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„Matchpoint“ von Woody Allen in der Kinowerkstatt

es spielen Jonathan Rhys-Meyers (Chris Wilton), Scarlett Johansson (Nola Rice), Emily Mortimer (Chloe Hewett Wilton), Brian Cox (Alec Hewett), Matthew Goode (Tom Hewett), Penelope Wilton (Eleanor Hewett), James Nesbitt (Detective Banner), Ewen Bremner (Inspector Dowd), Rupert Penry-Jones (Henry), Margaret Tyzack (Mrs. Eastby), Morne Botes, Xander Armstrong, Zoe Telford, Colin Salmon, Miranda Raison, Rose Keegan, Eddie Marsan, Steve Pemberton. Es ist dieser eine klitzekleine Moment, in dem der Tennisball auf der Netzkante tanzt und sich nicht entscheiden mag für die ein oder andere Seite, für vorwärts oder rückwärts, Sieg oder Niederlage. Der entscheidende Augenblick, in dem alle Optionen für den Bruchteil einer Sekunde in der Schwebe hängen. Woody Allen ist das Kunststück gelungen, aus dieser atemberaubenden Winzigkeit einen abendfüllenden Film zu machen. Und was für einen!
Dies ist ein Woody-Allen-Film ohne Woody Allen, in dem man ihn keine Sekunde vermißt. Das war nicht immer so. Insgeheim hat man ihn sich selbst dann herbeigewünscht, wenn die Filme eigentlich ganz gut ohne ihn auskamen. Aber „Match Point“ ist eben ein Film, der so anders ist als alles, was Woody Allen bisher gemacht hat, daß man kaum auf die Idee käme, er sei von ihm, wenn man es nicht besser wüßte. Natürlich ist schon diese Aussage an sich eine Herausforderung, das Gegenteil zu beweisen und Entwicklungslinien nachzuzeichnen, die gar nicht anders können, als in diesen Film zu münden – aber es ändert nichts am Befund. Ob Woody hier nun völlig außer sich oder ganz bei sich ist, „Match Point“ ist ein Aufbruch zu neuen Ufern, ein Woody-Allen-Film, wie man noch keinen gesehen und wie man ihn auch eigentlich kaum mehr erwartet hat.
Inahlt: Das Leben der British Upper Class scheint sorglos. Man vertreibt die Zeit in exklusiven Tennisclubs oder in Londons zahlreichen inspirierenden Kunstgalerien. Man widmet sich eben den schönen Seiten des Lebens. Dem jungen Chris Wilton (Jonathan Rhys-Meyers) erscheint dieser Lebensstil sehr reizvoll. Der mittellose Ire will als Tennislehrer seinen Lebensunterhalt verdienen und wird prompt von einem exklusiven Tennisclub angeheuert. Dort trifft er auf Tom Hewett (Matthew Goode), der Chris in seine wohlhabende Familie einführt. Toms süße Schwester Chloe (Emily Mortimer) verliebt sich in den smarten Tennislehrer, Chris hingegen findet Gefallen an Toms amerikanischer Verlobten Nola (Scarlett Johansson). Er beginnt eine Affäre mit ihr, heiratet aber dennoch die vermögende Chloe. So richtet er sich sein Leben zwischen Tennisplatz, ehelicher Luxus- Maisonettewohnung, Büro und Nolas bescheidener Hütte ein. Doch das Doppelleben bleibt nicht ohne Folgen.

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