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Gesundheitsminister Josef Hecken: Legalisierung von Cannabis ist Irrweg.

„Die Legalisierung und Enttabuisierung von Cannabis ist ein Irrweg, der weder politisch noch gesellschaftlich beschritten werden kann und darf“, so Gesundheitsminister Josef Hecken anlässlich der gestarteten Volksinitiative zur Legalisierung der Droge in der Schweiz. „Neben Alkohol und Nikotin ist Cannabis mittlerweile die Partydroge Nummer eins unter den Jugendlichen. Hier zeichnet sich ein gefährlicher Trend ab, denn immer mehr junge Menschen konsumieren immer größere Mengen. Cannabis darf aber weder bagatellisiert, noch verharmlost werden“.

Cannabis ist die mit Abstand am häufigsten konsumierte illegale Droge bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Europa. Beunruhigend ist allerdings auch die Zunahme des Konsums von aufputschenden Substanzen (Amphetamine und Kokain). Dagegen scheint der Konsum von Heroin bundesweit nicht weiter anzusteigen, so Hecken. Nach der Europäischen Schülerstudie sowie der Drogenaffinitätsstudie hatten bei den Schülern (15-17-Jährige) über 24 % in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert, in der gesamten Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen (12-25-Jährige) waren es 13 %. „Die beiden Zahlen verdeutlichen, dass erheblich mehr Jugendliche Cannabis konsumierten als junge Erwachsene“, so Hecken.

Auf das Saarland bezogen bedeutet dies, dass rund 5.600 Schüler (15-17 Jahre) im Saarland in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert haben und ca. 20.000 Jugendliche und junge Erwachsene (Altersgruppe der 12-25-Jährigen). Die Zunahme cannabisbezogener Anfragen nach Beratung und Behandlung konnten auch die saarländischen Suchtfachstellen bestätigen. Allgemein setze sich die Erkenntnis durch, dass gerade bei Jugendlichen der Konsum von Alkohol und Tabak dem Einstieg in den Konsum illegaler Substanzen vorausgehe. Daher werde die Prävention dieser legalen Suchtmittel in unterschiedlichen Kampagnen in den Vordergrund gestellt. Weitere Informationen und Hilfen bieten aber auch die saarländischen Gesundheitsämter, die Suchtpräventionsfachstellen sowie die Clearingstelle für Suchtkrankenhilfe im Ministerium für Justiz, Gesundheit und Soziales an.

Forschungsergebnisse zeigen, dass regelmäßiger Konsum von Haschisch und Marihuana dauerhafte Schäden hervorrufen kann, wie etwa Störungen bei der Wortfindung, bei der Koordination von Bewegungen oder ein eingeschränktes Lernvermögen. Die Gefahr wächst, wenn Jugendliche bereits mit 12 bis 15 Jahren mit Cannabis beginnen. Konsumfolgen wie Teilnahmslosigkeit oder Aktivitätsverlust wirken sich auf das Leben der Jugendlichen enorm aus. Sie werden den Leistungsanforderungen in Schule und Berufsausbildung nicht mehr gerecht und rutschen unter ihr eigentliches Niveau. Auch das Erwachsenwerden wird gestört, so Hecken.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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