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Auf dem Drahtwerk-Nord-Areal werden Zeichen gesetzt

Auf dem Drahtwerk-Nord-Gelände (DNA ) werden Gehnbach und Rischbach offen gelegt. Und es wird ein neues Regenrückhaltebecken gebaut. Das saarländische Umweltministerium unterstützt die Maßnahme mit einem Zuschuss von 2,7 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Aktion Wasserzeichen.“
Noch sind Gehnbach und Rischbach unterirdisch verrohrt und unsichtbar in einem Gewölbe quer durch das Drahtwerk-Nord Areal (DNA) unterwegs. Voraussichtlich schon Ende des Jahres werden die beiden Bäche wieder oberirdisch offen fließen. Nach dem Motto „Grün statt Grau“ entwickelt sich auf einer Länge von etwa 700 Metern ein natürlicher Bachlauf, dessen Ufer neu bepflanzt werden. Gleichzeitig wird das Wasser des Andelsbrunnens, der auf dem Gelände kräftig sprudelt, dem offenen Bachlauf zugeleitet. Oberbürgermeister Georg Jung erklärte zur Maßnahme „St. Ingbert bekommt ein Stück Natur zurück.“
Bisher wurde im Gewölbe, durch das die Bäche derzeit fließen, auch Mischwasser des Saarstahl-Geländes durchgeleitet.
Mit der Offenlegung wird das Entwässerungssystem des gesamten Areals so gebaut, dass Niederschlagswasser über ein Regenrückhaltebecken künftig gepuffert, dem offenen Rischbach zugeführt wird. Unter dem neu zu bauenden Kreisel an der Dudweilerstraße/Alleestraße wird es dem Schmelzkanal und damit dem Rohrbach zugeleitet. Das Schmutzwasser der Betriebe, die bald auf dem DNA-Gelände ansiedeln, wird über eine eigene Schmutzwasserkanalisation dem Hauptsammler des EVS und damit der Kläranlage Brebach zugeführt. Das vorhandene Gewölbe des Bachlaufs und der noch offene Teilabschnitt des Rischbachgrabens werden abschließend verdämmt.
Insgesamt werden rund 30.000 Kubikmeter Erdmassen für die Errichtung des Rückhaltebeckens und des Bachlaufs ausgehoben. Die Erdmassen können zur Auffüllung und Egalisierung des DNA-Areals verwendet werden.
Es ist erforderlich, die Gleisanlage an vier Stellen zu kreuzen. Da das Drahtwerk über die Gleisanlage mit Material versorgt wird, muss ein Großteil der Maßnahmen in den Werksferien des Unternehmens von Ende Juli bis Mitte August durchgeführt werden,
Die Kosten für die Entflechtungsmaßnahme einschließlich des Baus des 8.600 Kubikmeter umfassenden Regenrückhaltebeckens betragen rund. 3,4 Millionen Euro. Bezuschusst wird die Maßnahme durch den Umweltminister im Rahmen des Förderprogramms zur ökologischen Optimierung der Abwasserableitung und -behandlung (Aktion Wasserzeichen) mit etwa 2,7 Millionen Euro. Oberbürgermeister Georg Jung bedankte sich ausdrücklich bei Umweltminister Christoph Mörsdorf für die Unterstützung. „Wir unterstreichen mit der Maßnahme unsere Absicht das Gelände nachhaltig zu entwickeln. Dieses Gelände ist ein besonderes Gewerbegebiet. Deshalb setzen wir Zeichen“, so der Oberbürgermeister. Und weiter: „Das Ministerium unterstützt uns in vorbildlicher Weise.“ Den Bauauftrag zur Entflechtung und Offenlegungsmaßnahme und zum Bau der Kanalisation hat die Firma Peter Groß aus St. Ingbert erhalten. Mit den Kanalbaumaßnahmen wurde vor wenigen Wochen begonnen. Das Regenrückhaltebecken und die Einleitbauwerke werden als nächstes gebaut .Eine teilweise Herstellung des künftigen Rischbachgrabens wurde bereits im Rahmen der Erschließung des Geländes vorgenommen.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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