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Beratung aus einer Hand

Damit würde die Beratung und Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen deutlich verbessert. Davon profitierten alle Beteiligten, die Pflegebedürftigen selbst, und ihre pflegenden Angehörigen, so der Minister weiter. Deshalb beteilige sich das Land auch neben den Landkreisen und den Kranken- und Pflegekassen an der Finanzierung dieser neuen Einrichtungen.

In dem Pflegestützpunkt Am Forum in Homburg oder bei Hausbesuchen vor Ort informieren sechs Pflegeberaterinnen und -berater über entsprechende Hilfen und Versorgungsformen, die auf den individuellen Bedarf abgestimmt sind. Der Pflegestützpunkt wird gemeinsam von den Pflegekassen und dem Saarpfalz Kreis getragen. Landrat Clemens Lindemann ist Vorsitzender im Kooperations-Ausschuss, die Geschäftsführung hat Helga Setz vom Verband der Ersatzkassen (vdek) übernommen.

Der Pflegestützpunkt bietet die Organisation von Hilfen und die individuelle Begleitung von Pflegebedürftigen unter einem Dach an. Damit wird ein Beratungs- und Hilfenetzwerk realisiert, das offene Fragen von Betroffenen und ihren Angehörigen bei Pflegebedürftigkeit klärt, bei der Suche nach einem Pflegedienst oder einer stationären Pflegeeinrichtung hilft und auf Wunsch ein individuelles Versorgungsarrangement zusammenstellt, erläuterte Armin Lang, Leiter der Landesvertretung des Ersatzkassenverbandes (vdek). Ziel sei, die Versorgung multimorbider und pflegebedürftiger Menschen so zu verbessern, dass sie möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können. Darüber hinaus sollen die Selbsthilfekräfte des Kranken beziehungsweise Pflegebedürftigen und xeiner pflegenden Angehörigen aktiviert und stabilisiert werden.

Landrat Clemens Lindemann berichtete, dass der Pflegestützpunkt inzwischen von den Menschen im Landkreis sehr gut angenommen würde. Mit der steigenden Zahl hochaltriger Menschen in unserer Gesellschaft würde das Risiko von Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit steigen. Parallel dazu nähmen die „Selbsthilfekräfte“ der betroffenen Familien ab. Ehepartner, aber auch Kinder, seien häufig selbst schon im fortgeschrittenen Alter und körperlich oft nicht mehr in der Lage, Pflege- und Versorgungsleistungen zu erbringen. Deshalb sei eine Beratung zum Thema Pflege aus einer Hand, wie sie jetzt der Pflegestützpunkt biete, dringend notwendig, so der Landrat.

Im Saarland werden insgesamt acht Pflegestützpunkte eingerichtet, je andkreis einer und im Regionalverband Saarbrücken drei. In jedem Pflegestützpunkt werden drei bis vier Fachkräfte arbeiten.


Der Pflegestützpunkt des Saarpfalz-Kreises stellte sich vor.


Minister Georg Weisweiler, Landrat Clemens Lindemann und Helga Setz vom
vdek bei der Präsentation im Forum.

Fotos: Steigner / Saarpfalz-Kreis

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St. Ingberter Anzeiger ·
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