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Kinowerkstatt – Programm vom 25. – 27. Dezember 2010

Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Samstag, den 25. Dezember, um 19 Uhr „Willkommen bei den Sch’tis“ – die Komödie, die in Frankreich alle Kinorekorde schlug. Regie: Dany Boon, Darsteller: Zoé Félix, Kad Merad, Dany Boon, Lorenzo Ausilia-Foret, Anne Marivin. Der südfranzösische Postbeamte Philippe Abrams wird unfreiwillig nach Nordfrankreich zu den „Sch’tis“ versetzt. Seine Familie lässt er aus Angst vor den unzivilisierten nordischen Horden im Süden zurück. Und obwohl er schnell feststellt, dass die Sch’tis doch ganz nette Menschen sind, flunkert er seiner Frau allerlei Horrorstorys vor, um sich von ihr an den Wochenenden verwöhnen zu lassen. Noch nie war Phillippe so glücklich – doch dann droht sein Schwindel aufzufliegen…

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Sehenswert! “The Doors – When You’re Strange” im Kino

Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt am 25. Dezember, um 21 Uhr “The Doors – When You’re Strange” (USA 2009 – Originaltitel: When You’re Strange) von Tom DiCillo mit John Densmore, Robby Krieger, Ray Manzarek, Jim Morrison (FSK: ab 12) Es ist die erste Kino-Dokumentation über The Doors. Sie erzählt die Geschichte der legendären amerikanischen Rockband von ihren
Anfängen im Jahr 1965 bis zum Tod von Frontmann Jim Morrison, der im Juli 1971 mit nur 27 Jahren starb.
“The Doors – When You’re Strange” ist eine Ausnahmeerscheinung unter den Musikerporträts. Denn selten ist es gelungen, sich einer Band so vielschichtig, so intensiv und analytisch zu nähern und dabei komplett auf nachgestellte Szenen und Kommentare zu verzichten.
Der Soundtrack, natürlich ausschließlich aus “Doors”-Songs zusammengestellt, verleiht diesem spannenden Stück Rockgeschichte zusätzlich eine besondere hypnotische Wirkung. So mancher wird sich nach dem Kinobesuch (wieder) näher mit der Musik der “Doors” auseinandersetzen.
Das Besondere an DiCillos Dokumentarfilm ist – neben dem reichen Fundus an Archivaufnahmen – DiCillos kluge Analyse. Zunächst durchleuchtet er die Musik und was sie so besonders machte: das Fehlen eines Bassisten, das treibende, exakte und doch unberechenbare Schlagzeugspiel, der ebenso verspielte wie verstörende Orgelsound, die aggressive Gitarre, die Bobby Krieger gänzlich ohne Plektrum spielte. Und über allem thronend Jim Morrison, der als ebenso intelligenter wie gefährlicher Schamane seine Hörer in unbekannte Traumwelten entführte. Eine solche Kombination hatte es vorher nicht gegeben.
Daneben gelingt es dem Regisseur, das Genie Morrisons, seine kreative Leistung, aber eben auch den selbstzerstörerischen Charakter eines Menschen zu durchleuchten, der keine Regeln akzeptierte und alles bis zum Exzess auskostete. Das Schöne wie das Gefährliche. DiCillos Wahl von Superstar Johnny Depp als Erzähler aus dem Off erweist sich dabei als absoluter
Glücksgriff. Depp findet stets die rechte Balance zwischen Sachlichkeit, bedeutsamer Schwere und ehrfürchtiger Zurückhaltung.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017