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Kinowerkstatt-Programm vom 18. – 21. März 2011

Im Original: „Die zwölf Geschworenen“
Die Kinowerkstatt zeigt aus der Sidney Lumet – Reihe am Freitag, den 18. März, um 21:45 Uhr in der englischen Fassung mit deutschen Untertiteln (OmU) den wohl bekanntesten Film des amerikanischen Regisseurs: „Die zwölf Geschworenen“ (USA 1957, Originaltitel: Twelve Angry Men) mit Henry Fonda, Lee J. Cobb, Jack Warden, Martin Balsam, John Fiedler, E. G. Marshall, Jack Klugman, Ed Binns, Joseph Sweeney, Ed Begley, George Voskovec, Robert Webber u.a.
Die Handlung beruht auf einem authentischen Fall: Ein junger Mann steht wegen Mordes vor Gericht. Für die Geschworenen, die sich zur Beratung zurückziehen, scheint das Urteil klar zu sein. Doch wider Erwarten stimmt einer von ihnen, henry Fonda in der Rolle des zweifelnden Geschworenen, für „nicht schuldig“ … Das Urteil muss aber einstimmig gefällt werden. Eine spannende Sitzung beginnt.
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Milch und Honig
Mit „Bal“ ( „Honig“ ), dem beeindruckenden Siegerfilm der Berlinale 2010, schloß Regisseur Semih Kaplanoglu seine Trilogie über den Dichter Yusuf ab.
Die Kinowerkstatt zeigt am Samstag, den 19. März, um 21 Uhr und am Sonntag, den 20. März, um 20 Uhr „Süt“ (Milch) – den zweiten Teil der Trilogie über Yusuf, den kleinen sprachbehinderten Jungen aus „Bal“, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. Nachdem viele Kinowerkstatt – Besucher „Bal“ gesehen haben, lag der Wunsch nahe, die anderen beiden Filme der Trilogie ebenfalls zu zeigen – zumal der Regisseur Semih Kaplanoglu eine besondere Filmsprache hat und er in betörenden Bildern und Tönen die Geschichte Yusufs erzählt.
Yusuf, inzwischen Anfang 20, lebt bei seiner Mutter Zehra am Rande einer anatolischen Kleinstadt. Gemeinsam verkaufen sie selbst hergestellte Milchprodukte ihrer beiden Kühe auf dem lokalen Markt, eine harte Arbeit, die wenig einbringt. Zehra verlangt von Yusuf, durch geregelte Arbeit zum gemeinsamen Lebensunterhalt beizutragen. Aber Yusuf kann diesen traditionellen Erwartungen als männliches Familienoberhaupt nicht gerecht werden, da er sich lieber in Tagträumen und Literatur verliert. Als eines seiner Gedichte in einer Literaturzeitschrift veröffentlicht wird, wächst in ihm der Wunsch nach künstlerischer Selbstverwirklichung und Anerkennung. Soll er sich nun an den Mustern der traditionellen patriarchalen Kultur orientieren, oder den modernen Strömungen folgend, eine eigene Haltung entwickeln? Er steht vor Entscheidungen, die sein Leben verändern, ein neues Leben einleiten werden.
Einen Ausweg scheint der Einberufungsbescheid des Militärs anzubieten. Für die Musterung muss Yusuf in die Großstadt fahren. Dort lernt er Semra kennen, die sich auch für Lyrik interessiert.
Wer Zeit und Muse findet, sich auf die ganz eigene, traumverlorene, von Symbolen durchzogene Atmosphäre von „Süt“ einzulassen, wer in den Rhythmus des Films hineinfindet, der wird erleben, was Kino manchmal auch noch sein kann: Eine Einladung zum Träumen, eine Reise in die verlorene Zeit der Jugend, in der „die Uhren anders tickten.“
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„Bal“ – Siegerfilm der Berlinale 2010
Wer ihn verpasst hat, kann „Bal“ von Semih Kaplanoglu noch einmal sehen. Er läuft am Samstag, den 19. März, und am Sonntag, den 20. März, jeweils um 18 Uhr.

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Im Rahmen des St. Ingberter Filmkollegs „Internationale Filmklassiker – Neue Sichtweisen“, zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, am Montag, den 21. März, um 20 Uhr „Das Meer in mir“ (Spanien / Frankreich / Italien 2004, Originaltitel: Mar Adentro) von Alejandro Amenábar mit Javier Bardem, Belén Rueda, Lola Dueñas, Mabel Rivera, Celso Bugallo, Clara Segura (Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 12 – Länge: 125 min.)
„Das Meer in mir“ gewann den Oscar als Bester Fremdsprachiger Film.
Ramón (Javier Bardem) träumt sich ins Meer, taucht ein und unter, wann immer es ihm die Fantasie erlaubt. Denn er liebt das Meer, auch wenn es ihm fast das Leben nahm.
Vor 27 Jahren hatte er einen Unfall, als er in dieses Meer sprang – seither ist er querschnittsgelähmt, ist sein Körper gestorben. Und seit 27 Jahren möchte er, dass auch sein Kopf sterben kann. Aber für den Tod würde er Hilfe brauchen – und die versagen ihm Staat und Kirche. Doch Ramón ist fest entschlossen nicht aufzugeben.
Der Film beruht auf dem authentischen Fall des Spaniers Ramón Sampedro. Nach einem Badeunfall vom Hals ab gelähmt, kämpfte er öffentlich für das Recht auf einen selbstbestimmten Tod. Nicht nur sein couragierter Feldzug bis vor das oberste spanische Gericht, sondern auch sein 1996 erschienenes Buch „Cartas desde el infierno“ (Briefe aus der Hölle), eine Sammlung persönlicher Briefe, Petitionen und Eingaben, lösten in seiner Heimat und über die Landesgrenzen hinweg kontroverse Diskussionen um die Sterbehilfe aus.
Hochsensibel näherte sich der spanische Regisseur Alejandro Amenábar diesem brisanten Thema und schildert die ergreifende Geschichte eines Menschen, der seine Lebensform in totaler Abhängigkeit als würdelos empfand. Er entwirft dabei ein eindringliches Plädoyer für Freiheit und Gerechtigkeit. Mit Javier Bardem („Biutiful)“, einem Schauspieler, der bereits in vielen Rollen seine außergewöhnliche Begabung für Charaktere in extremen Situationen beweisen konnte, fand Amenábar den idealen Hauptdarsteller.
Nachdem das ergreifende Drama bereits in Europa mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde (u.a. beim Film Festival von Venedig und beim Europäischen Filmpreis), erreichte den Film nun auch der Ruf der berühmten Hollywood Film Academy: „Das Meer in mir“ gewann den Oscar als Bester Fremdsprachiger Film.

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Familienkino: „Ich einfach unverbesserlich“
Die Kinowerkstatt zeigt als Kinospaß für alt und jung am Freitag, den 18. März, um 19 Uhr und am Sonntag, den 20. März, um 16 Uhr „Ich einfach unverbesserlich“ (USA 2010 – Originaltitel: Despicable Me – Regie: Pierre Coffin, Chris Renaud – Darsteller: (Stimmen) Oliver Rohrbeck, Jan Delay, Peter Groeger, Nana Spier – Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ohne Altersbeschränkung, besser ab 8 Jahren – Länge: 94 min.)
Nichts – so glaubt er zumindest – liegt Gru mehr am Herzen, als Unfrieden zu stiften und der Menschheit den Tag zu vermiesen. Inmitten einer wunderschönen Vorstadtidylle – zwischen hübschen Anwesen, gepflegten Gärten und fröhlichen Straßen – hat er es sich gemütlich gemacht. Das schwarze Haus, in dem er mit seiner Mutter wohnt, und der verödete Rasen davor sind leicht zu erkennen, doch sein wahres Reich verbirgt sich tief darunter in seiner weit verzweigten unterirdischen Geheimfestung. Umgeben von einer Armee von „Minions“, kartoffelförmigen Zwergwesen, schmiedet der Hausherr hier seine genialen weltweiten Schurkenstreiche, deren Krönung die Entführung des Mondes werden soll.
Als schillernde Mischung aus dem Grinch und Dr. Evil setzt Gru der Menschheit übel zu. Bewaffnet mit verblüffenden Wunderstrahlern und spektakulären Allzweckfahrzeugen wäre er durch nichts und niemanden aufzuhalten, wenn da nicht Margo, Edith und Agnes an seine Tür geklopft hätten – drei kleine Waisen, die sich in den Kopf gesetzt haben, dass Gru den idealen Papa für sie abgeben würde. Ausgerechnet mit unverbesserlicher Anhänglichkeit und störrischer Zuneigung bringen die Mädchen Gru und seine Welt gehörig durcheinander…bis zum Happy End!

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