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Biosphären-Zweckverband Bliesgau wurde gegründet

Im Rahmen ihrer ersten Zusammenkunft seit der Bildung des Zweckverbandes am vergangenen Donnerstag, haben die Vertreter der Bliesgau-Gemeinden Gersheim, Kleinblittersdorf, Kirkel und Mandelbachtal und der Städte Blieskastel, Homburg und St. Ingbert sowie des Saarpfalz-Kreises und des Ministeriums für Umwelt heute Annelie Faber-Wegener, die Bürgermeisterin der Stadt Blieskastel, zur Zweckverbandsvorsteherin gewählt.

Zu ihrem Stellvertreter wurde der Bürgermeister von Mandelbachtal, Herbert Keßler, gewählt. Versammlungsleiter der Gründungsversammlung, die in Blieskastel stattfand, war Umweltminister Stefan Mörsdorf. Sitz des Biosphären-Zweckverbandes und seiner Geschäftsstelle wird künftig Blieskastel sein. „Mit der Gründung des Biosphären-Zweckverbandes Bliesgau und mit der Wahl des Zweckverbandsvorstehers kann die Arbeit im Bliesgau jetzt richtig losgehen“, so Umweltminister Stefan Mörsdorf. Der Zweckverband hat als Organisationsstruktur gerade für die Verwaltung der künftigen Biosphäre Bliesgau ganz wesentliche Vorteile. Er bietet insbesondere den Gemeinden der Biosphärenregion und dem Landkreis die Möglichkeit, eigene Akzente in der Biosphäre zu setzen und die Entwicklungen in der Biosphärenregion mitzugestalten. Mitglieder des Biosphären-Zweckverbandes Bliesgau sind: der Saarpfalz-Kreis, die Gemeinden Gersheim, Kleinblittersdorf, Kirkel, und Mandelbachtal sowie die Städte Blieskastel , Homburg und St. Ingbert gemeinsam mit dem Saarland, das durch das Ministerium für Umwelt vertreten ist. „Der Zweckverband als Organisationsstruktur für eine Biosphärenverwaltung ist in Deutschland ein absolutes Novum“, so Stefan Mörsdorf. „Er bringt den Gemeinden handfeste Vorteile: Denn die Kommunen sind hier die handelnden Akteure! Schließlich bietet der Zweckverband mit seiner Zeckverbandsversammlung, in der die Vertreter der Bliesgau-Gemeinden die Mehrheit haben, ideale Voraussetzungen dafür, den Ideen- und Interessenaustausch der Bürgerinnen und Bürger, der kommunalen Verwaltungen und der Biosphärenverwaltung miteinander zu verzahnen. Außerdem haben die Gemeinden so die Möglichkeit, alle Planungen und Aktivitäten zu lenken und intensiv zu begleiten.“ In die Vertreterversammlung des Biosphären-Zweckverbandes Bliesgau entsenden die Gemeinden und der Landkreis neben ihrem Bürgermeister/ihrer Bürgermeisterin jeweils zwei Mitglieder aus den Gemeinderäten und dem Kreisrat.
Darüber hinaus wird es im Biosphären-Zweckverbandes Bliesgau auch einen beratenden Beirat geben, in dem unterschiedliche gesellschaftliche Interessenverbände der Bürgerinnen und Bürger vertreten sein werden. „Mit unserem neuen Naturschutzgesetz und mit der Gründung des Biosphären-Zweckverbandes haben wir jetzt gute Voraussetzungen geschaffen, die eine möglichst zügige Anerkennung der Biosphärenregion durch die UNESCO vorbereiten“, so Mörsdorf. „Der UNESCO-Antrag ist jetzt ebenfalls fertig! Er wird noch redaktionell bearbeitet. Er wird dann das Ministerium für Umwelt Richtung Bonn verlassen und dem nationalen MaB-Komitee (Man and biosphere), das für die UNESCO-Anerkennung mit verantwortlich ist, weitergeleitet.“ Zu den weiteren Themen der Gründungsversammlung gehörte auch die künftige personelle Ausstattung des Zweckverbandes: Es wurde ein Personalausschuss gebildet, der die Ausschreibung der Position eines Zweckverbandsgeschäftsführers und weiterer Mitarbeiter sowie die Vera bschiedung des Haushaltes durch die Zweckverbandsversammlung vorbereiten soll.

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