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Kinowerkstatt St. Ingbert: Programm vom 25. – 28. März 2011

Internationales Kino: „Das Meer in mir“
„Das Meer in mir“ (Spanien / Frankreich / Italien 2004, Originaltitel: Mar Adentro) von Alejandro Amenábar mit Javier Bardem, Belén Rueda, Lola Dueñas, Mabel Rivera, Celso Bugallo, Clara Segura (Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 12 – Länge: 125 min.)ausgezeichnet mit dem Oscar als Bester Fremdsprachiger Film läuft am Freitag, den 25. März, um 19 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49.
Ramón (Javier Bardem) träumt sich ins Meer, taucht ein und unter, wann immer es ihm die Fantasie erlaubt. Denn er liebt das Meer, auch wenn es ihm fast das Leben nahm. Vor 27 Jahren hatte er einen Unfall, als er in dieses Meer sprang – seither ist er querschnittsgelähmt, ist sein Körper gestorben. Und seit 27 Jahren möchte er, dass auch sein Kopf sterben kann. Aber für den Tod würde er Hilfe brauchen – und die versagen ihm
Staat und Kirche. Doch Ramón ist fest entschlossen nicht aufzugeben.
Der Film beruht auf dem authentischen Fall des Spaniers Ramón Sampedro. Nach einem Badeunfall vom Hals ab gelähmt, kämpfte er öffentlich für das Recht auf einen selbstbestimmten Tod. Nicht nur sein couragierter Feldzug bis vor das oberste spanische Gericht, sondern auch sein 1996 erschienenes Buch „Cartas desde el infierno“ (Briefe aus der Hölle), eine Sammlung persönlicher Briefe, Petitionen und Eingaben, lösten in seiner
Heimat und über die Landesgrenzen hinweg kontroverse Diskussionen um die Sterbehilfe aus.
Hochsensibel näherte sich der spanische Regisseur Alejandro Amenábar diesem brisanten Thema und schildert die ergreifende Geschichte eines Menschen, der seine Lebensform in totaler Abhängigkeit als würdelos empfand. Er entwirft dabei ein eindringliches Plädoyer für Freiheit und Gerechtigkeit. Mit Javier Bardem („Biutiful)“, einem Schauspieler, der bereits in vielen Rollen seine außergewöhnliche Begabung für Charaktere in extremen Situationen beweisen konnte, fand Amenábar den idealen Hauptdarsteller.

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Leben im Urwald: „Dschungelkind“
Anläßlich des Vortrages „Papua – Menschen, Wälder, Ausverkauf“ in der nächsten Woche, 1. April um 19 Uhr im Rathaus St. Ingbert, am 2. April um 19 Uhr im Rathaus Saarbrücken zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, am Samstag, den 26. März, um 18 Uhr
und am Sonntag, den 27. März, um 20 Uhr den Film „Dschungelkind“ (Deutschland 2010) von Roland Suso Richter mit Stella Kunkat, Thomas Kretschmann, Nadja Uhl, Sina Tkotsch, Michael Baral, John Keogh, Claes Bang, Isolde Barth, Tom Hoßbach (Prädikat: wertvoll – FSK: ab 12 – Länge: 132 min.) „Dschungelkind“ liegt der gleichnamige autobiografische
Buchbestseller von Sabine Kuegler zugrunde. Sie beschreibt, wie sie, acht Jahre alt, mit ihrer Mutter und ihren beiden Geschwistern nach West-Papua auswandert. Ihr Vater ist Sprachwissenschaftler und hat es geschafft, einen der begehrtesten Aufträge seines Fachgebiets, die Erforschung der Sprache eines Eingeborenenstammes, zu erhalten. Dafür
wird die ganze Familie mehrere Jahre im Urwald fernab jeglicher Zivilisation leben müssen. Sabine freut sich am meisten darüber. Sie scheint wie gemacht für ihre neue Umgebung voller Abenteuer und fühlt sich schnell zu Hause. Was die Familie nicht weiß: Sie sind mitten in einen Stammeskrieg geraten, dessen Auseinandersetzungen sie zwar nicht direkt betrifft, in den sie aber immer weiter mit einbezogen werden. Der Familie fällt es anfangs nicht leicht, den Grund für die Kämpfe zu
verstehen, und muss erkennen, dass Liebe und Hass, Leben und Tod in der fremden Kultur andere Werte darstellen, als in ihrer eigenen. So beginnt ein Prozess der Annäherung, in dem beide Seiten voneinander lernen müssen.

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Teil 2 der Yussuf – Trilogie: Aus dem Leben eines Taugenichts
Die Kinowerkstatt zeigt Sonntag, 26. März, 18 Uhr; Montag, 27. März, 20 Uhr) – den zweiten Teil der Trilogie über Yusuf, den kleinen sprachbehinderten Jungen aus „Bal“, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. In „Süt“ (Milch) ist Yusuf inzwischen Anfang 20. Er lebt bei
seiner Mutter Zehra am Rande einer anatolischen Kleinstadt. Gemeinsam verkaufen sie selbst hergestellte Milchprodukte ihrer beiden Kühe auf dem lokalen Markt, eine harte Arbeit, die wenig einbringt. Zehra verlangt von Yusuf, durch geregelte Arbeit zum gemeinsamen Lebensunterhalt beizutragen. Aber Yusuf kann diesen traditionellen Erwartungen als männliches Familienoberhaupt nicht gerecht werden, da er sich lieber in
Tagträumen und Literatur verliert. Als eines seiner Gedichte in einer Literaturzeitschrift veröffentlicht wird, wächst in ihm der Wunsch nach künstlerischer Selbstverwirklichung und Anerkennung. Ein wunderbares Kino der Entschleunigung und des „Slow Cinema“ erwartet den Zuschauer.

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Im Familienkino
„Tintenherz“ (USA, Deutschland, 2008) von Iain Softley nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke mit Brendan Fraser, Paul Bettany, Helen Mirren, Jim Broadbent, Andy Serkis, Eliza Hope Bennett ( Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 12 – Länge: 106 min.) läuft am Sonntag, den 27. März, um 16 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 4 9.
Mortimer „Mo“ Folchart (Brendan Fraser) und seine zwölfjährige Tochter Meggie (Eliza Hope Bennett) begeistern sich für Bücher. Und beide können die Figuren aus diesen Büchern zum Leben erwecken, wenn sie laut daraus vorlesen. Doch diese außergewöhnliche Gabe ist nicht ungefährlich: Immer wenn eine Romanfigur den Seiten entsteigt, muss ein realer Mensch in ihnen verschwinden. Als die beiden wieder einmal ein Antiquariat aufsuchen, vernimmt Mo Stimmen, wie er sie seit Jahren nicht mehr gehört hat. Und als er das Buch aufspürt, aus dem sie stammen, läuft es ihm kalt den Rücken hinunter: Genau dieses Buch namens „Tintenherz“ mit seinen
Illustrationen von mittelalterlichen Burgen und seltsamen Wesen sucht Mo, seit Meggie drei Jahre alt war – damals nämlich ist ihre Mutter Resa (Sienna Guillory) in dieser mystischen Welt verschwunden….

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