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St. Ingbert braucht Lebensqualität

Für die Jusos steht nach ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause fest: St. Ingbert steht in den kommenden Monaten und Jahren vor wegweisenden Entscheidungen. Vorsitzender Dominik Schmoll: „Der stärkste Einwohnerschwund im Kreis belastet unsere Stadt zunehmend.“ Weniger St. Ingberter bräuchten weniger Häuser und würden weniger Kaufen. Die Folge seien Leerstände, wovon auch die Innenstadt nicht verschont sei. „Eine Debatte über ein Existenzrecht der Ludwigstraße als Fußgängerzone wäre noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen, heute ist es bittere Realität, dass sich die Innenstadt verändert hat und auch über Konsequenzen laut nachgedacht werden muss, “ so der Juso Vorsitzende.

Eine große Maßnahme die gegen diese Negativentwicklung steht ist für die St. Ingberter Jusos die Verwirklichung der Baumwollspinnerei zu einem Kulturzentrum. Schmoll: „Diese Maßnahme wird einen ganzen Stadtteil aufwerten.“ Die Jugendorganisation der SPD ist der Meinung, dass damit die Alte Bahnhofsstraße aus Ihrem Schattendasein am Rande der Innenstadt mit in das eigentliche Stadtzentrum eingebunden werden könnte. „Wenn die Stadtverwaltung, sowie Stadt- und Ortsrat mit dem Richtigen Händchen an dieses Projekt gehen, würde damit die Lebensqualität der Stadt erheblich gesteigert werden“, ist Dominik Schmoll der Meinung. Das Gebäude der ehemaligen Baumwollspinnerei trage damit zur Fortentwicklung der ganzen Stadt bei.

„Auch unser größter Wunsch ist eine lebendige Ludwigstraße ohne Leerstände, “ so Schmoll. Doch sehen die St. Ingberter Jusos beim derzeitigen Stand Handlungsbedarf. Unter gestalterischen Aspekten müsste man über mögliche Änderungen jeder Art nachdenken können. Dabei wäre mittelfristig eine probeweise, auf das Gebiet der Ludwigstraße beschränkte Ausweitung des Lieferverkehrs mit einer Abfließmöglichkeit in die Hobelsstraße ein Lösungsansatz. So könne den Geschäften geholfen, von einer Aufhebung der Fußgängerzone könne hierbei aber keine Rede sein. Juso Vorsitzender Dominik Schmoll: „St. Ingbert darf in seiner Entwicklung nicht stehen bleiben und muss weiter entwickelt werden. Auch in der Ludwigstraße muss unter Abwägung aller Faktoren die beste Lösung gefunden werden.“

Generell müsste das Verkehrskonzept in ganz St. Ingbert neu überdenkt werden. Schmoll: „Die derzeitige Verkehrsregelung ist für Ortsfremde oft unüberschaubar.“

Doch kurzfristig müsse das Ziel gelten alle Leerstände zu beseitigen. „Alle im Stadtrat vertretenden Parteien treten für die Innenstadt ein. Nun muss nur endlich eine gemeinsame Richtung gefunden werden, “ so der Juso-Vorsitzende. „Das Projekt Baumwollspinnerei zeigt, dass immer noch die Möglichkeit und der Wille da ist den gefühlten Abwärtstrend der St. Ingberter Innenstadt zu drehen.“

Eine gut funktionierende, schöne und lebendige Innenstadt schaffe Lebensqualität und ziehe sowohl die eigene Bevölkerung, wie auch Besucher aus dem Umland an und trage damit auch gegen den Bevölkerungsrückgang bei. Schmoll: „Es ist die Aufgabe der Verwaltung und der Räte unser Schmuckstück Innenstadt attraktiv zu gestalten, egal ob es um Fahrradständer oder die Verschönerung städtischer Immobilien geht.“

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