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Das ganze Volk wird gezählt

Im Jahre 2011 findet erstmals seit 1987 wieder ein Volks- und
Gebäudezählung (Zensus) statt. Der Zensus verfolgt zwei Ziele.
Ganz wichtig ist die Feststellung der amtlichen Einwohnerzahlen
Deutschlands. Ob Länderfinanzausgleich, die Einteilung der
Bundestagswahlkreise, die Stimmenverteilung der Bundesländer im
Bundesrat oder die Sitze Deutschlands im Europaparlament – all das hängt
von aktuellen Einwohnerzahlen ab. Auch eine ganze Reihe von Statistiken
basieren darauf, so zum Beispiel die Berechnung des jährlichen
Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf. Aber auch für die Planung neuer
Schulen, Krankenhäuser und Einrichtungen für ältere Menschen ist die
Kenntnis von Bevölkerungszahl und -struktur wichtig.

Ein zweites wesentliches Ziel des Zensus ist es, Informationen zum
Wohnraum, zur Bildung und zum Erwerbsleben zu gewinnen. Wie viele
Erwerbstätige gibt es, wie viele Menschen davon sind selbstständig? Wo
werden in den kommenden Jahren wie viele Kinder eingeschult? Wie viele
Wohnungen gibt es in Deutschland und wie sind sie ausgestattet? Um diese
Fragen zu beantworten, braucht man genaue und aktuelle Strukturdaten,
die nur ein Zensus liefert.

Der Zensus 2011 wird in Deutschland mit einem neuen Verfahren
durchgeführt. Im Unterschied zu einer traditionellen Volkszählung
wird die Zählung registergestützt durchgeführt. Hierbei wird nicht mehr
jeder Haushalt befragt, sondern es werden vor allem Verwaltungsregister
zur Gewinnung der Daten genutzt. In erster Linie werden dies die
Melderegister der Kommunen sowie die der Bundesagentur für Arbeit sein.
Die Zuständigkeit liegt beim Statistischen Amt des Saarlandes. Das
Statistische Amt wird auch eine postalische Wohn- und Gebäudezählung
vornehmen, um Grundlagen für wohnungspolitische und raumplanerische
Entscheidungen zu erlangen.

Andere Fragen, wie etwa zur Bildung und Ausbildung oder über die
Erwerbstätigkeit, werden nur bei einem kleinen Teil der Einwohnerinnen
und Einwohner (ca. 10 Prozent der Bevölkerung) in Form repräsentativer
Stichproben erhoben.

Wie der Zensus 2011 von der amtlichen Statistik in Deutschland
durchgeführt wird und welche Merkmale erhoben werden, regelt in
Deutschland das Zensusgesetz, das am 16. Juli 2009 in Kraft getreten
ist. Im Saarland regelt das Gesetz zur Ausführung des Zensusgesetzes
2011 vom 26. August 2010 Näheres.

Erhebungsstelle:

Aus Datenschutzgründen sind die Erhebungsstellen organisatorisch und
räumlich unabhängig von anderen Verwaltungsstellen. Zur Erfüllung der
gesetzlichen Vorgaben hat der Saarpfalz-Kreis seine Erhebungsstelle in
Raum 310 der Kreisverwaltung, Am Forum 1, 66424 Homburg eingerichtet.
Telefonisch erreichbar ist die Erhebungsstelle unter der Rufnummer 06841
104 – 7230 per E-Mail zensus@saarpfalz-kreis.de

Leiter der Erhebungsstelle ist Michael Abel, die Vertretung hat Stefan
Pirrung. Weiterführende Informationen zum Thema erhalten Interessierte
unter www.zensus2011.de.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017