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Verbraucherzentrale warnt vor neuer Abzockmasche

Die Überraschung kommt in diesem Fall mit der Telefonrechung, so Silke Schröder, Beraterin bei der Verbraucherzentrale Saarland.
Denn ihre angeblichen Forderungen machen die Firmen nicht über eine separate Rechnung geltend, sondern sie rechnen die Beträge auf der Telefonrechnung des Telefonanbieters, unter der Position „Beträge anderer Anbieter“, ab. Dabei geht es um Summen von rund 10 Euro pro Woche. Die Verbraucherzentrale rät dringend, die Telefonrechnungen regelmäßig und genau zu prüfen und um unberechtigte Forderungen zu kürzen.

Wer auf seiner Telefonrechnung fragwürdige Positionen findet, sollte dem Telefonanbieter konkret mitteilen, welche Rechnungsposition unberechtigt ist und die Rechnung um diesen Betrag kürzen.

Die fragwürdige Rechnungsposition muss außerdem unbedingt beim eigentlichen Rechnungssteller reklamiert werden. Dessen Anschrift findet sich auf der jeweiligen Telefonrechung unter der Position „Beträge anderer Anbieter“. In den, der Verbraucherzentrale bekannten, Fällen war dies die Firma telomax GmbH.
Fordern Sie vom Anbieter einen Nachweis über den angeblich wirksamen Vertrag. Zudem sollten Sie den behaupteten Vertrag vorsorglich widerrufen und anfechten.

03.01.2011 Update

Der Bundesnetzagentur lagen zahlreiche Beschwerden zur Abrechnung von Gewinnspieleintragungsdiensten, die über die Firma telomax auf der Telefonrechung der Deutschen Telekom GmbH geltend gemacht wurden, vor.
Wie die Bundesnetzagentur in Ihrer Pressemitteilung vom 29.12.2010 informierte, wurde ein Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot ausgesprochen, d.h. den Verbrauchern dürfen die Beträge nicht mehr in Rechung gestellt werden und falls die Rechnung schon vorliegt, dürfen diese Beträge nicht mehr eingezogen werden.
Diese beiden Verbote umfassen nicht bereits gezahlte Beträge. In diesen Fällen können Verbraucher versuchen, die Beträge bei der Firma telomax zurückzufordern.

Die zahlreichen Beschwerden, die bei der Bundesnetzagentur eingingen, betrafen Abrechnungen über die Telefonrechung der Deutschen Telekom GmbH.
Die Bundesnetzagentur bittet daher Verbraucher, die eine entsprechende Telefonabrechnung über einen anderen Telefonanbieter erhalten haben, dies der Bundesnetzagentur zu melden.
Bundesnetzagentur
Nördelstr. 5
59872 Meschede
oder
rufnummernmissbrauch@bnetza.de

Schaut man sich das Anschreiben mit dem zugesandten Gutschein über Kosmetik genauer an, so erweckt dies den Eindruck eines Firmengeflechtes, so Silke Schröder, Beraterin bei der Verbraucherzentrale Saarland.
Das Anschreiben stammt von einer o.t.o. Ltd. aus London, geht man nun auf die dort genannte Internetseite des Gewinneinspieltragungsdienstes www.windienst.net,
zeichnet sich für diesen eine Telefon Service Inc. in den USA verantwortlich.
Der Kosmetikgutschein selbst ist von einem Jouèl-Kundenservice. Die Internetseite www.jouel.de führt zu der Adresse Jouèl Cosmetics International Ltd. in Birmingham sowie einer deutschen Postfachadresse mit Angabe einer Telefonnummer für den Kundenservice.
Zudem wird eine Adresse eines deutschen Händlervertriebes angegeben.

Auch ein Gewinnspieleintragungsdienst www.win-finder.com ist der Verbraucherzentrale Saarland vorgetragen worden, ebenfalls mit einem Kosmetikgutschein von Jouel, aber hier stammt das Anschreiben von einer IFK AG aus den USA und hinter www.win-finder.com steht die Firma Marketing & Projekt Service Inc. von den British Virgin Islands.
Ebenfalls bekannt geworden ist der Gewinnspieleintragungsdienst www.gluecksfinder.net
Verbrauchern, denen am Telefon lediglich der Kosmetikgutschein angeboten wurde und keinen Vertragsabschluss mit einem Gewinneintragungsdienst zugestimmt haben, sollten bei der örtlichen Polizeidienststelle Strafanzeige erstatten.

Rat und Unterstützung für Betroffene bietet die Verbraucherzentrale telefonisch oder persönlich nach Terminvereinbarung in den örtlichen Beratungsstellen an.

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