Nachrichten

Samstag, 21. Oktober 2017 · leicht bewölkt  leicht bewölkt bei 12 ℃ · Pilzwanderung in HasselNachkirmes auf dem MarktplatzBunter Nachmittag für SeniorInnen in der Oberwürzbachhalle

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

15.11.2010: Programmänderung zum Auftakt der 9. SchulKinoWoche Saarland

Programmänderung zum Auftakt der diesjährigen SchulkinoWoche im Saarland. Franziska Weisz, Hauptdarstellerin in Benjamin Heisenbergs Berlinale – Film „Der Räuber“ musste leider absagen: zwei ihrer Filme werden auf Einladung der dortigen Deutschen Botschaft in Washington präsentiert. „Da konnten wir in Saarbrücken nicht mehr mithalten,“ zeigte Landeszentralen-Leiter Dr. Burkhard Jellonnek Verständnis – wohl wissend, dass die Veranstalter Vision Kino – Netzwerk für Film und Medienkompetenz und die Landeszentrale für politische Bildung Saarland zum Auftakt noch eine Trumpfkarte im Ärmel hatten. Am Montag, 15. November 2010 um 11.00 Uhr wird im Cinestar Saarbrücken der mehrfach preisgekrönte Spielfilm „Salami Aleikum“ zum Auftakt gezeigt, ein augenzwinkernder Beitrag zur Migrationsdebatte in Anwesenheit von Hauptdarsteller Navid Akhavan, selbst ein gutes Beispiel für eine gelungene Integration in Deutschland.

„Salami Aleikum“ ist eine kurzweilige Komödie, die sich auf fantasievolle Weise mit Vorurteilen und Klischees auseinandersetzt. Erzählt wir die Geschichte des jungen Mohsen Taheri, der als Sohn iranischer Einwanderer die Schlachterei seines herrischen Vaters in Köln übernehmen soll. Doch Mohsen kann kein Blut sehen, seelische Entlastung sucht er deshalb beim „unmännlichen“ Stricken. Als Mohsen aufbricht, um eine Ladung Schafe aus Polen abzuholen, strandet er im ostdeutschen Oberniederwalde und verliebt sich dort in die stämmige Automechanikerin Ana. Er verschweigt der Vegetarierin, dass er Sohn eines Metzgers ist, und gibt vor, aus einer Familie iranischer Textilfabrikanten zu stammen. Das spricht sich im Städtchen schnell herum, denn schließlich war Oberniederwalde einmal das Zentrum der DDR-Oberhemdenindustrie. Eine temporeiche Lachattacke gegen Nostalgie und Fremdenangst nimmt ihren Lauf. „Salami Aleikum“ eignet sich vor allem zur Besprechung im Deutsch- und Sozialkundeunterricht, wo der Film vielfältige Anhaltspunkte zur Diskussion über kulturelle und geschlechtsbezogene Stereotype bieten kann. Besonders empfehlenswert ist die Komödie für die Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klassenstufe. Der Eintrittspreis pro Schüler/In beträgt 3,00 Euro; Lehrkräfte haben freien Eintritt.

Schauspieler Navíd Akhavan, der bereits im letzten Jahr Gast der saarländischen SchulKinoWoche war, wurde 1980 in Teheran geboren und musste gemeinsam mit seiner Familie 1984 in Folge des Iran-Irak Krieges aus seiner Heimat fliehen. Nach seiner Ausbildung an der Kölner Schauspielschule folgten Ende der 1990er Jahre Engagements für Theater, Film- und Fernsehproduktionen. 2003 erhielt Navíd Akhavan für seine Hauptrolle in Elmar Fischers „Fremder Freund“ eine Nominierung für den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“.

Lehrkräfte können ihre Klassen nach wie vor im Projektbüro der SchulKinoWoche bei Stefan Lange (Tel. 06897 / 790 81 03, Mail saarland@schulkinowochen.de) anmelden und beraten lassen. Weitere Informationen zu den Sonderveranstaltungen und dem Programm der SchulKinoWoche Saarland 2010 sind unter www.schulkino-saarland.de zu finden.

Die SchulKinoWoche im Saarland wird veranstaltet von VISION KINO – Netzwerk für Film und Medienkompetenz in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Saarland. VISION KINO ist eine Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der „Kino macht Schule“ GbR und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff. Unterstützt wird die saarländische SchulKinoWoche durch CosmosDirekt, die Landesmedienanstalt des Saarlandes, die Saarland Sporttoto GmbH, das Ministerium für Bildung des Saarlandes und das Filmfestival Max Ophüls Preis. Medienpartner ist der Saarländische Rundfunk.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017