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SPD: Viele Gaskunden haben es satt.

Für einen Haushalt mit 15000 Kilowattstunden sind das rund 300 Euro Mehrkosten jährlich. Die deutschen Verbraucher zahlen 15 % über dem EU-Durchschnitt und die Energiekonzerne machen Rekordgewinne. Da steigt der Verdacht, dass die Preise nicht nur wegen begründbarer Kosten steigen.

Die Begründungen der lokalen Stadtwerke, nicht nur in St. Ingbert, sind immer die Gleichen: Man gebe nur die gestiegenen Bezugspreise weiter. Diese Begründung ist zweifelhaft, denn der Bezug macht nur etwa ein Drittel bis zur Hälfte der Kosten aus. Ein weiters Drittel fließt in den Vertrieb und den Unterhalt der Netze, hinzu treten Steuern. Ein um 36 % gestiegener Bezugspreis dürfte also nur einen Anstieg der Endkundenpreise um 10 – 15 % bewirken. Ebenso für den Abnehmer nicht leicht nachvollziehbar ist das Argument, dass Teuerungen und Verbilligungen zeitverzögert realisiert würden. Wer kann das ständig überprüfen?

Wie erklären sich die enormen Preisunterschiede bei den starken Gaspreisanhebungen? Die Unterschiede zwischen Stadtwerken liegen bei 25 %! Trotz gleicher Einkaufsbedingungen! Die Preiskalkulationen der Stadtwerke werden aus „Geheimhaltungsgründen“ nicht preisgegeben? Warum, wenn man de facto Monopolanbieter ist? Den Hinweis des Stadtwerkechefs Wagner im Artikel der Saarbrücker Zeitung, ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer hätte bescheinigt, die Stadtwerke hätten nur die reinen Bezugspreis-Erhöhungen weitergegeben, nimmt die SPD gerne auf. Sie bittet Herrn Wagner, den St. Ingberter Kommunalpolitikern die Ergebnisse des Wirtschaftsprüfers zur Verfügung zu stellen, zur öffentlichen Auswertung.
In der Zeitschrift test, Heft 7/2006 wird übrigens ausführlich beschrieben, wie sich jeder Abnehmer gegen Preiserhöhungen wehren kann.

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