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FWG : EVS-Gebührensenkung ohne St. Ingbert

Nachdem bereits seit längerem über die Ungerechtigkeit der aktuellen Müllgebührenerhebung durch den EVS diskutiert wird, haben die Geschäftsführer des EVS jetzt offensichtlich endlich die Zeichen der Zeit erkannt:
Sie stellten kürzlich den Bürgern der Mitgliedsgemeinden ein neues Gebührenmodell in Aussicht, bei der sich die Gebührenerhebung rein nach der Anzahl der Gefäßleerungen richten soll.

Demnach würde der Bürger endlich nach seinem tatsächlichen Abfallaufkommen zahlen. Obwohl diese aufkommensgerechte Gebührenerhebung den Forderungen der FWG- Stadtratsfraktion entspricht, zeigt man sich bei den Freien Wählern mehr als unzufrieden: Denn bei genauem Hinsehen muss man feststellen, dass der EVS alle Kommunen, die ihren Müll selbst einsammeln von der Neuerung ausschließt. Seit 2006 gehört zu diesem Kreis auch St. Ingbert.

Christian Haag, Fraktionsvorsitzender der FWG im Stadtrat: „Das ist bitter! Der Oberbürgermeister und sein für Abfallfragen zuständiger Beigeordneter hatten im vergangenen Jahr dem Stadtrat die Übernahme des Mülleinsammelns mit der Aussicht auf eine bessere Verhandlungsposition gegenüber dem EVS schmackhaft gemacht.“
Jetzt, so Haag, zeige sich, dass dies eine grobe Fehleinschätzung der Verwaltungsspitze gewesen sei, die St. Ingbert in eine Sackgasse manövriert habe.

Die Freien Wähler bemängeln hauptsächlich das auch in diesem Punkt wieder vorherrschende Leuchtturmdenken, das die Mittelstadt in der jüngsten Vergangenheit schon so oft beherrscht hat.
„Oberbürgermeister und Beigeordneter setzen alle Trümpfe auf den Wertstoffhof, der landesweit eine Vorreiterrolle spielen soll.“ bemängelt Christian Haag das Vorgehen. „Während dieses Prestigeobjekt nichts Zählbares einbringt, muss der Bürger jetzt bei den Müllgebühren die Zeche zahlen.“

Die Freien Wähler fordern deshalb die Verantwortlichen auf, endlich mit den EVS in ernsthafte Verhandlungen über die aufwandsgerechte Müllgebührenerhebung einzutreten, damit auch den Anliegen der St. Ingberter Bürger auf Entlastung bei der Gebührenerhebung Rechnung getragen wird.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017