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Kinowerkstatt – Programm vom 21. – 24. Januar 2011

Tanz der Vampire von Polanski
Noch einmal läuft Polanskis „Tanz der Vampire“ (Originaltitel ‚The Fearless Vampire Killers‘, USA 1967) mit Roman Polanski, Jack MacGowran, Sharon Tate, Iain Quarrier. 108 Min., und zwar am Freitag, den 21. Januar, um 19 Uhr.
Ein Klassiker der Vampirkomödie. Wie alle Dracula-Filme geht auch Polanski auf den Roman des Iren Bram Stoker zurück, der seinerseits den legendären Fürsten Vlad, mit Beinamen „Drakul“ („Teufel“) oder auch „Der Pfähler“ genannt, zum Vorbild hatte. In den tiefverschneiten Karpaten Transsylvaniens machen sich der verschrobene Professor Ambronsius (Jack MacGowran) und dessen Gehilfe Alfred (Roman Polanski) auf die Jagd nach Vampiren, um sie zu erforschen. Ambronsius ist, wie ein Vorspann besagt, ein berühmter Fledermausspezialist, hat aber vor kurzem wegen angeblich absurder Theorien seinen Lehrstuhl an der Königsberger Universität verloren. Polanskis Film ist mehr als bloße Parodie und höllischer Spaß. In seiner pessimistisch-kritischen Weltsicht prangert er zugleich Feigheit und Forscherblindheit an.

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„The Social Network“ – die Facebook- Story
In der Kinowerkstatt St. Ingbert läuft am Samstag, den 22. Januar, um 19 Uhr, sowie am Sonntag, den 23. Januar, um 20 Uhr „The Social Network“ (USA 2010) von David Fincher mit Jesse Eisenberg, Andrew Garfield, Justin Timberlake, Brenda Song, Rashida Jones, Joseph Mazzello, Rooney Mara, Malese Jow, Armie Hammer, Max Minghella – FSK: ab 12 – Länge: 121 min. –
An einem Herbstabend im Jahr 2003 setzt sich Harvard-Student und Computergenie Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) an seinen PC und beginnt, wie in Rage an einer neuen Idee zu arbeiten. Was in seinem Studenten-Zimmer mit wildem Bloggen und Programmieren seinen Anfang nimmt, entwickelt sich bald zu einem globalen sozialen Netzwerk, Facebook genannt, und löst eine Revolution der bisherigen Kommunikation aus.
Nur sechs Jahre und 500 Millionen Freunde später, ist Mark Zuckerberg der jüngste Milliardär aller Zeiten. Doch dieser große Erfolg führt für den Unternehmer auch zu zahlreichen zwischenmenschlichen und juristischen Problemen …
Unter der Regie von David Fincher („Der seltsame Fall des Benjamin Button“, „Panic Room“, „The Game“) und nach einem Drehbuch von Aaron Sorkin („Der Krieg des Charlie Wilson“, „Eine Frage der Ehre“) entstand ein Film, der beweist, dass man keine 500 Millionen Freunde haben kann, ohne sich dabei auch ein paar Feinde zu machen. In den Hauptrollen von THE SOCIAL NETWORK spielen Jesse Eisenberg („Zombieland“) als Mark Zuckerberg, der neue „Spider-Man“ Andrew Garfield („Von Löwen und Lämmern“) als Eduardo Saverin und Justin Timberlake („Alpha Dog“) als Sean Parker.

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An drei Montagen im Januar und Februar 2011 zeigen wir im zweiwöchentlichen Rhythmus insgesamt fünf Spielfilme des amerikanischen Ausnahmeregisseurs Sidney Lumet. An diesem Montag , den 24. Januar läuft um 18 Uhr „Hundstage“ (Dog Day Afternoon, USA 1975) zeichnet einen authentischen Banküberfall vom 22.08.1972 in New York nach und stellt einen Höhepunkt von Lumets filmischer Arbeit in den siebziger Jahren dar. Die beiden von der Polizei belagerten Amateur-Täter (Al Pacino, John Cazale) handeln mit den Bankangestellten als Geiseln einen Abzug aus, gehen schließlich aber doch in eine Falle. Al Pacino spielt einen Bankräuber aus edlen Motiven (das von ihm erbeutete Geld ist für die Geschlechtsumwandlung seines Geliebten bestimmt), dessen Coup von daher den Beifall der Menge erhält, die sich vor dem Tatort auf der Straße versammelt. Pacino trägt mit seiner großen Intensität über weite Strecken hin den Film.
Der zweite Film (Beginn 20 Uhr) „Equus – Blinde Pferde“ (Equus, GB 1977) ist die Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks von Peter Shaffer über den 17jährigen introvertierten Alan Strang (Peter Firth), der – nach seinem Versagen beim ersten sexuellen Kontakt mit einem Mädchen – sechs Pferde mit einer Sichel geblendet (die Augen ausgestochen) hat. Der desillusionierte Psychiater Martin Dysart (Richard Burton) therapiert ihn und findet nicht nur Zugang zu Alan, der sich als ein Produkt eines emotionslosen und bigotten Elternhauses herausstellt, sondern auch zu sich selbst: die ausgelebten Phantasien Alans, der eine mystische, emotionale, fast sexuelle Beziehung zu Pferden hergestellt hat, machen ihn (Dysart) neidisch, weil er selbst – scheinbar gefangen in seinen privaten und beruflichen Strukturen – seine eigenen Phantasien nicht ausleben kann. Am Ende ist Alan Strong therapiert und geheilt, Martin Dysart hingegen fühlt sich verloren. Das über zweistündige Dialogdrama wird nahezu vollständig durch die schauspielerische Intensität von Richard Burton und Peter Firth getragen, die für ihre Rollen mit dem Golden Globe Award ausgezeichnet wurden.
Zu Beginn jedes Vorstellungstages liest Oliver Klein, Filmliebhaber seit Kindheit und Bewunderer der Filme von Sidney Lumet, eine zehnminütige Textpassage aus Sidney Lumets 1995 veröffentlichten Buch „Filme machen – Vom Drehbuch zum fertigen Film“ (Making Movies), welches in Deutschland 2006 im Autorenhaus Verlag Berlin erschienen ist.

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