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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert vom 1. – 4. Oktober

Kochen und Film: „Babettes Fest“ mit anschlissendem Imbiss.
Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt zur Eröffnung der 8. Bliesgau-Lammwoche am Freitag, den 1. Oktober, um 19 Uhr, den Film „Babettes Fest“ (Dänemark 1987) von Gabriel Axel mit Stéphane Audran, Birgitte Federspiel, Bodil Kjer, Jarl Kulle, Jean-Philippe Lafont
u.a. Anschließend laden Kinowerkstatt und der Organisator der Lammwochen Rudolf Schwarz, Kunstschäfer aus Blieskastel-Ballweiler, zu einem kleinen Imbiss ein.
In „Babettes Fest“ geht es um gutes Essen und was mit einem geschieht, wenn man gutes Essen genießt. Welchen Einfluss hat ein gutes Essen auf die Mitmenschen?
„Babettes Fest“ ist das rührende Märchen eines französischen Dienstmädchens im skandinavischen Exil, das ein Festmahl in eine Liebesgeschichte verwandelt. Der Film, der sich in stimmungsvollen Bildern präsentiert, ist eine leichthändig inszenierte Literaturverfilmung nach der gleichnamigen Novelle von Karen Blixen.
Um 1870 leben in einem kargen norddänischen Fischerstädtchen die beiden bildschönen, strenggläubigen Schwestern Martina und Philippa – alleine, denn ihre Verehrer weisen sie aus Glaubensgründen ab. Stattdessen nehmen sie eines Tages die französische Köchin Babette in ihrem Haus auf. Als diese in der Lotterie gewinnt, bewirtet sie die pietistischen Bewohner
des kleinen Dörfchens mit einem unvergesslichen Festmahl. Babette kocht mit so viel Liebe, dass sie damit ihr gesamtes Umfeld verändert.
„Babettes Fest“ erhielt 1988 den Oscar für den besten ausländischen Film und hat die ganze Welt berührt, von Australien über die USA bis nach Indien. Häufig schreibt man diesen Film Chabrol zu, weil es um ein Festmahl geht und Chabrols Ex-Frau Stéphane Audran die Hauptrolle
spielt. Es gibt übrigens einige Restaurants, die mit Babettes Menü großen Erfolg hatten. Manche Kritiker aus New York rieten sogar: „Essen Sie, bevor Sie den Film sehen!“

Kino und Essen gehören zusammen, der österreichische Künstler Peter Kubelka habe mal gesagt: „Wer kochen kann, kann auch Filme machen.“ Folgerichtig lehrte er an der Städel Kunsthochschule in Frankfurt/Main Filmen und Kochen als eigene Kunstgattung. „Filmemachen ist wie Kochen: Am Anfang des Films stehe das Rezept, in der Vorbereitungsphase müsse man auf dem Markt die Zutaten kaufen, während der Produktion „brodelt und dampft es in den Töpfen“ und die Postproduktion sei wie das Anrichten des Essens.“

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London Nights

Kultfilm und Geheimtip in den Kinos ist derzeit „London Nights“ (Großbritannien 2008) von Alexis Dos Santos mit Fernando Tielve, Déborah François, Michiel Huisman, Iddo Goldberg, Richard Lintern, Katia Winter, Alexis Dos Santos, Lucy Tillet. „London Nights“ läuft am Samstag, den 2. Oktober um 19 und 21 Uhr, sowie am Sonntag und Montag, jeweils um 20 Uhr in der Kinowerkstatt. Ein junges Trio driftet durch das Londoner East End: Vera aus Belgien, Axl aus Spanien und der rätselhafte Röntgen-Mann. Die Filmmusik bestimmt den Rhythmus dieser unbestimmten, groovenden Momentaufnahme von Regisseur Alexis Dos Santos.
Der Originaltitel dieses sympathischen Films ist „Unmade Beds“. Und er bringt das Lebensgefühl seiner drei Helden weit besser auf den Punkt als der vom deutschen Verleih gewählte „London Nights“. Bekommen wir es hier doch mit einem liebenswerten Trio zu tun, das sich in einer Londoner WG im coolen East End kennen gelernt hat.
Presse: „So zärtlich und überirdisch schön!“ THE NEW YORK TIMES. „Berauschend!“ VILLAGE
VOICE.

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Blöde Mütze

Am Sonntag, den 3. Oktober, um 16 Uhr, läuft der Film „Blöde Mütze“ (Deutschland, 2006) von Johannes Schmid nach seinem gleichnamigen Buch. (BJF-Empfehlung: ab 10 Jahren, FSK: ab 6, besonders wertvoll)
Das Leben kann verdammt kompliziert sein. Vor allem, wenn man mitten im Schuljahr umziehen muss. Trotzdem hätte der zwölfjährige Martin nicht gedacht, dass plötzlich soviel mit ihm passiert. Die Baseballkappe, die ihm sein Vater mal geschenkt hat, bietet einen guten Schutz. Er trägt sie fast immer. Oliver aus der neuen Klasse nennt ihn sofort nur noch „Blöde Mütze“. Nicht ganz ohne Grund, denn Martin hat ihn beim Klauen erwischt und aus Versehen verpetzt. Klar, dass Oliver da sauer auf ihn ist. Eigentlich denkt Martin aber vom ersten Tag an vor allem an Silke. Die merkt das und freut sich darüber, aber sie mag auch Oliver. Da beginnt Martin, von dem seine Mutter gerne sagt, er sei eher der „stille Typ“, zu kämpfen: um Silke, gegen Oliver – und schließlich um seine Freundschaft zu beiden.

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1865–2017