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24-Stunden für die gute Sache laufen

Am 9. und 10. September 2006 findet im Mühlwaldstadion in St. Ingbert eine bisher einzigartige Solidaritätsaktion statt. Unter dem Slogan „Fit for Fair“ veranstalten die Katholische Junge Gemeinde (KJG), Bezirk Saarpfalz, und die Pfarrgemeinde St. Pirmin und St. Michael einen 24-Stunden-Lauf, dessen Erlös einer armen kolumbianischen Pfarrei zugute kommt.
Die Teilnehmer formieren sich in Gruppen. Eine Gruppe versucht, in mindestens zwei Stunden möglichst viele Stadionrunden zu laufen. Dabei können die Mitglieder der einzelnen Teams abwechselnd laufen. Egal ob Joggen oder Walking, ob jung oder alt – 24 Stunden lang, das bedeutet auch nachts, können die Sportler auf die Bahn. Damit ist für eine einzigartige Atmosphäre mit motivierendem Gemeinschaftsgefühl gesorgt, die insbesondere für Jugendliche einen attraktiven Event darstellen wird.
Es wird eine Mindeststartgebühr von 10 EUR (für Kinder 6 EUR) erhoben. Zusätzlich hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, mit Spendenkarten Rundengeld zu sammeln. In der Startgebühr sind Urkunden, Preise, Getränke und kleine Speisen zur Stärkung enthalten. Die beste Gruppe erhält ebenso einen Preis wie das teilnehmerstärkste Team. Außerdem verleihen wir für die Schule mit den meisten Läufern einen Sonderpreis.
Zu dem sportlichen Geschehen wird auch das umfangreiche Rahmenprogramm zahlreiche Teilnehmer und Besucher ins Mühlwaldstadion locken: Musik- und Tanzgruppen, Filmvorführungen, kolumbianische Speisen, Infostände über Fairen Handel und Eine-Welt-Arbeit, ein feierlicher Sonntagsgottesdienst und vieles mehr. Schon im Vorfeld der Veranstaltung werden an vielen St. Ingberter Schulen Unterrichtsinitiativen zum Fairen Handel gestaltet.

Mit dem Solilauf 2006 wird eine sehr arme Pfarrei in Kolumbiens Hauptstadt Bogota unterstützt. Bisher hatte die Gemeinde keine Räume für Aktivitäten wie Versammlungen, Kinder- und Jugendarbeit, Katechese und Feste. Für wenig Geld erwarb die Pfarrei nun ein kleines, heruntergekommenes Haus und renovierte es selbst. Das kostete erheblich weniger als ein Neubau. Aber es fehlen noch umgerechnet 8.000 Euro.
Mit einem Hilferuf wandte sich der Pfarrer der Gemeinde, der Jesuitenpriester Gonzalo Castro SJ, an einen Ordensmitbruder, der wiederum Pfarrer Andreas Keller vonder Gemeinde St. Pirmin und St. Michael in St. Ingbert kontaktierte, und die Idee für einen Solidaritätslauf war geboren. Seitdem schickt Pfarrer Castro SJ viele Bilder und E-Mails an Pfarrer Keller, in denen er über seine Pfarrei, die Menschen und das gekaufte Pfarrheim informiert.

Informationen und Anmeldeformulare findet man unter www.solilauf.de

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