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CDU-Ortsverband Rentrisch ohne Vorstand

Der Vorsitzende Erik Ferchel konnte den Fraktionsvorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. Markus Gestier, begrüßen. Dr. Gestier wurde von der Versammlung einstimmig zum Wahlleiter der anstehenden Vorstandswahlen gewählt.

In seinem Rechenschaftsbericht konnte der Vorsitzende von einer insgesamt erfolgreichen abgelaufenen Amtsperiode berichten. In seinem Bericht ging Erik Ferchel auf drei Schwerpunkte ein, die von den Vorstandsmitgliedern ein zusätzliches Engagement einforderten.

Er nannte die vorgezogene Bundestagswahl 2005, wo die CDU bei den Erst- und Zweitstimmen jeweils ein Ergebnis erreichte, das deutlich über dem Ergebnis der Stadt, des Saarpfalz-Kreises und auch über dem Landesdurchschnitt lag. Er führte dieses Ergebnis auch auf das hohe politische Ansehen des Ortsverbandes in Rentrisch zurück.

Die Jubiläumsfeier im letzten Jahr war dank einer sorgfältigen Vorbereitung eine sehr gelungene Veranstaltung, die jedoch durch die Schulschließung überschattet wurde.

Gerade die erfolglosen Bemühungen des Ortsverbandes um den Erhalt der Rentrischer Grundschule als eine „leistungsstrukturierten, schülerzentrierten und zukunftsorientierten Modellschule“ waren in den letzten beiden Jahren der zentrale Arbeitsschwerpunkt des Vorstandes.

In diesem Zusammenhang wurde besonders auf die fehlende Unterstützung durch den CDU-Kreisvorsitzenden und Generalsekretär der saarländischen CDU hingewiesen.

Man hat den Ortsverband Rentrisch im Vorfeld der Bundestagswahl vertröstet und nach der Wahl ausgetrickst.

Alle Mitglieder des Ortsverbandes sehen das gegenseitige politische Loyalitätsverhältnis zwischen Ortsverband und der Kreis- und Landesebene nachhaltig gestört.

In anderen Orten haben sich CDU-Landtagsabgeordnete erfolgreich eingesetzt um ihren Schulstandort dauerhaft zu sichern. Hier wurde mit zweierlei politischem Maß gemessen. Als jüngstes Beispiel wurde die Modellschule Ludweiler im Warndt und Köllerbach genannt.

In seinem Grußwort ging der Fraktionsvorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion auf diesen Schwerpunkt der politischen Arbeit der Rentrischer CDU besonders ein und bekräftigte nachhaltig seinen persönlichen Standpunkt, der gleichzeitig auch die einstimmige Meinung der CDU-Stadtratsfraktion widerspiegele, dass die negative Entscheidung des saarländischen Bildungsministers „falsch war, falsch ist und falsch bleiben wird“.

Er bedauerte die ideologische und autoritäre Haltung der Bildungsministeriums und der Regierungsfraktion im Landtag, die keinerlei Diskussionen zuließ.

Er erinnerte noch einmal daran, dass gerade die Rentrischer Wahlergebnisse bei den letzten Kommunal- und Oberbürgermeisterwahlen einen sehr entscheidenden Beitrag zum späteren Wahlsieg beigetragen haben.

Die nachfolgenden Vorstandswahlen brachten dann die Überraschung:

Kein Vorstandsmitglied war bereit, unter den jetzigen Verhältnissen zu kandidieren und sieht sich im Augenblick motiviert, sich für unseren Landtagskandidaten in der anstehenden Wahlperiode 2009 zu engagieren.

Der bisherige Vorsitzende hatte mit seinem Tätigkeitsbericht und den daraus abgeleiteten Konsequenzen die aktuelle Stimmung des Ortsverbandes genau getroffen.

Jetzt bleibt die spannende Frage, wie der Kreisvorsitzende Stephan Toscani und der Landesvorsitzende Peter Müller die Rentrischer Entscheidung interpretieren und welche politische Handlungsstrategien sie daraus ableiten.

E. Ferchel

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017