Nachrichten

Donnerstag, 19. Oktober 2017 · leicht bewölkt  leicht bewölkt bei 20 ℃ · Von Kelten und Römern – Zeitreise in die regionale VergangenheitScheck für die DLRG Ortsgruppe St. Ingbert e.V.Zweiter ZDF-Saarland-Krimi „In Wahrheit: Tödliches Geheimnis“

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

teure Perlenkette im Briefkasten

Da dieser die Kette nicht zuordnen konnte, hätte er zunächst angenommen, dass das Schmuckstück von einem möglichen Verehrer stammen könnte. Nach einem klärenden Gespräch hätte sie ihn dann aber doch überzeugen können, dass es diesen vermeintlichen Verehrer gar nicht gibt. Die Dame gab weiterhin an, dass sie anschließend in der Nachbarschaft herumgefragt hätten, ob eventuell jemand versehentlich die Kette bei ihnen eingeworfen hätte. Doch auch die Nachbarn konnten keine Angaben zu dem Schmuckstück machen. Daher hätte sie die Polizeiinspektion aufgesucht.
Zur Überprüfung, ob die Kette überhaupt etwas wert sei, wurde ein St. Ingberter Juwelier aufgesucht. Eine Schmuckexpertin stellte fest, dass es sich bei den Perlen um teure Akoja-Salzwasserzuchtperlen handeln würde. Auch an der edlen Verarbeitung des Stahlverschlusses war zu erkennen, dass es sich um ein teures Schmuckstück handelt. Den Wert der Kette schätze sie auf ca. 1000,- Euro.
Als man der 48-jährigen den Preis der Kette nannte, bekam diese es sofort mit der Angst zu tun. Sie vermutete, dass die Perlenkette eventuell nach einem Diebeszug in ihrem Briefkasten hinterlegt worden sei, um die Beute so zu sichern. Die Dame befürchtete, dass der vermeintliche Dieb nachts noch einmal zurückkommen könnte, um sich das Schmuckstück zurückzuholen. Nachdem die Frau beruhigt werden konnte, wurde die Perlenkette schließlich sichergestellt und auf der Polizeiinspektion in einem Tresor verwahrt. Abschließend gab die Finderin noch an, dass sie am 02.08.2006 für eine Woche nach Gran Canaria in den Urlaub fliegen würde. Sie wäre daher die nächste Woche telefonisch nicht erreichbar.
Bereits am Morgen des 01.08.2006 konnte die ganze Angelegenheit dann geklärt werden. Wie sich herausstellte gehörte die Perlenkette der Schwester der Finderin. Diese war bereits in der Vorwoche ebenfalls nach Gran Canaria geflogen und wollte die Perlenkette eigentlich mitnehmen, um sie in Spanien von Experten bearbeiten und reinigen zu lassen. Aus diesem Grund beauftragte die Eigentümerin der Kette ihre Tochter damit, die Kette in den Briefkasten ihrer Schwester zu legen, damit diese die Perlenkette dann am 02.08.2006 mit nach Spanien nimmt. Sie selbst wollte dann ihre Schwester über die Kette im Briefkasten informieren.
Wie sich herausstellte vergaß es die Urlauberin ihre Schwester in Deutschland über den Einwurf der Kette zu informieren. Die Tochter der Eigentümerin, welche davon ausging, dass es sich um ein billigeres Schmuckstück handeln würde und dass ihre Mutter bereits telefonisch bescheid gegeben hätte, warf die Kette daher am 31.07.2006 in den Briefkasten ein, wo sie dann wenig später vom besorgten Ehemann der Finderin aufgefunden wurde.
Nachdem die Angaben der Personen polizeilich überprüft wurde, wurde die Kette schließlich am 01.08.2006 wieder an die Tochter der Eigentümerin ausgehändigt. Diese sicherte zu, das Schmuckstück nun nicht mehr in den Briefkasten zu legen, sondern persönlich an ihre Tante zu übergeben.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017