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Walter Vogel – Ein Meister Des Schauens


Walter Vogel zählt zu den herausragenden Fotografen der deutschen Nach-kriegsgeneration. Seine Aufnahmen und Buchpublikationen setzen Maßstäbe für die klassische Bildreportage.

Vorstand:
Georg Jung
Clemens Lindemann
Geschäftsführerin:
Ingrid Roberts

Am Markt 7
66386 St. Ingbert
Tel.: 06894/13-352
Fax: 06894/13-530

Museum
Tel.: 06894/13-358

Ust-IdNr: DE189838535
Bankverbindung:
Kreissparkasse Saar-pfalz
Kto.-Nr. 1010500260
BLZ 594 500 10
Mit einer Auswahl von rund 150 seiner Bilder präsentiert das Museum Sankt Ing-bert erstmals in diesem Umfang die wesentlichen Themen eines eindrucksvollen fotografischen Lebenswerks.

1932 in Düsseldorf geboren, begann Walter Vogel seine fotografische Laufbahn in den 50er Jahren mit Motiven aus seiner Heimatstadt Düsseldorf, die die Rück-kehr des Alltags im Deutschland der Nachkriegszeit thematisieren. Als bereits Dreißigjähriger geht er an die Folkwang Schule in Essen zu Otto Steinert, dem damals international einflussreichsten Lehrer für Fotografie, dessen Name zum Synonym, für eine neue, sich aus den ureigenen Möglichkeiten der Kamera ent-wickelnden, subjektive Bildsprache wird.

Ein fotografisches Denkmal setzte er in den sechziger Jahren dem Ruhrgebiet mit herausragenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen., Sein Fotoessay zum Zirkus ein erlesener Klassiker der Bildreportage. Porträts von Künstlern um die Düsseldor-fer Galerie Schmela entstehen, darunter jene berühmte Bilderfolge von Joseph Beuys und dessen Kunstaktionen. Der damals noch zu entdeckenden Tänzerin der Folkwangschule und heute berühmten Choreographin Pina Bausch widmet er eine Serie eindrucksvoller Porträts, die ein Buch zur Folge haben. Nach Ab-schluss des Studiums arbeitet Vogel zunächst als Industrie- und Werbefotograf, gleichzeitig lange Jahre auch als Bildjournalist für das Zeit-Magazin.

Unabhängig zu seiner auftragsgebundenen Arbeit findet Walter Vogel in den 70er Jahren auf zahlreichen Reisen seine wesentlichen Themen in eigener Regie. New York, die Länder des afrikanischen und asiatischen Kontinents sind Ziele auf der fotografischen Suche nach gegensätzlichen Kultur- und Lebensräumen, die er in ihrer Besonderheit wahrnimmt und in eindringlichen Porträts fotografisch verdichtet. Seine auf Reisen nach Genua, Lüttich und Paris entstandenen Auf-nahmen äußern Walter Vogels Bemühen, in ihrem Bestand gefährdete Milieus zu dokumentieren. An Orten unterschiedlichen Charakters nähert er sich den Men-schen, stets mit einer Haltung aus Respekt und Feingefühl. So überzeugen seine Aufnahmen durch ihre außergewöhnlicher Authentizität und kompositorischer Dichte.

Walter Vogels Vorliebe für eine essayistische Erschließung seiner Themen führt ihn schon früh zur der Idee von Buchveröffentlichungen. Die vor allem aus seiner Liebe zu Italien und dessen Espresso-Bars hervorgegangenen Bildbände, gehö-ren heute zu Vogels bekanntesten Publikationen. Ihnen folgte bis 2004 eine Rei-he weiterer Buchveröffentlichungen. Walter Vogel lebt in Düsseldorf.

Eröffnung:
Sonntag, 10. September, 11 Uhr, Museum Sankt Ingbert
Walter Vogel ist anwesend.
Musikalische Umrahmung: Helmut Eisel (Klarinette)

Führungen:

an folgenden Sonntagen jeweils um 15 Uhr

24. September, 1., 15. und 29. Oktober, 12. und 19. November 2006

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