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Bei Putzsanierung Gesetzeslage beachten

In Deutschland entfallen mehr als 30 Prozent des Endenergieverbrauchs auf den Wärmebedarf von Gebäuden. Um diesen Klima schädigenden Anteil zu senken, hat die Bundesregierung in der Energieeinsparverordnung Verbrauchsobergrenzen für Neubauten festgesetzt. Das ist soweit bekannt. Bislang noch wenig bekannt dagegen sind die Nachrüstpflichten für Bestands-Wohngebäude, wenn an der Gebäudehülle Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Sobald beispielsweise an der Außenwand Verschalungen angebracht oder bei einer bestehenden Wand mit einem Wärmedämmwert schlechter als 0,9 W/m²K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin) der Putz erneuert wird, darf die Wärmedämmqualität der veränderten Wand maximal 0,24 W/m²K sein. Mit einer Minimalsanierung mittels Wärmedämmputz auf einer 36er Vollziegelwand oder einer 24er Hochlochziegelwand ist dieser Wert nicht erreichbar. Die notwendige Dicke beginnt bei ca. 11 cm Wärmedämmung, abhängig von der Dämmqualität des Dämmstoffes. Einige wenige Ausnahmen werden z. B. für Denkmäler, Sicht-Fachwerk-Bauweise und Innendämmungen zugelassen.
„Wenn Außenwandflächen sowieso erneuert werden, sind die Zusatzkosten für Wärmedämmmaßnahmen überschaubar“ so Reinhard Schneeweiß, Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes e. V. . „Als Zusatznutzen entsteht durch gedämmte Außenwände eine größere Raumbehaglichkeit. Das Risiko von Schimmelpilzbildung wird ebenfalls gemindert, da so genannte Wärmebrücken bei fachgerechter Ausführung überdämmt werden.“
Bei Fragen rund um die Wohngebäudesanierung und zur Energieeinsparverordnung helfen die Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes in einem persönlichen Gespräch in der nächstgelegenen Beratungsstelle.
Energieberatungen in St, Ingbert finden jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130

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