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Kinowerkstatt – Programm vom 4. – 7. Juni

„Hoffenheim – Das Leben ist kein Heimspiel“

Die Kinowerkstatt zeigt am Freitag, den 4. Juni, um 19 Uhr und am Samstag, den 5. Juni, um 21 Uhr „Hoffenheim – Das Leben ist kein Heimspiel“ (Deutschland 2010) von Marten Pfeiffer und Rouven Rech (lief im Max-Ophüls-Wettbewerb)
Hoffenheim! Der kleine Stadtteil von Sinnsheim, hat genau eine einzige Tankstelle. Und eben auch jenen großen Fussballverein, über den alle reden, diesen Dorfverein, die TSG 1899 Hoffenheim. Über diesen Verein kann man viel schreiben, denn in den letzten drei Jahren ist verdammt viel passiert. Nicht nur die Fanszene hat sich gewandelt, auch das Stadion, die Vereinsführung und die Spieler. Das alles haben in einem Langzeitprojekt die Filmemacher Frank Marten Pfeiffer und Rouven Rech dokumentiert.
Mehr als drei Jahre lang haben die beiden die Aufstiege der TSG von der Regionalliga bis in die Bundesliga dokumentiert, haben Fans befragt, Marketingsitzungen besucht und mit Mäzen Dietmar Hopp gesprochen. Die Stars und Hauptdarsteller des 100-minütigen Films sind der Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim, Jochen A. Rothaus, und Torro, der Fan der ersten Stunde. Und eben dieser Torro erobert die Herzen der Zuschauer im Flug, schaut es am Anfang noch so aus, als wäre er einfach nur ein langweiliger Dorfbewohner, stellt sich schnell heraus, dass Torro der Fan überhaupt ist. Als Fanclubvorsitzender und Gründer des allerersten Hoffenheim Fanclubs gibt es in seinem Leben nur eines, nämlich das Fansein! Bratwurst und Bier im Baucontainer, was will man mehr. Im Gegensatz dazu steht Jochen A. Rothaus, der als Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim versucht ein rentables Fußballunternehmen aufzuziehen und dabei auch nicht zurückschreckt, alte und neue Mitarbeiter gewaltig zusammenzufalten. Vor allem sein Assistent hat es dabei nicht leicht. Aber trotzdem ziehen alle an einem Strang, bei dem großen Ziel, „die Herzen zu akquirieren“ und mehr Identifikation zu schaffen…

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„Herzblut – Der FCK-Film“

Die Kinowerkstatt zeigt am Samstag, den 5. Juni, um 18 Uhr „Herzblut – Der FCK-Film“ von Marc Litz und
Thomas Füßler mit Luis Robles, Martin Amedick, Moussa Ouattara, Roger Lutz, Horst Schömbs, Stefan Kuntz.
Mit der 0:2-Niederlage des 1. FC Kaiserslautern gegen den späteren Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim schien der Abstieg des ehemaligen deutschen Fußballmeisters und DFB-Pokalsiegers in die dritte Fußball-Liga und damit ins Nirgendwo besiegelt. „Außer Sippel könnt ihr alle gehen“, schrien die Fans der Mannschaft am Ende des denkwürdigen Spiels entgegen.
Was danach folgte, war eine Trotzreaktion, welche die Spieler- und Fangeschichten des 1. FC Kaiserslautern bis heute und vermutlich in alle Ewigkeit prägen wird. Mit dem 3:0-Sieg der wieder auferstandenen Mannschaft gegen den 1. FC Köln wurde der Klassenerhalt unter Fritz-Walter-Regen besiegelt. Die Region gab sich dem Taumel der gefühlten Meisterschaft hin. Währenddessen reifte im 23-jährigen Zweibrücker Filmemacher Marc Litz der Entschluss, diese Ereignisse und die Geschichte des FCK im Rahmen einer rund 90-minütigen Dokumentation aufzuarbeiten.
Gemeinsam mit dem freien Journalisten Thomas Füßler hielt er die Ereignisse der folgenden Saison 2008/2009 fest, traf sich mit Trainern, Spielern und Verantwortlichen des FCK und begab sich auf die Suche nach Fans, die das Betzenberg-Gefühl mit jedem einzelnen ihrer Atemzüge leben.
Mithilfe des FCK ist es dem Autorenteam gelungen, bisher unveröffentlichte Szenen des 18. Mai 2008 in eine Dokumentation einzubinden, welche die Geschichte von Menschen wie Matthias Gehring zeigt, der mit seinem rot geschminkten Kopf, auf dem das FCK-Logo prangt, für Fernsehkameras und Fotoapparate ein begehrtes Objekt geworden ist.
Der Film stellt die „Betze-Oma“ Lieselotte Lorenz vor, die sich an ihre persönlichen Freunde Fritz und Italia Walter erinnert und die aus dem Hintergrund ihrer 50-jährigen Fußball-Fangeschichte erklärt, warum der 18. Mai für den Fortbestand des Vereins viel wichtiger ist, als alle bisher durch den FCK gewonnen Meisterschaften.
Helmut Rasch erinnert sich an gemeinsame Spieltage mit Fritz Walter aus der Meisterschaftself des Jahres 1951.
Spieler, wie der „Pfälzer Bub“ Manuel Hornig, erklären, warum es etwas ganz Besonderes für sie ist, wenn sie als Profi für den FCK um Punkte kämpfen.
Der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz erinnert sich, wie seine damals neue Mannschaft Besiktas Istanbul in das Zentrum der FCK-Fankultur gelangte.
Der Dokumentarfilm spiegelt die Herzblut-Gefühle der Beteiligten genauso wieder, wie sie sich für jeden einzelnen Protagonisten dargestellt haben. Mit Freude, Leid und Tränen, in 90 Minuten Länge, wie ein Fußballspiel, nur ohne Halbzeitpause.

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„Im Schatten des Tafelberges – when the mountain meets its shadow“
– Dokumentarfilm von Alexander Kleider und Daniela Michel, Südafrika 2010 läuft am Sonntag, den 6. Juni, um 18 Uhr in der Kinowerkstatt.

Kapstadt, Südafrika 2009. In kaum einer anderen Stadt der Welt liegen Armut und Reichtum so dicht beieinander wie am Kap der guten Hoffnung. Der Dokumentarfilm „When the Mountain Meets its Shadow – Im Schatten des Tafelberges“ erzählt die Geschichten von Ashraf, Mncedisi, Zoliswa und Arnold, die in den Armenvierteln rund um Kapstadt auf unterschiedliche Art und Weise ums Überleben kämpfen. Ashraf und Mncedisi von der Anti Eviction Campaign setzen sich täglich in den Townships gegen Zwangsräumungen und Wassersperrungen ein. Zoliswa, eine alleinerziehende Mutter, sucht eine neue Stelle als Hausangestellte und Arnold macht eine Ausbildung zum bewaffneten Wachmann in der boomenden Sicherheitsindustrie. Als die Stadtverwaltung eine komplette Armensiedlung wegen der Fussball-WM 2010 räumen lassen will, werden Ashraf und sein Freund Mncedisi mit ihren eigenen unverarbeiteten Erlebnissen aus der Zeit der Apartheid konfrontiert. Mit starken Portraits und beeindruckenden Aussagen zeichnet der Film ein Bild der südafrikanischen Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Apartheidvergangenheit und Anpassung an die neoliberale Weltwirtschaft.

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„Das größte Spiel der Welt“

Die Fußball-WM ist ein Großereignis. Nicht nur in Deutschland, sondern rund um den Globus. Welche Strapazen die Indios im Urwald oder die Tuareg in der Wüste auf sich nehmen, um ihrer Leidenschaft zu frönen, zeigt „Das größte Spiel der Welt“, (Deutschland / Spanien 2005 – Originaltitel: La gran final – Regie: Gerardo Olivares – ) am Sonntag, den 6. Juni, um 20 Uhr in der Kinowerkstatt zu sehen.
Die Fußball-WM 2002 in Japan und Korea fiebert ihrem großen Finale entgegen: dem Endspiel zwischen Deutschland und Brasilien. So finden sich in den Weiten des mongolischen Altaimassivs Dalai Khan (Shag Humar Kahn) und Aldanish (Abu Aldanish) nach erfolgreicher Jagd im Familienzelt zum Fernsehgucken ein. In der nigerianischen Tenere Wüste muss Tuareg Hassan (Atibou Aboubacar) mit seiner Karawane so manches Hindernis überwinden. Derweil versucht der Amazonas-Indio Xama (Jenesco Kaapor) seinen Fernseher anzuschließen.
Köstliche Komödie über den weltweiten Fußballwahn, vor dem auch die entlegensten Gebiete nicht verschont bleiben. Einfallsreichtum und Willensstärke sind solcherorts dringend nötig, wenn die isoliertesten Gemeinschaften dem globalen Sport beiwohnen wollen.

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„Bando und der goldene Fußball“

Im Familienkino (ab 6. Jahre) ist am Sonntag, den 6. Juni, um 16 Uhr der Film „Bando und der goldene Fußball“ (Frankreich, Guinea 1993, Regie: Cheik Doukouré) zu sehen.
Er ist zwar nicht gerade gut im Rechnen, aber vom Fußballspiel versteht er alles – denn der zehnjährige Bando aus dem kleinen Dorf Makono in Guinea hat einen Traum: Er will Fußballspieler werden, der Größte, so gut wie Roger Milla, der bei der Fußballweltmeisterschaft 1990 den Makossa tanzte.
Was braucht man, wenn man Champion werden will? Na klar, einen richtigen Lederfußball – in Guinea schwer zu bekommen und schrecklich teuer. Auch die Zeit zum Fußballspielen ist knapp, denn Bando muß nicht nur zur Schule, sondern schon richtig hart mitarbeiten. Erstmal dribbelt er mit einem selbstgemachten Ball, schließlich kann er ja nicht ewig warten.

Eines Tages schenkt Madame Aspirin, die weiße Ärztin, Bando einen Lederfußball…

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„Immer Ärger mit Harry“

Im Rahmen des Filmkollegs ist am Montag, den 7. Juni, um 18 Uhr „Immer Ärger mit Harry“ von Alfred Hitchcock mit Edmund Gwenn, John Forsythe, Mildred Natwick, Mildred Dunnock, Jerry Mathers, Royal Dano, Parker Fennelly, Barry Macollum, Dwight Marfield, Shirley MacLainezu sehen. Beim Spielen im Wald entdeckt der kleine Arnie Rogers die Leiche eines gewissen Harry. Dessen Interesse hält sich aber in Grenzen – ganz im Gegensatz zu einigen Dorfbewohnern. So etwa Veteran Albert Wiles, der vermutet der Tote könne das Opfer seiner Jagdleidenschaft sein. Doch auch andere fühlen sich irdendwie für den Fund verantwortlich, da wäre seine Witwe Jennifer und die alte Jungfer Ivy Gravely. Die Bemühungen um die Beseitigung der Leiche sind aber immer wieder vergeblich…

Rabenschwarze, skrurrile Komödie, in der Hitchcock seinen britischen Humor so richtig auskosten konnte.
Besprechungim Rahmen des Filmkollegs am Mittwoch, den 9. Juni, um 19:30 Uhr

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„Zwei glorreiche Halunken“

Am Montag, den 7. Juni, um 20 Uhr: „Zwei glorreiche Halunken“ (The good, the bad and the ugly“, Italien 1966 von Sergio Leone; Drehbuch: S. Leone, A. Scarpelli, l Vincenzoni; mit Clint Eastwood, Eli Wallach, Lee van Cleef, Mario Brega, u.a. Restaurierte Fassung: 178 min., Soundtrack von Ennio Morricone) – ein Klassiker des Italowestern zum 80. Geburtstag von Clint Eastwood.

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1865–2017