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Wenn Spaß zur Sucht wird

Eigentlich schmeckt Limonade besser als Schnaps. Doch der ist bei Jugendlichen wesentlich „cooler“ als alkoholfreie Softdrinks. Prima, dass es da die so genannten Alcopops gibt. Sie schmecken nach Orange, Limone oder anderen süßen Früchten, so dass man den Alkohol darin überhaupt nicht mehr bemerkt. Ein großes Gefahrenpotenzial, das oft nicht oder erst zu spät erkannt wird. Daher veranstaltet die Stadt St. Ingbert in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises am Donnerstag, 2. Februar ab 19 Uhr in der Stadtbücherei eine Podiumsdiskussion zum Thema „Jugendliche und Alkohol“.
Es fängt meist ganz harmlos an. Ein Colabier kann doch nicht schaden, denken sich Eltern, wenn der jugendliche Nachwuchs am Wochenende mit den Freunden unterwegs ist. Das böse Erwachen kommt oft erst dann, wenn Tochter oder Sohn mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus liegt und das wahre Ausmaß der Trinkgewohnheiten ans Tageslicht kommt. Was tun, fragen sich die verzweifelten Eltern. Genau darauf will die Podiumsdiskussion in der St. Ingberter Stadtbücherei eine Antwort geben. Ziel ist es nämlich, auf Risiken der gesellschaftlich legitimierten Droge Alkohol hinzuweisen und auf die bestehenden Beratungs- und Therapieangebote für Kinder und Jugendliche aufmerksam zu machen.
Neben der Gruppe von Jugendlichen, die Alkohol zur Enthemmung oder als Spaßmacher trinkt, spielt in diesem Zusammenhang auch die Gruppe der Kinder und Jugendlichen von alkoholabhängigen Eltern als gefährdete, beziehungsweise co-abhängige Angehörige eine immer größere Rolle in der therapeutischen Arbeit.
An der Podiumsdiskussion am Donnerstag, 2. Februar, 19 Uhr in der Stadtbücherei St. Ingbert nehmen teil: Dr. Reinhold Henß, Oberarzt an der Kinder- und Jugendpsychiatrie Kleinblittersdorf, Dr. Karin Berty vom Landesinstitut für Pädagogik und Medien, Harald Gregorius, Suchtberater, und Christine Maurer von PRAESENT, der Fachstelle für Sucht-vorbeugung und -beratung der AWO im Saarpfalz-Kreis.
Die Leitung der Diskussion übernimmt Ingrid Roberts, Leiterin des St. Ingberter Kulturamtes.
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen auch unter Telefon 06894/13-521

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