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Die Herbst-Orgel zu Lahm-Itzgrund und andere Kleinode der Orgelbaukunst im Coburger Land

St. Ingbert / Homburg. Die Herbst-Orgel zu Lahm-Itzgrund und andere Kleinode der Orgelbaukunst im Coburger Land sind Ziel der Orgelkundereise vom 04. bis 07. August 2010, zu der die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz, die Fritz-Neumeyer-Akademie für Alte Musik und die Abteilung Kirchenmusik Saarpfalz einladen. Als Orgelkunde-Fachmann konnte der Münchener Organist Christian Brembeck gewonnen werden.
Auf dem Programm stehen erlesene Beispiele barocken, romantischen und zeitgenössischen Orgelbauschaffens: die Seuffert-Orgel von 1744 in Kloster Banz sowie die Bach-Orgel in Lahm im Itzgrund der Orgelbauerfamilie Herbst von 1732; sie zählt zu den kostbarsten Orgeln mitteldeutscher Schule im europäischen Raum. In einem Orgelkonzert stellt Christian Brembeck die klanglichen Möglichkeiten dieses Instrumentes vor; bei einem Workshop haben Interessierte die Möglichkeit, die Orgel näher kennenzulernen. Alternativ kann die Stadt Bamberg erkundet werden. Im UNESCO-Weltkulturerbe Bamberger Altstadt befindet sich eine zweimanualige Orgel der bedeutenden Orgelbauerfamilie Steinmeyer von 1848, an der die klangliche Opulenz und Schönheit spätromantischer Orgeln zu bewundern ist. Die Orgelbauerfamilie Hofmann prägte über drei Generationen hinweg die Orgellandschaft im Raum Coburg. Zeugnisse davon sind die Orgeln in Meeder (1812), Neustadt (1848) und Gauerstadt (1800. Die spätgotische Stiftskirche in Römhild ist schon wegen ihrer außergewöhnlichen Gewölbe einen Besuch wert. Darüberhinaus beherbergt sie die älteste Orgel der Region von 1681. Ein weltweit einzigartiges Kuriosum ist in Bedheim zu bestaunen: Die Hauptorgel und eine Schwalbennestorgel (1721) sind durch ein kompliziertes System so miteinander verbunden, daß beide Instrumente im barocken „Stereosound“ gespielt werden können. Interessante Neubauten sind in Coburg (Rohlf-Orgel) und in der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen zu erleben; die dortige Rieger-Orgel mit 70 Registern ist ein sinfonisch orientiertes Großinstrument. Auf der Rückfahrt bleibt Zeit für die ehemalige Zisterzienserabteikirche Ebrach, einen der bedeutendsten frühgotischen Kirchenbauten mit prächtiger barocker Ausstattung.
Bei allen Orgeln erfolgt eine Einführung in Typ und Bauweise des Instruments sowie eine konzertante Vorführung. An einigen Orten besteht die Möglichkeit, auch selbst zu spielen. Daneben gibt es kunsthistorisch Wissenswertes zu den Kirchen. Beim Workshop in Lahm ist wowohl aktive wie passive Teilnahme möglich. Weitere Highlights der Reise sind die beiden Orgelkonzerte mit Christian Brembeck an den Orgeln in Lahm und in Gauerstadt.
Im Reisepreis von 459,- Euro pro Person im DZ (EZ-Zuschlag: 55,- Euro) sind Busfahrt, 3x Übernachtung mit Halbpension in einem guten Mittelklassehotel, Eintritte, Orgelvorführungen u. -konzerte, Orgelworkshop, Alternativprogramm und Führungen lt. Programm enthalten.

Zustiegsmöglichkeiten bestehen in Saarbrücken, St. Ingbert, Homburg, Kaiserslautern und Ludwigshafen.

Informationen und Anmeldung bei:
Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz, Karl-August-Woll-Str. 33, 66386 St. Ingbert
Telefon: (0 68 94) 9 63 05 16, E-Mail: kebsaarpfalz@aol.com

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1865–2017