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Sonntag, 20. August 2017 · sonnig  sonnig bei 16 ℃ · Dorffest mit KirmesÜ30-Party im Eventhaus St. IngbertHasseler Dorffest 2017

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Vorsicht im Umgang mit Silvesterböllern ist geboten.

„Der große Knall zu Silvester kann böse Folgen haben. Tausende Menschen in Deutschland erleiden in der Nacht zum Jahreswechsel akute Hörschäden durch Silvesterknaller. Der Lärm eines explodierenden Böllers kann ein Knall-Trauma mit Schädigung der Haarzellen im Innenohr hervorrufen. Manchmal kommt es sogar zu einem Explosions-Trauma mit Zerreißung des Trommelfells“, so Gesundheitsminister Josef Hecken, der zu einem sorgsamen und bedachten Umgang mit Silvesterknallern und Raketen rät.

Vor allem in der Woche nach Silvester sei in den Praxen der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte ein rasanter Anstieg von Patienten zu verzeichnen. Diese klagten oft über ein Pfeifen im Ohr sowie über ein eingeschränktes Hörvermögen. Oft äußere sich ein Hörschaden nach der Knallerei auch durch Symptome wie dumpfen Höreindruck, Ohrgeräusche sowie die Tatsache, dass Neben- und Hintergrundgeräusche schlechter verstanden werden.

„Wer sich schützen will, sollte großen Abstand zu der Knallerei halten und das Feuerwerk aus der Distanz beobachten. Wegen der kurzen Dauer der Schallwirkung nehmen die meisten Menschen den Lärm von Krachern und Böllern leiser wahr, als er tatsächlich ist. Doch wenn Böller in unmittelbarer Nähe des Trommelfells gezündet werden, können Schallpegel von über 160 Dezibel erzeugt werden. Damit sind sie lauter als der Lärm eines Presslufthammers“, verdeutlichte Minister Hecken.

Feuerwerkskörper können neben Gehörschädigungen auch bei unsachgemäßer Anwendung zu Verbrennungen und gefährlichen Verletzungen führen. Beim Kauf sollte unbedingt auf geprüfte und zugelassene Feuerwerkskörper geachtet werden. Sie sind an der Kennzeichnung BAM PI und PII und einer laufenden Nummer erkennbar. Wer Feuerwerkskörper ohne amtliche Prüfnummer kauft oder benutzt, riskiere seine Gesundheit. Auch bei Feuerwerkskörpern aus Deutschland gelte es, die Anleitung sorgfältig durchzulesen, beim Abfeuern einen Platz abseits von Menschenmengen aufzusuchen und niemals auf andere zu zielen. Auch warnte Hecken davor, an Knallern zu basteln oder Blindgänger ein zweites Mal zu zünden. Vor allem gehörten Böller und Raketen nicht in Kinderhände.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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