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Saarland ehrt „Unsere Besten“: 50 Ausbildungsbeste des Saarlandes in den Gesundheitsberufen ausgezeichnet.

Zum zweiten Mal wurden damit im Saarland auch die Leistungen in dieser Ausbildungssparte ausgezeichnet. Von insgesamt rund 1.100 Prüflingen im Jahre 2005 wurden in den 20 Gesundheitsberufen 50 Ausbildungsbeste ermittelt.

In seiner Ansprache würdigte Gesundheitsminister Hecken die Leistungen und das gezeigte berufliche Engagement der Ausbildungsbesten. Er wies insbesondere auf die besondere gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Gesundheitsberufe hin, die als Dienstleistung erbracht werden und in deren Mittelpunkt immer der Mensch steht.

Gesundheitsminister Josef Hecken dankte gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern der Weiterbildungsakademie Saar e.V. den Mitarbeitern in Gesundheitseinrichtungen für den täglichen Einsatz am Mitmenschen die in 26 Krankenhäusern, 21 Reha- und Vorsorgekliniken, 131 Pflegeheimen und in 129 ambulanten Pflegediensten arbeiten. Der Krankenhaus-Fachplan „Ausbildungsstätten für Gesundheitsfachberufe“ weise für 12 Gesundheitsberufe insgesamt 2.168 Ausbildungsplätze aus, davon für die Pflegeberufe 1.584. Insgesamt wurden von den Schulen und Lehranstalten des Gesundheitswesens im Saarland für das Schuljahr 2005/06 = 2.425 Schülerinnen und Schüler gemeldet, davon haben 962 Schülerinnen und Schüler eine Ausbildung neu aufgenommen. An den Prüfungen zur Gesundheits-/KrankenpflegerIn nahmen mit 304 Prüfungen mit Abstand die meisten Prüflinge teil, gefolgt von der Ausbildung zur Arzthelferin/Arzthelfer (195 Prüflinge) und zum zahnmedizinischen Fachangestellten (120 Prüflinge), zur Altenpfl egerIn (91 Prüflinge) und zur AltenpflegehelferIn (68 Prüflinge). Weitere ausgezeichnete Berufsbilder waren die des Diätassistenten, des Ergotherapeuten, der Kinderkrankenpfleger, der Heilerziehungspfleger und der medizinisch-technischen Assistenten.

Das Gesundheitswesen biete nach Darstellung von Minister Hecken als eine der größten Beschäftigungsbranchen in Deutschland derzeit für über 4,2 Millionen Menschen in über 100 Berufen qualifizierte Arbeitsplätze. Rund 29.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind im Saarland im Gesundheitswesen tätig, d. h. jede/jeder achte Erwerbstätige. Neue Tätigkeitsfelder und Berufsbilder wurden erschlossen, wie im Saarland die Etablierung der Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz, die mittlerweile in acht Krankenhäusern angeboten wird. Auch gebe es seit wenigen Monaten die Ausbildung zur Kauffrau/Kaufmann im Gesundheitswesen. „Gesundheitsberufe haben Zukunft“, so Hecken.

Mit der am 27. September 2005 erlassenen Verordnung zur Durchführung der Weiterbildung „Praxisanleiterin oder Praxisanleiter für Gesundheitsfachberufe“ habe das Saarland als erstes Bundesland eine weitere Rahmenbedingung zur Qualitätsverbesserung der Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen geschaffen.

Wie in allen Branchen bedürften auch die Gesundheitsberufe ständig struktureller und qualitativer Weiterentwicklungen um die zukünftigen Herausforderungen meistern zu können. Im Zusammenwirken mit den akademischen Gesundheitsberufen stellten sie das Netzwerk für eine adäquate medizinische und pflegerische Versorgung der Bevölkerung sicher. Neben der Versorgung von Verletzungen und Erkrankungen sowie der Betreuung von Kranken stehen immer stärker auch die Gesundheitsförderung und die Gesundheitsvorsorge im Mittelpunkt. Durch eine fundierte Ausbildung und die stetige Bereitschaft zur Weiterqualifizierung durch Nutzung von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten ergeben sich gute Beschäftigungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven im Gesundheitswesen.

Gesundheitsminister Hecken betonte, gemeinsames Ziel sei es durch geeignete Maßnahmen das Engagement und die Qualität der Leistungserbringung in den Gesundheitsberufen auch in Zukunft auf hohem Niveau zu gewährleisten bzw. auszubauen, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Belange der anvertrauten Patientinnen und Patienten.

Den Ausbildungsbesten wünschte der saarländische Gesundheitsminister viel Erfolg auf dem weiteren Lebensweg und warb dafür, sich nicht auf den erworbenen Lorbeeren auszuruhen, sondern sich weiterzubilden.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017