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Gesundheitsminister Josef Hecken: Verstärkte Kontrollen am Flughafen Ensheim und auf saarländischen Autobahnen.

„Nach den aktuellen Geflügelpestfällen in der Türkei hat das Saarland seine Maßnahmen zum Schutz vor einer Einschleppung der Tierseuche ausgeweitet und die Kontrollen im Straßen- und Luftverkehr verstärkt“, so Gesundheitsminister Josef Hecken anlässlich der heutigen Verkehrskontrolle an der Goldenen Bremm in Saarbrücken, bei der Veterinäre des Gesundheitsministeriums gemeinsam mit dem Zoll Fahrzeuge aus betroffenen osteuropäischen Ländern kontrollierten.

Am Flughafen Saarbrücken wurden von Oktober bis Dezember 2005 insgesamt 36 Flugzeuge aus der Türkei sowie Transferflieger, die Fernreisende von anderen deutschen Flughäfen nach Saarbrücken bringen, kontrolliert. Im Rahmen der durchgeführten Kontrollen wurden in diesem Zeitraum insgesamt 30 kg Lebensmittel beschlagnahmt und vernichtet.

Im Januar wurden bislang 5 Flugzeuge kontrolliert. Hierbei handelte es sich um Vollkontrollen. Insgesamt wurden ca. 80 kg Lebensmittel beschlagnahmt, davon alleine in der am 16. Januar aus der Türkei angekommenen Maschine (Vollkontrolle der 187 Passagiere durch 9 Zollbeamte) 20 kg Fleisch- und Wurstwaren sowie 55 kg Käse.

Neben den Kontrollen am Flughafen stehen auch unangekündigte Kontrollen durch „Mobile Teams“ des Zoll im Straßenverkehr auf der Liste der Vorsorgemaßnahmen. Da das größte Risiko zur Zeit immer noch von illegalen Einfuhren ausgehe, stehen vor allem Fahrzeuge aus der Türkei, der Ukraine, aus Russland, Rumänien und Kroatien im Focus der Kontrollen.

„Die Zusammenarbeit aller Beteiligten an diesen Kontrollen läuft sehr gut und ich bedanke mich ausdrücklich bei allen die daran mitarbeiten, die Gefahr der Einschleppung von Geflügelpest-Viren nach Deutschland und in das Saarland zu verringern/verhindern“ so Minister Hecken.

Minister Hecken mahnte nochmals Touristen zur Vorsicht. Die wichtigste Vorbeugemaßnahme bestehe im Meiden von lebendem oder totem Geflügel, d.h. Verzicht auf Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten. Das Virus werde durch Erhitzen bei 70°C abgetötet. Diese Temperatur müsse beim Kochen oder Braten im Innern des Fleisches oder des Eies erreicht werden. „Nach heutigem Wissensstand ist der Verzehr von so zubereiteten Geflügelgerichten und Eiern unbedenklich. Die Möglichkeit einer Übertragung durch rohe Geflügelspeisen wird vermutet. Sofern nicht gänzlich auf Geflügelgerichte verzichtet wird, sind bei der Zubereitung bestimmte Hygienemaßnahmen zu beachten. Generell wird bei Aufenthalt in Ländern mit Vogelgrippe als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Händehygiene mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen“, so Hecken.

Seit 1997 ist bekannt, dass bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren Vogelgrippeviren auch auf den Menschen übertragbar sind. Das Virus findet sich in Sekreten der Atemwege der Vögel. Es ist aber vor allem im Kot infizierten Geflügels konzentriert. Die Übertragung auf den Menschen findet vermutlich hauptsächlich durch Inhalation virushaltiger Staubteilchen bzw. durch Tierkontakt bei mangelnder Händehygiene statt. In wenigen Fällen wird die Übertragung durch den Genuss roher Geflügelgerichte erklärt. Vereinzelt wird eine Übertragung vom Kranken auf andere Personen durch engen Kontakt vermutet. In Einzelfällen (z.B. in Indonesien) konnte der Ansteckungsweg nicht geklärt werden.

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