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Verbraucherzentralen fordern klare gesetzliche Vorgaben und konsequente Marktüberwachung

Die Verbraucherzentralen haben bundesweit die Grundpreisauszeichnung von insgesamt 3.225 Lebensmitteln (Milcherzeugnisse, Kondensmilch, Puddingpulver, Konserven und Tütensuppen) in 93 Geschäften des Lebensmitteleinzelhandels überprüft.
Die Ergebnisse:
•Mehr als die Hälfte der erfassten Preisschilder war fehlerhaft.
•Bei 1.091 Produkten wurde eine falsche Bezugsgröße verwendet.
•Bei 288 Produkten war der Grundpreis falsch berechnet.
•Mal drucken die Lebensmitteleinzelhändler den Grundpreis bei vergleichbaren Produkten rechts, mal links und dabei in unterschiedlichen Schriftgrößen auf ihre Etikette.
•Zwei Discounter verwenden sogar Preisspannen statt eindeutig zuzuordnender Grundpreise.

Seit der Freigabe der Verpackungsgrößen für Lebensmittel im April 2009 ist der Grundpreis die Schlüsselinformation für den Preisvergleich gleichartiger Produkte. Der aktuelle Marktcheck verdeutlicht, dass der Lebensmitteleinzelhandel die Gestaltung der Preisetiketten dazu nutzt, die Grundpreisangabe zu verschleiern und so transparente Information über die Preise verhindert. Neben klaren gesetzlichen Vorgaben für die Preisangabe fordern die Verbraucherzentralen deshalb von den Ländern eine konsequente Überwachung der Preisangaben im Lebensmitteleinzelhandel.
Die Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV) hat auf ihrer 16. Sitzung am 8. und 9. November die Möglichkeit, die erforderlichen Verbesserungen einzuleiten.

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