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Schon wieder gewonnen?

derzeit erhalten Verbraucher von einer Euro-Gewinnbenachrichtigungszentrale ein Anschreiben zur Auszahlung Ihres 3. Preises in Höhe von 2.000 Euro in bar.
Der Absender des Schreibens gibt an, unter Aufsicht das große Rätsel-Gewinnspiel für verschiedene Katalog-Firmen durchgeführt zu haben, wo der Angesprochene als Kunde gelistet sein soll. Mit dem Namen angesprochen, wird dem glücklichen Gewinner mitgeteilt, dass auf ihn der dritte Preis entfallen sei und somit 2.000 Euro zur Auszahlung bereitstehen.
Den telefonischen Anfragen bei den Verbraucherschützern ist zu entnehmen, dass Verbraucher davon ausgehen, nun tatsächlich 2.000 Euro gewonnen zu haben.
Weit gefehlt, so Silke Schröder von der Verbraucherzentrale Saarland, denn, wer sich den 3. Preis, 2.000 Euro in bar, genauer anschaut erkennt in der Abbildung, dass nur eine Nominierung auf den 3. Preis ausgelobt wird. Wobei Nominierung nichts weiter heißt, als dass die Möglichkeit zu einem Gewinn besteht.
Wer noch genauer hinschaut und genau liest, erfährt, dass dort steht: „nominiert ist: Rubbellosgewinner Frau/Herr Sowieso, noch nicht ausgehändigt.“
Das Wort „Rubbellosgewinner“, wird dabei optisch in den Hintergrund gerückt und ist so leicht überlesbar.
Übersetzt bedeutet diese Aussage, dass Verbraucher sozusagen aufgestellt sind, d.h. es besteht die Möglichkeit zu einem Gewinn mittels Rubbellos.
In dem Anschreiben steht weiter: „Der Bargeldgewinner, Frau/Herr Sowieso erhält garantiert 2.000 Euro in bar ausgezahlt.“
Demnach kann nur Gewinner sein, der auch tatsächlich ein Rubbellos mit Gewinn zieht!
Die Angeschriebenen werden zudem eingeladen, zur Übergabe und Auszahlung an einem Ausflug teilzunehmen. Da der Förderverein Elsass die Angeschriebenen zu einer kostenlosen Rundfahrt begrüßt, kann nur vermutet werden, dass der Ausflug eventuell in das Elsass führt. Dabei sollen Reise-Messe-Neuheiten mit Top Angeboten vorgeführt werden. Die Teilnahme ist zwar freigestellt, aber jeder Teilnehmer der Verkaufsveranstaltung erhält ein Riesen-Schlemmerpaket, bestehend aus z.B.500g hausgemachter Schinkenwurst, 350 g hausgemachter Jagdwurst usw.

Die Anmeldung erfolgt über eine angehängte Postkarte, die ausgefüllt zurückgesendet werden soll. Dabei fällt auf, dass die Rückantwort an eine Kaiserplus Reisen UG/Haftungsbeschränkt erfolgt, die nur unter Postfachangabe in 28808 Stuhr zu erreichen ist.
Während auf dem Anschreiben selbst nirgendwo die Telefonnummer der Veranstalter zu finden ist, wird bei der Anmeldung das Geburtsdatum und die Telefonnummer der vermeintlichen Gewinner abgefragt.
Hier heißt es aufgepasst, so Silke Schröder von der Verbraucherzentrale, denn wir warnen immer wieder persönliche Daten allzu großzügig weiterzugeben.
Zwar erfordert die Datenweitergabe an Dritte die Zustimmung des Betroffenen, was aber nicht bedeutet, dass Verbraucher nachher nicht mit unerbetenen Werbeanrufen zu tun haben könnten.

Ansprechpartnerin für die Presse: Silke Schröde

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017