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Landwirte dürfen auf stillgelegten Äckern Viehfutter mähen

Der Pflanzenwuchs von stillgelegten Flächen im Saarland kann in diesem Jahr für die Viehverfütterung genutzt werden. Diese Ausnahmereglung hat das Ministerium für Umwelt heute bekannt gegeben.

„Die große Trockenheit hat dazu geführt, dass viele Bauern ihren Futtervorrat für dieses Jahr bereits aufgebraucht haben. Da absehbar ist, dass die Futtervorräte für den kommenden Winter nicht ausreichen werden, gibt die Ausnahmeregelung den Landwirten die Möglichkeit, diese Vorräte aufzufüllen, den Aufwuchs zu verfüttern und gegebenenfalls anderen Landwirten bei einem drohenden Futtermangel auszuhelfen“ so Umwelt-Staatssekretär Rainer Grün.

Die Mitteilung des Umweltministeriums geht auf eine Entscheidung der Europäischen Union zurück, der in den kommenden Tagen im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wird und ab sofort schon gültig ist. Um die Menge ihrer Produktion zu begrenzen, nehmen die Landwirte aufgrund von EU-Förderregelungen jährlich einen Teil ihrer Ackerflächen aus der Produktion heraus. Eine Frühjahrsbegrünung ohne Nutzung des Aufwuchses wird dabei aus ökologischen Gründen erlaubt.

Die EU-Kommission hat mit ihrer Entscheidung für dieses Jahr die Nutzung des Aufwuchses von Stilllegungsflächen zu Futterzwecken grundsätzlich ermöglicht und die Mitgliedstaaten dazu ermächtigt, für ihren Bereich bestimmte Ausnahmeregelungen zuzulassen, um der Futterknappheit in vielen landwirtschaftlichen Betrieben entgegenzuwirken. Mit der Veröffentlichung einer Ausnahmeregelung, die das Umweltministerium jetzt gewährt hat, können die Landwirte den Aufwuchs auf stillgelegten Flächen zur Viehfütterung verwenden. Für die Landwirte im Saarland bedeutet das, dass sie den Grünaufwuchs im eigenen Betrieb verfüttern oder als Futter kostenlos im Rahmen der Nachbarschaftshilfe an andere Betriebe abgegeben dürfen.

Wichtig und zu beachten ist dabei, dass aus der Nutzung des Aufwuchses und der Fläche kein wirtschaftlicher Gewinn erzielt werden darf. Darüber hinaus ist die Erzeugerbeihilfe für Trockenfutter für den Aufwuchs ausgeschlossen. Saarländische Landwirte, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen, müssen die Landwirtschaftskammer für das Saarland vorher schriftlich informieren.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017