Nachrichten

Samstag, 16. Dezember 2017 · bedeckt  bedeckt bei 1 ℃ · X-Mas Special: Night of the DJs im EventhausThemenabend in der Kinowerkstatt: Peter HandkeSt. Ingberter Jazzfestival 2018 – Early-Bird-Tickets!

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

FWG: Innenstadt kontra Baumwollspinnerei

Die Freie Wählergemeinschaft St. Ingbert (FWG) kritisiert die von der CDU aufgestellten Planspiele zum Thema Baumwollspinnerei. Nach Ansicht der Freien Wähler handelt es sich nicht um eine kommunale Aufgabe. Christian Haag, Fraktionschef der FWG im St. Ingberter Stadtrat: ‚Die Alte Baumwollspinnerei wurde von einem Privatmann mit dessen eigenen kommerziellen Absichten erworben. Es kann wirklich nicht Aufgabe öffentlicher Haushalte sein, den persönlichen wirtschaftlichen Erfolg privater Immobilienanleger zu garantieren.’

Die Baumwollspinnerei mit ihrer vorhandenen Bausubstanz ist mit Sicherheit in St. Ingbert ein architektonischer Orientierungspunkt. Allerdings ist eine ökonomisch sinnvolle Nutzung kaum zu erzielen, da die Infrastruktur mit ausreichend Zuwegungen und Parkplätzen nicht ohne Weiteres herzustellen ist.

Fraktionschef Haag zeigt sich besonders verwundert, dass man seitens der CDU dem Bürger weismachen will, die angedachten Investitionen in die Baumwollspinnerei würden die Innenstadt fördern: ‚Genau in dem Bereich, wo man die Einkaufsmeile in Richtung Baumwollspinnerei verlässt, stehen seit Kurzem wieder etliche Läden leer.’ Statt sich intensiv um die Wiederbelebung dieses Bereichs zu kümmern, betreibe man erneut solche Projekte, die St. Ingbert nicht weiterbringen.
Als Negativbeispiel hierfür nennt er die Vorgänge rund um das Drahtwerk Süd, wo bereits Millionen von Euro aus dem städtischen Haushalt in die marode Bausubstanz von Mechanischer Werkstatt und umliegenden Gebäuden geflossen sind, ohne irgendeinen Nutzen für Stadt und Bürger zu erzielen.
Da die Entwicklung im Drahtwerk vergleichbar ist, weigern sich die Freien Wähler mit der Baumwollspinnerei ein weiteres derartiges Millionengrab im Stadtgebiet aufzumachen.

Die FWG fordert in diesem Zusammenhang, die Innenstadt in ihrem Kern zu fördern und den Innenstadtbereich neu zu definieren. ‚Es macht keinen Sinn, immer größere Kreise um eine schrumpfende Geschäftswelt in der Fußgängerzone zu machen.’, meint Christian Haag zur Einbeziehung der Baumwollspinnerei in den Innenstadtbereich. ‚Vielmehr muss man den Teil, der noch mit Händlerleben gefüllt ist pflegen und hegen, um ihn nicht auch noch zu verlieren.’

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017