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Kinowerkstatt – Programm Einladung

Im Anschluss laden die Kinowerkstatt und der Initiator der Lammwochen, Kunstschäfer Rudi Schwarz, ein zu einem kleinen Käse-Büfett mit Produkten vom Ziegen-Hof „Hof am Römerturm“, Erfweiler-Ehlingen. Die begleitenden Weine werden angeboten aus dem Eine-Welt-Laden in St. Ingbert. Eine freiwillige Spende für das Büfett ist willkommen (Eintrittspreise für den Film wie üblich).

In „Babettes Fest“ geht es um gutes Essen und was mit einem geschieht, wenn man gutes Essen gemeinsam genießt. „Babettes Fest“ ist das rührende Märchen eines französischen Dienstmädchens im skandinavischen Exil, das ein Festmahl in eine Liebesgeschichte verwandelt. Der Film, der sich in stimmungsvollen Bildern präsentiert, ist eine leichthändig inszenierte Literaturverfilmung nach der gleichnamigen Novelle von Karen Blixen.
Um 1870 leben in einem kargen norddänischen Fischerstädtchen die beiden bildschönen, strenggläubigen Schwestern Martina und Philippa – alleine, denn ihre Verehrer weisen sie aus Glaubensgründen ab. Stattdessen nehmen sie eines Tages die französische Köchin Babette in ihrem Haus auf. Als diese in der Lotterie gewinnt, bewirtet sie die streng pietistischen Bewohner des kleinen Dörfchens mit einem unvergesslichen Festmahl. Babette kocht mit so viel Liebe, dass sie damit ihr gesamtes Umfeld verändert.
„Babettes Fest“ erhielt 1988 den Oscar für den besten ausländischen Film und hat die ganze Welt berührt, von Australien über die USA bis nach Indien. Häufig schreibt man diesen Film Chabrol zu, weil es um ein Festmahl geht und Chabrols Ex-Frau Stéphane Audran die Hauptrolle spielt. Es gibt übrigens einige Restaurants, die mit Babettes Menü großen Erfolg hatten. Manche Kritiker aus New York rieten sogar: „Essen Sie, bevor Sie den Film sehen!“
Kino und Essen gehören zusammen. Der österreichische Künstler Peter Kubelka steht für die These: „Wer kochen kann, kann auch Filme machen.“ Folgerichtig lehrte er an der Städel Kunsthochschule in Frankfurt/Main „Filmen und Kochen“ als eigene Kunstgattung: „Filmemachen ist wie Kochen: Am Anfang des Films steht das Rezept, in der Vorbereitungsphase muss man auf dem Markt die Zutaten kaufen, während der Produktion „brodelt und dampft es in den Töpfen“ und die Postproduktion ist wie das Anrichten des Essens.“

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017