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JU: Finger weg von unserer Fußgängerzone!

Dabei wurde angeregt die Fußgängerzone entweder teilweise (Ludwigstraße) oder wieder ganz für den Verkehr freizugeben damit “Laufkundschaft” angelockt wird.

Die Junge Union (JU) St. Ingbert steht mit diesem Vorschlag auf Kriegsfuß, denn dies wäre ein Rückschritt in der St. Ingberter Stadtentwicklung.

Dazu Florian Jung, der Vorsitzende des Stadtverbandes der JU: „Wie angenehm und schön es ist, bei einer Tasse Kaffee oder einem Eisbecher vor dem Lokal zu sitzen und ein paar Sonnenstrahlen ohne Autolärm oder Abgase zu genießen, weiß jeder. Dieser Pluspunkt unserer Fußgängerzone betrifft nicht nur Familien mit Kindern, sondern alle von Jung bis Alt!“
Daneben würde sich auch das Gesamtbild der Innenstadt durch Freigabe von Durchgangsverkehr wieder ändern, in die Richtung die St. Ingbert bis in die 80er Jahre bereits hatte, denn bis dahin hatte St. Ingbert überhaupt keine Fußgängerzone.
Diese wurde damals mit großem Kostenaufwand errichtet und von der Mehrheit der Bürger sehr begrüßt.

Florian Jung führt weiter aus: „Für die St. Ingberter Bürger wäre es sicherlich schwer vorstellbar, dass direkt vor unserer schönen barocken alten Kirche wieder Autos knapp 2 m vor dem Haupttor vorbeifahren würden.
Einige Lokale (z.B. Eiscafé Europa oder LEO`s) müssten auf Außenbestuhlung gänzlich verzichten, was nicht gerade förderliche Auswirkungen hätte.
Zudem würde dieser “Rückbau” der Fußgängerzone auch noch hohe Kosten verursachen, die dann letztlich wieder der Bürger zahlen müsste. Dieses veranschlagte Geld würde man besser für die Förderung neuer Geschäfte nutzen.
Außerdem ist fraglich ob die genannte Einführung von Kurzparkplätzen wirklich die gewünschte Laufkundschaft bringen wird.“

Die JU ist auf dem Standpunkt das das Problem der Leerstände in der Innenstadt und dem damit verbundenen schlechten Ansehen von einer ganz anderen Seite angegangen werden sollte.

So wäre ein gemeinsames Innenstadtmanagement, beispielsweise aus Vertretern des Vereins für Handel und Gewerbe sowie der Stadtverwaltung, ein guter Anfang.
Als weiterer Versuch wären auch attraktivere Tag- bzw. Abendveranstaltungen in der Fußgängerzone, an der sich die angrenzenden Geschäfte vielleicht sogar beteiligen, denkbar.

Dazu sollte die “Happy Hour”, welche weit über die St. Ingberter Stadtgrenzen hinaus bekannt war-und heute auch immer noch in den Hinterköpfen der Bürger ist-, endlich wieder eingeführt werden! Dies fordern wir schon seit Jahren.

Solche Aktionen locken Menschen -und somit auch potenzielle Kunden- in die Stadt und verleihen ein interessanteres Image das neugierig auf mehr macht.

Wenn St. Ingbert das schafft, wird sich die Leerstandsproblematik der Innenstadt wesentlich leichter beheben lassen.
Dann müsste nur noch für ein einheitliches Öffnungszeitenkonzept gesorgt werden.

Die Junge Union fordert daher: Finger weg von unserer Fußgängerzone!

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1865–2017