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Frischer Spargel, Bohnen oder Erdbeeren – das Weihnachtsmenu wird auch ohne eingeflogene Lebensmittel ein Genuss

Über Geschmack lässt sich nicht streiten, über Klimaschutzaspekte aber schon.
Täglich werden mehr als 140 Tonnen Lebensmittel mit dem Flugzeug nach Deutschland transportiert. Ihr Anteil am Lebensmittelangebot liegt insgesamt zwar nur unter einem Prozent, die durch Luftfracht verursachten CO2-Emissionen machen jedoch ca. 10-16 Prozent aller durch Lebensmittel-transporte entstandenen Treibhausgase aus. So entstehen pro Kilogramm Lebensmittel bei einem Flugtransport bis zu 220-mal mehr klimaschädliche Emissionen als bei einem Schiffstransport. Typische Luftfrachtgüter sind frische und leicht verderbliche Lebensmittel. An erster Stelle der Flugimporte steht Fisch aus Afrika, gefolgt von Gemüse wie z.B. Spargel aus Peru oder Bohnen aus Kenia und exotische Obstsorten wie Guaven und Mangos oder Ananas aus Afrika.

Darüber, welche Lebensmittel per Flugzeug transportiert werden, erfährt der Verbraucher in der Regel nichts. Aber eine im Auftrag der Verbraucherzentralen erstellte Studie gibt wichtige Aufschlüsse über die mit hoher Wahrscheinlichkeit geflogenen Produkte. Die wichtigsten Informationen sind dem neuen Flyer “Klima schonen – Flugware kennzeichnen“ zu entnehmen, der in der Verbraucherzentrale des Saarlandes zubekommen ist. Damit kann der Verbraucher auch beim Lebensmittelkauf die das Klima schonendere Variante wählen. Wer beim Einkauf den Klimaschutz berücksichtigen will, bevorzugt insbesondere regionale und der Saison entsprechende Lebensmittel, empfiehlt Barbara Schroeter von der Verbraucherzentrale Saarland.

Das Besondere am Weihnachtmahl kann auch in einem neuen Rezept oder einer aufwändigen Zubereitungsvariante liegen, es sind nicht unbedingt die geflogenen Erdbeeren, die aus einem Essen ein Fest werden lassen. Mehr Produkte aus der eigenen Region zu kaufen kann im Sinne der Nachhaltigkeit der gute Vorsatz für das Neue Jahr werden.

Die Studie zur Flugware ist unter www.verbraucherzentrale.de auch nachzulesen

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Barbara Schroeter, Tel.:0681/58809-25, barbara.schroeter@vz-saar.de
Eva-Maria Loch, Tel.:0681/58809-14, eva-maria.loch@vz-saar.de

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017