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Wohnhausbrand an Heiligabend – 3 Personen gerettet – 1 Feuerwehrmann verletzt

Bei Ankunft der Feuerwehr befanden sich zwei Personen in einem Zimmer im Dachgeschoss, aus dem ebenfalls schon dichter Rauch drang. Sofort kämpften sich vier Feuerwehrleute mit Atemschutz zu den Eingeschlossenen vor. Eine 51jährige Frau konnte mit der Drehleiter gerettet werden, ihr 54jähriger Mann mit einer Rettungsmaske ins Freie gebracht werden. Auch die angrenzenden Häuser mussten evakuiert werden, da starker Rauch durch die Wände drang. In einem Haus befand sich eine 95jährige Frau, die ebenfalls von der Feuerwehr durch ein Fenster gerettet wurde. Während den Löscharbeiten verletzte sich auch ein Feuerwehrmann (28). Dieser sowie die 3 Geretteten wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Kreiskrankenhaus St. Ingbert eingeliefert. Für eine Katze kam leider jede Hilfe zu spät.

Die Brandbekämpfung mit zwei Rohren zeigte rasch Wirkung, so dass der Einsatzleiter schon nach 22 Minuten ‚Feuer Aus’ melden konnte. Dank des raschen Eingreifens der Feuerwehr konnte eine Brandausbreitung in das Obergeschoss verhindert werden. Nun begannen die zeitraubenden Nachlösch- und Belüftungsmaßnahmen..

Da zu Beginn des Einsatzes nicht klar war, wie viel Personen sich noch in dem Gebäude befinden, gab es einen Großalarm im Löschbezirk St. Ingbert. Daher heulten auch wieder die Sirenen in der Mittelstadt.

Auch der Rettungsdienst mobilisierte zahlreiche Einsatzkräfte. So fuhren neben 3 Rettungswagen auch der Leitende Notarzt Saarland zur Einsatzstelle. Zur Eigensicherung der eingesetzten Kräfte wurde der DRK Ortsverein St. Ingbert alarmiert. Die Hilfe durch die Schnelleinsatzgruppe des DRK Kreisverbandes St. Ingbert war jedoch nicht mehr notwendig. Unterstützung für die Feuerwehr kam aus dem Löschbezirk Rohrbach, der mit drei Fahrzeugen in Bereitschaft stand und ein Haus mit einem Überdruckbelüftungsgerät vom Rauch befreite.

Nachdem der kriminalpolizeiliche Dienst die Wohnung freigegeben hatte, suchte die Wehr das komplette Untergeschoss mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern ab und öffnete die Decke teilweise.

Die Feuerwehr St. Ingbert war mit insgesamt 12 Einsatzfahrzeugen und 65 Mann im Einsatz.

Um 01:17 Uhr erfolgte eine Nachschau an der Einsatzstelle. Hierbei konnten keine Brandnester mehr gefunden wurden.

Für den Löschbezirk St. Ingbert war es nicht der einzige Einsatz an Heiligabend. Gegen 23 Uhr rückte man mit 3 Fahrzeugen nach Hassel aus, um die dortigen Kameraden beim Umpumpen eines undichten Öltanks zu unterstützen.

Bilder: Marco Schmeltzer/Pressebeauftragter Kreisfeuerwehrverband Saarpfalz e.V.

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