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Kinowerkstatt St. Ingbert: Programm vom 16. – 19. September 2011

„Noise and Resistance“
Das Vertrauen in etablierte Institutionen, Banken, Börsen und Kirchen ist erschüttert- doch: Es geht auch anders. Kommerz, Kapital und Konsum sind keine unumstößliche Notwendigkeit unserer Gegenwart. Dass man mit dieser Meinung nicht allein sein muss, zeigen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag in ihrem wütenden und mitreißenden Dokumentarfilm „Noise and Resistance“ (Deutschland 2011) Mitwirkende sind: Active Distribution, Antimaster, CRASS, Disfear, Fall of Efrafa, La Casa Fantom, Personangrepp, PolitZek (FSK: ab 12 – Fassung: O.m.d.U. – Länge: 91 min.). „Noise and Resistance“ ist in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu sehen am Freitag, den 16. September, um 19 und 21:45 Uhr, am Samstag, den 17. September, um 21 Uhr, sowie am Sonntag, den 18. September und Montag, den 19. September, jeweils um 20 Uhr.
Was manchen nur als Lärm und Störung gilt, machen sie als vitale Artikulation des Widerstands deutlich: Punk ist hier weder Modeerscheinung noch verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern der lebendige Ausdruck eines Lebensgefühls.
Er ist laut, schnell, und oft hochpolitisch: der Punkrock. Die beiden Regisseurinnen begeben sich mitten hinein in eine höchstlebendige und pulsierende, eine aufbegehrende und selbstbewusste Szene. Ob Hausbesetzer aus Barcelona, Antifaschisten in Moskau, niederländische Gewerkschaftskämpfer, die Aktivisten des englischen CRASS-Kollektivs, queere Wagenplatzbewohner aus Berlin oder Punkgirl-Bands aus Schweden – immer ist die Musik eine kollektive Selbstbehauptung, ein vertontes Nein, dessen Losung „Do it yourself!“ zur lautstarken Internationale des 21. Jahrhundert geworden ist.
NOISE AND RESISTANCE ist eine inspirierende Reise durch Europas Utopia der Gegenwart, an subkulturelle Sehnsuchtsorte, wo aus Unabhängigkeit Gemeinschaft entsteht – und der beste Punk-Sound, den man seit Jahren gehört hat. Die Filmemacherinnen Julia Ostertag und Francesca Araiza Andrade bieten einen interessanten Einblick in eine Musikszene, die seit den späten 1970er Jahren ein Lebensgefühl abseits des Mainstreams zelebriert in einer Subkultur, die gerade den Aspekt des „DIY“, des „Do It Yourself“, für sich reklamierte: Selbstorganisation und Selbstermächtigung, Misstrauen gegen jegliche Autorität und Kommerzialisierung sind bis heute die zentralen Konzepte dieser Gegenkultur.
Dabei wenden Andrade und Ostertag das „Do It Yourself“-Konzept selbst konsequent an: Neben der gemeinsamen Regie waren die beiden Filmemacherinnen verantwortlich für Kameraarbeit und Drehbuch, Produktion und Schnitt.

„Serengeti – die große Wanderung“
Noch einmal zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert diesen großartigen Film: Am Sonntag, den 17. September, um 16 Uhr läuft „Serengeti“ (Deutschland 2010 – Regie: Reinhard Radke – Darsteller: (Sprecher) Hardy Krüger jr. (Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 6 – Länge: 100 min.)
„Die Serengeti, eine großartige, unberührte Landschaft, erstreckt sich viele hundert Kilometer vom Kraterhochland Tansanias bis an die nördlichen Ausläufer des Schutzgebietes in Kenia. Sie ist die Bühne, auf der sich seit Jahrtausenden ein dramatisches Naturschauspiel zeigt: archaisch, wild und ergreifend.
Die Serengeti stellt ein weltweit einmaliges Ökosystem dar. Hier beeindruckt nicht nur eine schier endlose Savanne oder die Vulkanwelt des Unesco-Weltnaturerbes – hier findet auch jährlich eine der letzten großen Tierwanderungen statt. Hunderttausende von Gnus, Zebras und Antilopen unternehmen ihren kreisförmigen Zug durch die Serengeti, Massai Mara und Ngorongoro: stets auf denselben Routen und gezwungen, größte Hindernisse zu überwinden. Ihnen dicht auf der Spur sind ihre natürlichen Feinde: Löwen, Leoparden, Geparden und Hyänen. Kaum anderswo auf der Welt bietet der Kampf ums Überleben ein so grandioses, eindrucksvolles Schauspiel wie im Massenzug der Tiere in der Serengeti.
SERENGETI begleitet die Bewohner der Savanne und ihre verschlungenen Schicksale; alle dem Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit, zwischen paradiesischer Üppigkeit und gnadenloser Härte, unterworfen. 50 Jahre nach Bernhard Grzimeks Oscar-gekröntem Film „Serengeti darf nicht sterben“, hat der renommierte Tierfilmer und Zoologe Reinhard Radke „nachgeschaut“, was in der langen Zeit seither in der Serengeti geschehen ist. In wunderbaren berührenden Bildern fängt die deutsch-britische Naturdokumentation das Leben und die Bewohner dieser einzigartigen Landschaft ein – wissend, dass durch Überbevölkerung, Wilderei und weitere menschliche Einflüsse dieses Paradies gefährdet ist.“ (filmz.de)

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