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Stammzellspende: Hilfe für Stefanie

Jeder (!) kann helfen und sich als potenzieller Stammzellspender aufnehmen lassen oder Geld spenden, damit die Typisierungen finanziert werden können. Nähere Informationen sind auch im Internet unter www.hilfe-fuer-stefanie.de erhältlich.
Im August traten die ersten Symptome auf. Stefanie litt unter extremer Müdigkeit, heftigen Verspannungen und starken Kopfschmerzen, hinzu kam eine Entzündung der Mundschleimhäute. Ein Weißheitszahn wurde ihr gezogen und dann folgte eine Nacht, die so voller Schmerzen war, dass sie notfallmäßig in die Klinik nach Neunkirchen eingewiesen wurde. Dort wurde sie zunächst gegen Meningitis (Hirnhautentzündung) behandelt und nach zehn Tagen wieder entlassen, allerdings mit sehr schlechten Blutwerten. Ihre Hausärztin versuchte alles, um Stefanie zu stabilisieren, doch ihr Gesamtzustand wurde immer schlechter. „Am 13. September zog unsere Hausärztin dann die Reißleine. Stefanie wurde in die Uniklinik Homburg eingewiesen. Bereits am nächsten Tag stand die niederschmetternde Diagnose fest: Stefanie hat Leukämie. Unser Leben hat sich seitdem schlagartig verändert.“ Weitere Untersuchungen ergaben: Es handelt sich um eine besonders schwere Form der Krankheit. Nur eine Knochenmark-Transplantation kann helfen. Der Fremdspendersuchlauf wurde daher umgehend gestartet. Die Familie hält fest zusammen, die Eltern von Stefanie sind für ihre Enkelkinder rund um die Uhr da. Um für Stefanie aber auch für andere Leukämiepatienten einen passenden Spender zu finden, arbeiten Familie und Freunde seit Wochen intensiv an den Vorbereitungen zur großen Typisierungsaktion, die auch der ehemalige Neunkircher Bürgermeister Friedrich Decker als Schirmherr engagiert unterstützt: „Als ich von der DKMS gefragt wurde, ob ich die Schirmherrschaft für die Typisierungsaktion ‚Hilfe für Stefanie und andere’ übernehmen würde, habe ich keine Sekunde gezögert. Als ehemaliger Neunkircher Oberbürgermeister habe ich immer wieder erfahren, wie wichtig es ist, füreinander einzustehen. Nicht nur mit Worten und gut gemeinten Ratschlägen wenn jemand eine helfende Hand braucht. Für Stefanie kann diese helfende Hand ein passender Stammzellspender sein – ohne den sie keine Überlebenschance hätte. Deshalb bitte ich dringend: Kommen Sie zur Aktion und helfen Sie Stefanie!“

Überall erfährt die Familie große Solidarität: „Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend. Gerade in dieser schweren Zeit hilft diese Unterstützung mir und meinen Kindern sehr.“ Großartig ist Stefanies Haltung selbst – nie verliert sie das Schicksal anderer aus dem Blick: „Mit dieser Aktion wird nicht nur mir persönlich, sondern auch vielen anderen Patienten geholfen. Das ist mir sehr wichtig.“ Die beiden saarländischen Tatort-Kommissare, die ihre Unterstützung ebenfalls sofort zugesagt haben, appellieren an die Bürger: „Stefanie braucht unsere Hilfe. Ich freue mich sehr, Schirmherr einer Aktion zu sein, bei der sich engagierte Bürger mit dem Thema Leukämie und Stammzellspende auseinandersetzen und sich auf die Fahnen geschrieben haben, möglichst viele potenzielle Stammzellspender zu finden. Ein solcher Einsatz ist nicht selbstverständlich und verdient höchsten Respekt. Um für Stefanie und viele andere Patienten den überlebensnotwendigen „genetischen Zwilling“ zu finden, bitte ich Sie, dem Aufruf ihrer Familie zu folgen und an der Typisierungsaktion teilzunehmen. 5 ml Blut können Leben retten“, so Maximilian Brückner. Und Gregor Weber, der sich selber schon vor Jahren hat typisieren lassen, fügt hinzu: „Saarländer – Stefanie und Ihre Familie zählen auf euch. Gerade weil das Saarland so klein ist, haben wir klare Vorteile: wir können zusammenhalten, wenn Hilfe vonnöten ist. Ich bitte euch – nutzt diesen Vorteil. Kommt zur Aktion und lasst euch typisieren. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt und ihr tut gleichzeitig Gutes in der vorweihnachtlichen Zeit.“
Stefanies behandelnder Arzt, Prof. Dr. Michael Pfreundschuh, der selbst seit langem als potentieller Spender bei der DKMS registriert ist, wird vor Ort sein, um die Aktion zu unterstützen. Er, der jeden Tag die Not seiner Patienten vor Augen hat, weiß, wie wichtig es ist, sich typisieren zu lassen: „Wir finden zwar mittlerweile für die meisten Patienten einen „passenden“ Spender, aber weitaus seltener einen „ideal passenden“ Spender. Um den Anteil „ideal passender“ Spender zu erhöhen, muss die Zahl der potenziellen Spender noch deutlich vergrößert werden. Auch deshalb sind Aktionen wie in Neunkirchen notwendig und unverzichtbar.“

Die Aktion findet statt am:
[i]Samstag, den 20. November 2010
von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Kreissporthalle am Krebsberg-Gymnasium
in der Fernstraße in Neunkirchen[/i]

Mitmachen kann grundsätzlich jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion typisieren ließen, brauchen nicht erneut an der Registrierung teilnehmen. Ihre Daten stehen weiter für alle Patienten zur Verfügung.

Ohne finanzielle Unterstützung ist keine Hilfe möglich!
Die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet die DKMS 50 Euro. Als gemeinnützige Gesellschaft ist die DKMS bei der Spenderneugewinnung allein auf Geldspenden angewiesen. Um die geplante Aktion überhaupt durchführen zu können, benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung! Jeder Euro zählt!

DKMS Spendenkonto:
Mercedes-Benz Bank
Konto: 708 200 5005
BLZ: 600 300 00

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