Begrüßung durch die erste Vorsitzende von ARTefix, Helge Baer, Brigitte Adamek-Rinderle und den Kreisbeigeordneten Markus Schaller gab es bereits am ersten Festivaltag fünf verschiedene Gruppen mit ihren Inszenierungen zu bewundern.

Am Samstag dann war das vorausgesagte schöne Wetter da. So konnte der nächste köstliche Mix des Theatercocktails wie geplant auf der Freilichtbühne im Pferchtal angerührt und von den zahlreich erschienenen Zuschauern genossen werden. Die kulinarische Bewirtung übernahm der Turnverein Lautzkirchen. Als einzige nicht-saarpfälzische Gruppe kamen die Burgschauspieler und der Heimatverein Landstuhl aus dem nahen Rheinland-Pfalz zum Festival die sowohl mit ihres diesjährigen Schauspiel „Ich hab’s gewagt“ und dem Burgschauspiel „Die drei Musketiere“ hier Vorpremiere feierten. Bis zum Abend rockten sechs Theatergruppen aller Couleur die Bühne – u. a. mit szenischem Spiel, Tanztheater und Sequenzen einer Tragikkomödie. Am Sonntag wurden bei strahlendem Sonnenschein weitere fünf ganz unterschiedliche Stücke gezeigt, bis zum beeindruckenden Abschluss durch die deutsch-syrische Theatergruppe „Schams“ aus St. Ingbert. Dazwischen nahmen viele Zuschauer an einem kostenlosen Workshop mit der Theaterpädagogin und ARTefix-Dozentin Susanne Hunsicker teil und lernten dabei mit viel Spaß etwas über Improvisation.

Ausflug an den Niederwürzbacher Weiher – Musik-und Theaterverein Wolfersheim

Die Zuschauer durften sich nach den Vorstellungen als Juroren betätigen und mit Stimmzetteln jedes Theaterstück bewerten. Alle „Preisrichter“ nehmen an einer Verlosung teil und können als Dankeschön einen Gutschein für einen Kunstkurs bei ARTefix gewinnen. Der Gewinner wird postalisch benachrichtigt. Der Eintritt zu allen Aufführungen war frei. Es standen Boxen für freiwillige Spenden bereit, so dass die unentgeltlich angetretenen Gruppen doch etwas für ihre Vereinskasse bekommen konnten und auch das Preisgeld für das vom Publikum gewählte beste Stück daraus finanziert wird.

Konzipiert und organisiert wurde das dreitägige Theater-Festival von ARTefix, der freien Kunstschule Saarpfalz; dabei ging die Kultureinrichtung aus Homburg eine interkommunale Kooperation mit dem Kulturstammtisch Blieskastel und dem TV Lautzkirchen ein. Das Projekt „Saarpfälzischer Theatercocktail“ fand im Rahmen von „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“ statt und wurde gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, und durch den Saarpfalz-Kreis. Die Kunstschule ARTefix strebt an, das Festival im zweijährigen Rhythmus zu veranstalten, um auch zukünftig die Theaterkultur in der Region zu fördern und gerade Laientheatergruppen eine öffentlichkeitswirksame Plattform zu bieten.

Zum Hintergrund:
Das TRAFO-Projekt „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“

Das Projekt „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“ wird gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, und durch den Saarpfalz-Kreis in Kooperation mit dem Verein Saarpfalzkultur e. V. Im Rahmen des Projekts werden in den Jahren 2016 bis 2020 Kultureinrichtungen in den sieben Kommunen des Saarpfalz-Kreises dabei unterstützt, innovative und zukunftsweisende Kulturangebote für die Region umzusetzen und neue Arbeitsweisen und Angebotsformate zu erproben. Durch die Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen hinweg und mit der Beteiligung von kulturtreibenden Vereinen, Schulen, Kindergärten, Künstlerinnen und Künstlern sowie Wirtschaftsunternehmen soll die kulturelle Infrastruktur auf die konkreten Bedürfnisse der Menschen der Region ausgerichtet werden.
Bei regelmäßig stattfindenden Runden Tischen kommen alle interessierten Kulturakteure der Region zusammen. Gemeinsam mit den bestehenden Kultureinrichtungen entwickeln sie Ideen und Projekte, durch die auch neue Kooperationen entstehen. So eröffnen Museen, Bibliotheken, Musik-, Kunst- und Volkshochschulen den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern einen Handlungsspielraum, erhöhen damit die Akzeptanz für ihr Haus und erhalten neue Impulse. Zwei Mal im Jahr können Anträge auf Förderung solcher Projekte durch einen extra eingerichteten Regionalfonds gestellt werden.
Das so genannte Transformationsbüro von „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“ ist die zentrale öffentliche Anlauf-, Beratungs-, Vermittlungs- und Netzwerkstelle und zugleich ein Veranstaltungsort für Ausstellungen, Lesungen, Workshops u. Ä.
Um darüber hinaus andere Perspektiven zu gewinnen, werden jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler verschiedener Sparten zu mehrwöchigen Künstlerresidenzen im Landkreis eingeladen. Vor Ort bearbeiten sie – nach Möglichkeit zusammen mit lokalen Akteuren – in künstlerischen Projekten Themen rund um den Transformationsprozess. Die Ergebnisse werden öffentlich präsentiert. Weitere Informationen unter: www.saarpfalzkultur.de.

 

Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“

Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt Kultureinrichtungen außerhalb von Metropolen dabei, sich weiterzuentwickeln. In enger Kooperation mit den Akteuren vor Ort werden Antworten gesucht, wie ein attraktives Kulturangebot in ländlichen und strukturschwachen Regionen in Zukunft aussehen und organisiert werden kann. In den Jahren 2016 bis 2020 werden deutschlandweit sechs Projekte in den Modellregionen Oderbruch, Südniedersachsen, Saarpfalz und Schwäbische Alb gefördert. Die dort bestehenden Theater und Museen, Bibliotheken, Musikschulen und Volkshochschulen zeigen, welche Potenziale in der Veränderung liegen. Mit kooperativen Ansätzen entwickeln sie Beispiele, wie Kultureinrichtungen in kleineren Städten zu zeitgemäßen, lebendigen Lern- und Kulturorten werden. Weitere Informationen unter: www.trafo-programm.de.

 

PM: S. Groll, Kulturstammtisch BLK

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