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SPD: Thomas Berrang fordert Rücktritt von Beigeordneten Schmitt

Für die SPD birgt die Müllverwiegung schwerwiegende Nachteile für die St. Ingberter. So müssten die Bürgerinnen und Bürger für die Entsorgung von Laub der städtischen Bäume, das auf Ihr Grundstück gefallen ist, nun Gebühren bezahlen, da ab kommenden Jahr unerwarteter Weise auch der Biomüll bezahlt werden muss. Die angedachten Regelungen im Zusammenhang mit dem Wertstoffhofes bedeuten für die St. Ingberter ebenfalls Nachteile, da ab dem nächsten Jahr für das Abholen von Sperrmüll eine Pauschale von 15 € berechnet werden.

Berrang: „Dabei wird auf den neuen Wertstoffhof verwiesen. Doch gerade ältere Menschen ohne Auto müssen dann draufzahlen und sich jemand suchen, der die drei Steine dann dort für sie abgibt.“

Auch über den zukünftige Entsorgung von Festbrennstoffen und Windeln, für die es bisher Sonderlösungen gibt, ist bisher nichts genaues bekannt.

Außerdem mahnt die SPD St. Ingbert das undurchsichtige Berechnungswesen an. „Wie soll der Bürger seine Gebühren nachvollziehen können, wenn es ihm noch nicht einmal möglich ist, eventuelle Fehler beim Wiegen aufzudecken“, so Berrang.

Auch bei der Sicherung der Tonnen gebe es Klärungsbedarf. Berrang: „Dem Stadtrat wurde ursprünglich gesagt, die Kosten für ein Schloss wären nicht der Rede wert.“ Diese Auskunft habe sich mittlerweile als falsch erwiesen. „Da nun bekannt wurde, dass auch der Biomüll verwogen werden soll, müsste der Bürger gleich zwei Schlösser anbringen. Hier gilt: wer bestellt, bezahlt. Diese Kosten können nicht dem Bürger aufgebrummt werden“, so Berrang.

Die SPD fordert für all diese Probleme Lösungen zu finden. Fraktionsvorsitzender Thomas Berrang: „Wir fordern die Stadtverwaltung auf, umgehend in Nachverhandlungen mit dem EVS einzutreten.“ Außerdem solle eine flächendeckende Kommunikationsstrategie den Bürger aufklären, was ihn durch das Müllverwiegen erwartet bzw. wie seine berechtigten Anliegen berücksichtigt werden können.

„Doch die genannten Probleme sind seit Jahren bekannt. Wir betrachten es als geradezu fahrlässig, dass der zuständige Beigeordnete Adam Schmitt, der seit sechs Jahren im Amt ist, hier keine Lösungen präsentieren kann“, mahnt der Fraktionsvorsitzende der SPD.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017