Nachrichten

Samstag, 19. August 2017 · sonnig  sonnig bei 15 ℃ · Ü30-Party im Eventhaus St. IngbertHasseler Dorffest 2017Jugendcamp des SV Rohrbach 2017

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Kinowerkstatt – Programm vom 7. – 10. Januar 2011!

„Lili Marleen“ von Fassbinder
Noch einmal ist Rainer Werner Fassbinders „Lili Marleen“ (Deutschland 1980) mit Hanna Schygulla, Giancarlo Giannini, Mel Ferrer, Christine Kaufmann, Erik Schumann, Hark Bohm, Gottfried John, Brigitte Mira, Rudolf Lenz, Irm Hermann, Adrian Hoven, Udo Kier, Babara Valentin, Harry Baer in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu sehen.
„Das Lied kennt jeder, doch die Geschichte kaum jemand.“ (Produzent Luggi Waldleitner) Lale Andersens Lied und Leben inspirierten Rainer Werner Fassbinder zu diesem faszinierenden Melodram. Das Drehbuch entstand unter Verwendung ihres Romans „Der Himmel hat viele Farben.“
Zürich 1938: Die Liebe zwischen der deutschen Barsängerin Willie und Robert Mendelsson, dem Sohn einer reichen, jüdischen Familie, steht von Anfang an unter einem schlechten Stern: Die Judenverfolgung in Deutschland nimmt immer größere Ausmaße an und es herrscht überall Kriegsstimmung. Robert ist Mitglied einer Untergrundgruppe, die versucht, deutschen Juden bei der Flucht vor dem Nazi-Regime zu helfen. Doch Roberts Vater ist gegen die Beziehung der beiden und er sorgt dafür, dass Willie nach Deutschland abgeschoben wird. Aber sie hat Glück. Ihr Lied „Lili Marleen“ wird im Radio gesendet und hat riesigen Erfolg. Willie wird über Nacht zum Star. Während man sie zunehmend in die Propaganda-Aktionen der Nazis einspannt, wird Robert von der Gestapo verhaftet. Mit geheimen Unterlagen über Vernichtungslager, die Willie aus Polen herausschmuggelt, versucht sie nun, Roberts Leben zu retten…
Die ganz eigene Art, mit der Fassbinder das Dritte Reich auch als Showspektakel inszenierte, trug ihm beim Kinostart Kritik ein. Doch genau dies wollte Fassbinder zeigen: Wie nutzte das Dritte Reich Musik- und Showelemente und die damit verbundenen Emotionen zur Verzauberung und Betäubung des ganzen Volkes.

———————————————

„Frühstück bei Tiffany“ im Original.
Er war der Weltmeister im Wahnwitz und zählte zu den bekanntesten und genialsten Komödienregisseuren des Kinos: Blake Edwards. Mit „Frühstück bei Tiffany“ oder „Der Rosarote Panther“ schrieb er Filmgeschichte. Hollywood-Regisseur Blake Edwards schuf mit Filmen wie „Frühstück bei Tiffany“ oder „Victor/Victoria“ ebenso komische wie auch tragische Geniestreiche. Das passte zum Leben des chronisch Depressiven, der doch alle zum Lachen brachte. Blake Edwards ist Ende des letzten Jahres gestorben, was die Kinowerkstatt zum Anlass nimmt zwei seiner Filme zu zeigen (in der Originalfassung mit Untertiteln).
Am Samstag, den 8. Januar, um 19 Uhr sowie am Sonntag, den 9. Januar, um 18 Uhr, läuft „Frühstück bei Tiffany“, den die wenigsten bisher im Original gesehen haben dürften. Das bezaubernde New Yorker Partygirl Holly Golightly (Audrey Hepburn) führt ein exzessives Leben voller Extreme: Gefrühstückt wird in Abendrobe vor dem Schaufenster des Nobel-Juweliers Tiffany, geschlafen bis zum frühen Nachmittag. Die Nächte sind lang, die Partys schrill, die Begleiter zahlreich und von den Herren nimmt man schon mal fünfzig Dollar „für die Toilette“.
Für den jungen ambitionierten Schriftsteller Paul Varjak (George Peppard) ist die schillernde Holly, die ihn hartnäckig wegen seiner Ähnlichkeit mit ihrem Bruder „Fred“ nennt, zunächst ein faszinierendes Studienobjekt; als er sie jedoch näher kennenlernt, fühlt er sich mehr und mehr zu ihr hingezogen. Auch Holly fühlt sich in Varjaks Nähe wohl, und so beginnt sich zwischen beiden eine enge Freundschaft zu entwickeln. Tiefere Gefühle gegenüber Varjak gestattet sich Holly jedoch nicht, denn sie verfolgt ein größeres Ziel: Sie will sich unbedingt reich verheiraten, koste es, was es wolle…

Danach, am Samstag, den 8. Januar, um 21 Uhr, sowie am Sonntag, den 9. Januar, um 20 Uhr, ebenfalls in der Originalfassung (mit deutschen Untertiteln) Blake Edwards‘ „Der rosarote Panther“ (The Pink Panther), Musik: Henry Mancini, mit David Niven, Peter Sellers, Capucine, Claudia Cardinale, Robert Wagner, Brenda De Banzie, Colin Gordon, James Lanphier u.a. – 1963; 110 Minuten. In Cortina d’Ampezzo herrscht Aufregung: Prinzessin Dala, die hier ihren Skiurlaub verbringt, soll den berühmtesten Diamanten der Welt bei sich haben, den „rosaroten Panther“. Sir Charles Lytton plant, den kostbaren Edelstein in Cortina zu rauben. Bei ihm handelt es sich um „das Phantom“, einen seit Jahren von Inspektor Jacques Clouseau von der Sûreté Nationale in Paris gesuchten Meisterdieb … Eine Story voller Verwicklungen und komischer Slapstick-Szenen.

—————————————————-

Sidney Lumet – Filme, kleine Retrospektive
An drei Montagen im Januar und Februar zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, im zweiwöchigen Rhythmus insgesamt fünf Spielfilme des amerikanischen Ausnahmeregisseurs Sidney Lumet („Die zwölf Geschworenen“). Die Aufführung der Filme erfolgt in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihres Entstehens.
Auftakt bildet am Montag, den 10. Januar, um 18 Uhr der Film „Sein Leben in meiner Gewalt“ (The Offence) aus dem Jahr 1972 (Lauflänge 112 min) mit Sean Connery in der Hauptrolle. „Sein Leben in meiner Gewalt“ deckt die Abgründe in einem besessenen Polizisten auf, der einem mutmaßlichen, sexuell motivierten Kinderschänder Phantasien unterstellt, die ihn selbst beherrschen. In einem unkonventionellen und brutalen Verhör, welches der desillusionierte Sergeant Johnson (Sean Connery) „auf eigene Faust“ mit dem von der Polizei aufgegriffenen Kenneth Baxter (Ian Bannen), dem vermeintlichen Kindersexualtäter, führt, treten Johnsons eigene Ängste, Gefühle, Frustrationen und sexuelle Phantasien ans Tageslicht, bis schließlich Baxter immer mehr Oberwasser gewinnt und den Spieß umdreht: daraufhin explodiert Johnson uneingedenk der daraus für ihn entstehenden Folgen…
Direkt im Anschluss läuft um 20 Uhr „Serpico“ (Serpico) aus dem Jahr 1973 (Lauflänge 130 min) mit dem gerade 33jährigen Al Pacino, dessen Rolle (Gewinner des Golden Globe Award und Oscar-Nominierung) zeitlich genau zwischen „Der Pate“ und „Der Pate – Teil II“ liegt.
In „Serpico“ (Serpico, USA 1973) charakterisiert Lumet – basierend auf Tatsachenberichten und Erlebnissen des „echten“ Frank Serpico – einen Abweichler im Polizeiapparat, der gefeit zu sein scheint gegen die Korruption, die auch Staatsdiener von innen her moralisch zerfrißt. Der junge Officer Frank Serpico (Al Pacino) entdeckt bald nach Dienstantritt, daß die New Yorker Polizei bestechlich ist und hohe Schmiergelder von Gangstern kassiert. Sein Kampf gegen die Korruption wird von hohen Polizeichargen behindert und kostet ihn fast das Leben. Erst als die Presse den Skandal aufgreift, geschieht etwas. Am Ende quittiert Serpico den Dienst.
Zu Beginn der Vorstellung liest Oliver Klein, Filmliebhaber seit Kindheit und Bewunderer der Filme von Sidney Lumet, eine zehnminütige Textpassage aus Sidney Lumets 1995 veröffentlichten Buch „Filme machen – Vom Drehbuch zum fertigen Film“ (Making Movies), welches in Deutschland 2006 im Autorenhaus Verlag Berlin erschienen ist.

————————————–

„Wickie und die starken Männer“
Im Familienkino der Kinowerkstatt läuft am Sonntag, den 9. Januar, um 16 Uhr noch einmal „Wickie und die starken Männer“ (Deutschland, 2009) von Michael Herbig nach dem Kinderbuch von Runer Jonsson mit Jonas Hämmerle, Waldemar Kobus, Jörg Moukkadam, Christian Koch, Christoph Maria Herbst, Olaf A. Krätke u.a. (BJF-Empfehlung: ab 6 Jahren, FSK: o.A. 85 Minuten (besonders wertvoll))

Wickie, der kleine liebenswerte Junge mit den rotblonden Haaren, lebt zusammen mit seiner Mutter Ylva und seinem Vater Halvar, dem stursten Wikinger-Chef aller Zeiten, im Wikingerdorf Flake. Die Wikinger sind von Natur aus starke, unerschrockene und laute Gesellen. Wickie jedoch ist ganz anders: zurückhaltend und zart besaitet. Doch er besitzt eine Gabe, die kaum einer seiner Mitwikinger hat: er ist schlau, um nicht zu sagen: sehr, sehr schlau – und überzeugt mit Ideen frei nach dem Motto „Köpfchen geht über Kraft!“ Eines Tages wird das Dorf von einer skrupellosen Horde wilder Fremder mit Angst einflößenden Drachenmasken heimgesucht und gnadenlos überfallen. Die allergrößten und liebsten Schätze der Dorfbewohner werden geraubt: nämlich ihre Kinder! Alle, bis auf Wickie, der sich – Glück im Unglück – beim Drachenfliegen in einem Baumwipfel verheddert hatte.
Wickie, sein Vater Halvar und die anderen Wikinger aus Flake hissen die Segel, um die Kinder zu befreien und begeben sich so in ein großes, spannendes Abenteuer auf hoher See. Immer wieder muss Wickie mit seinen schlauen Einfällen und Ideen seine Freunde aus schier ausweglosen Situationen befreien.
Auszeichnungen: Bayerischer Filmpreis 2010,

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017