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Panflötenkonzert in der Ludwigskirche von Daniela dé Santos

Daniela dé Santos
[u]Das Interview[/u]

[i]Redaktion:[/i] „Da haben Sie sich ein seltenes Instrument ausgesucht. Wie kamen Sie darauf ausgerechnet Panflöte zu spielen?“

[U]Daniela dé Santos:[/U] „Bei den entscheidenden Dingen im Leben, zumindest ist das bei mir so, geht immer die Emotion voraus. Ich war 8 Jahre jung, als ich zum ersten Mal im Fernsehen Gheorge Zamfir und James Last erleben durfte. Der Klang der Panflöte hatte mich damals schon zu Tränen gerührt und ich war sicher, dass ist es, was ich wirklich lernen möchte.“

[i]Redaktion:[/i] „Und das klappte dann gleich so auf Anhieb?“

[U]Daniela dé Santos:[/U] „Leider nein. Unter dem Weihnachtsbaum lag sie, meine erste Panflöte. Verwöhnt von Blockflöte, Gitarre, Orgel, Zither und Harfe dachte ich, das geht bestimmt ganz leicht. Doch selbst nach einem Jahr brachte ich noch keinen vernünftigen Ton heraus. Zu guter Letzt viel das Instrument auf den Boden und war kaputt, und ich heilfroh, es nicht mehr lernen zu müssen. Erst 14 Jahre später begegnete mir auf einer Messe ein Panflötenbauermeister aus Thüringen. Ich erinnerte mich an meine kindliche Emotion und kaufte diesmal ein meisterliches Instrument in der Erwartung, dass bestimmt damals die billige Flöte an meinem Misserfolg schuld war. Doch auch der zweite Versuch scheiterte. Irgendwann akzeptierte ich, dass das teure Meisterstück Zierde meines Sideboards wurde.

[i]Redaktion:[/i] „Ist das wirklich so schwer? Und wie ging es weiter?“

[U]Daniela dé Santos:[/U] „Wieder ging die Emotion voraus. Ein Mann, den ich sehr verehrte, besuchte mich wider Erwarten und sah meine Panflöte im Wohnzimmer stehen. Er bat mich, ihm etwas vorzuspielen, doch ich konnte nicht. Ich schwor, nun mit ganzem Eifer ans Werk zu gehen. Suchte vergeblich einen Lehrer, übte und übte bis ich schließlich in meiner heimatlichen Augsburger Rumpelkammer, einer hiesigen Rockkneipe, einmal auf die Bühne durfte. Schon nach meinem ersten und einzigen Auftritt dort, bekam ich einen Plattenvertrag. 1996 gewann ich den Int. Grand Prix, nahm zahlreiche Alben auf, ging mit großen internationalen Stars auf Tournee, begleitete José Carreras bei seiner Gala, besuchte mehr als 80 Fernsehsendungen und gebe nun meine eigenen 2stündigen Solokonzerte in ganz Europa“.

[i]Redaktion:[/i] „Das hört sich ja an wie im Märchen. Und was ist nun das Besondere an ihren Konzertabenden?“

[U]Daniela dé Santos:[/U]„Eine Reise ins eigene Ich“ – nenne ich mein Konzertprogramm. Einmal wieder Zeit haben, sich ein bisschen um sich selbst zu kümmern, das kann man in meinem Konzert. Neben großen Melodien wie „El Condor Pasa“ oder „Time to say goodbye“, Klassikern wie „Ave Maria“ und „Eleni“ moderiere ich zwischen den Musikstücken mit dem Vorboten des Höhepunktes – CELESTINA – die erste Kristallpanflöte der Welt. Ein Celestinkristall hält Zwiesprache mit mir und gibt kleine Gedankenanstöße die der Seele richtig gut tun. Ein speziell entwickeltes Soundsystem sorgt zudem an jedem Sitzplatz für einen optimalen Klang und harmonische Lichteffekte runden das optische Bild ab. Einfach gesagt: unvergesslich …“

[i]Redaktion:[/i] „Kristallpanflöte? Ist das eine Panflöte aus reinem Kristall?

[U]Daniela dé Santos:[/U] „Sie wurde nach 5jähriger Entwicklung mit verschiedenen Unternehmen erstmalig auf der Welt aus einer speziellen Kristallglasfaser mm-genau hergestellt, mit einem neu-entwickelten
Kristalllack überzogen und mit mehr als 5.000 Swarovski-Kristallen besetzt. In der langen Zeit ist mir dieses Instrument so ans Herz gewachsen, dass ich ihr einen Namen gegeben habe: „CELESTINA“. Das stammt vom lateinischen celestial und heißt: „dem Himmel Nahe sein“. Der Name ist treffend, denn sie ist so blau wie der Himmel, sie hat einen himmlischen Klang und ihre ganz besondere Ausstrahlung verdankt sie 5.000 Celestin-Kristallen“.

[i]Redaktion:[/i] „Bestimmt ganz schön teuer so ein Unikat?“

[U]Daniela dé Santos:[/U]„Eigentlich unbezahlbar. Aber um eine Größenordnung zu nennen, sie ist in etwa so wertvoll wie ein flottes Auto“.

[i]Redaktion:[/i] „Und jetzt ein Konzert in der Ludwigskirche? Wie kamen Sie auf diese Idee?“

[U]Daniela dé Santos:[/U] „Ich liebe außergewöhnliche Räumlichkeiten. Schöne Kirchen mit herausragender Akustik, schöne, stimmungsvolle Theaterhäuser und Konzertsäle. Die Ludwigskirche ist einzigartig und monumental und eignet sich hervorragend für ein Konzert meiner Art. Es ist mir eine besondere Ehre mit meinem Benefizkonzert zugunsten dieses einmaligen Bauwerkes einen kleinen Beitrag zum Erhalt beitragen zu können. Ich freue mich darauf.“

[i]Redaktion:[/i] „Nun noch ein paar Worte zu Ihnen privat. Wo leben Sie, woher kommen Sie und wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

[U]Daniela dé Santos:[/U] „Zur Zeit bin ich im schönen Nördlinger Rieskrater zu Hause. Inmitten des
Meteoriteneinschlages vor Millionen von Jahren erblüht jetzt eine üppige Vegetation, schönste ertragreiche Felder sind angebaut in denen man stundenlange Spaziergänge machen kann. Begleitet von meinem Falken Rokko genießen wir ausgiebige Wanderungen und mein Freund lange Flüge, deren ich mit Feldstecher bewaffnet leider nur mit den Blicken folgen kann. Meine Vorfahren stammen aus Spanien, meine beiden Eltern aus dem bayerischen Wald und ich bin eine gebürtige Augsburgerin. Ich träume von schönen Konzerten in der ganzen Welt mit unvergesslichen Momenten, begeisterten Zuhörern und davon, daß mein Falkenfreund immer wieder den Weg zu mir zurück findet. Ich danke Ihnen für das wirklich nette Gespräch.

[i]Redaktion:[/i] „Wir danken auch und sehen uns am 09.10. in der Ludwigskirche!“

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