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Unzumutbare Zustände

In der Lindenstrasse in Hassel gibt es ein solches Haus, ohne Duschen und mit 3 Toiletten auf einer Ebene für vier Wohnungen. Es gibt Wasserschäden, der Verputz an der Aussenfassade bröckelt schon lange vor sich hin. Und diese Wohnsituation ist Dauerzustand!

Die Mittelstadt St. Ingbert und seine Ortsteile sind bekannt für ihre Wohnqualität und guten Lebensstil. Aber Langzeitarbeitslosigkeit, Teilzeitbeschäfigung, Minijobs und Hartz IV zeigen ihre häßliches Gesicht: immer mehr Menschen haben nicht mehr das Geld, um ihre Wohnungen zu renovieren bzw. der Vermieter unterläßt solche Arbeiten, weil auch er das Geld an anderer Stelle braucht.

Am stärksten von der Armut betroffen sind Arbeitslose, große Familien, allein Erziehende und Migranten. Altersarmut ist noch nicht das aktuelle Problem, da gerade im Saarland die Dichte an eigenen vier Wänden bundesweit Spitze ist. Aber die Armut wächst: laut aktuellem „Armuts- und Reichtumsbericht“ der Bundesregierung galten im Jahr 2003 ganze 13,5 Prozent der Bevölkerung als arm, das sind rund 11 Millionen Menschen. Die Tendenz ist steigend: 2002 waren es noch 12,7 Prozent, 1998 noch 12,1 Prozent. Besonders alarmierend: Mehr als ein Drittel der Armen oder von Armut bedrohten sind allein Erziehende und ihre Kinder. Fast jedes siebte Kind ist von Armut betroffen und beinahe jeder fünfte Jugendliche. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef wächst die Armut von Kindern in Deutschland sogar stärker als in den meisten anderen Industrieländern.

Nach Meinung der SPD St. Ingbert wird ohne neue Arbeitsplätze im Stadtgebiet, besonders auf dem Drahtwerk Nord, die Armut in der Mittelstadt in Kürze sichtbar wachsen.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017