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Lesung mit Dieter Gräbner und Stefan Weszkalnys in der Stadtbücherei

Dieter Gräbner, Jahrgang 1939, ist Journalist und Autor. Als Reporter und Redakteur arbeitete er in verschiedenen Funktionen für namhafte Zeitungen und Magazine (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Der Spiegel, Die Zeit und andere). Von 1992 bis 2004 war er Ressortchef der Saarbrücker Zeitung, für die er auch heute noch als Serienautor tätig ist. Er schrieb als Ghostwriter Reden und Beiträge für Politiker, Manager und internationale Künstler und entwickelte PR-Strategien für Verbände und Institutionen. Als Buchautor beschäftigt er sich vor allem mit zeitgeschichtlichen Themen. In den Jahren 2002 und 2003 wurde er mit dem Lokaljournalistenpreis der Konrad Adenauer Stiftung ausgezeichnet. Zu seinen Veröffentlichungen zählen u. a. „Anatomie eines Attentates“ (1989), „Operation Salomon – Die Heimkehr der Kinder der Königin von Saba“ (1992), „Saarbrücken – grüne Stadt zwischen Kohle und Stahl (1999) und „Der bestellte Tod“ (2005).

Stefan Weszkalnys, Jahrgang 1942, ist Jurist und war Referatsleiter im saarländischen Kultusministerium. Sein Aufgabenbereich umfasste Denkmalschutz, Landesgeschichte und allgemeine Landeskunde.
Dieter Gräbner und Stefan Weszkalnys stellen ihr gemeinsames Buch „Der ungehörte Zeuge – Kurt Gerstein, Christ, SS-Offizier, Spion im Lager der Mörder“ vor. Durch eine Wanderausstellung der Evangelischen Kirche im Jahr 2000 war Weszkalnys auf Kurt Gerstein aufmerksam geworden. Zudem entdeckte er im Familiennachlass, dass sein Vater Hako von 1911 bis 1915 Klassenkamerad Gersteins in St. Arnual gewesen ist. Beide Autoren haben mit Zeitzeugen gesprochen und sind Familiengeschichten nachgegangen. Dabei haben sie besonders die saarländischen Jahre Kurt Gersteins berücksichtigt.
Außerdem liest Dieter Gräbner aus seinem Buch „Ich sterbe ruhig und mutig – Josef Wagner, Bergmann, Kommunist, Widerstandskämpfer“, das 2010 im Saarbrücker Conte-Verlag erschienen ist. Josef Wagner kommt 1897 als eines von 14 Kindern in Lockweiler zur Welt. Nach einer Kindheit, die von Armut geprägt war, tritt er 1919 der Gewerkschaft bei, 1924 der KPD. Als Hitler an die Macht kommt, befindet er sich in Berlin auf der Parteischule. Er flüchtet nach Schmelz ins Saargebiet und leitet den Widerstand gegen die Nazis in der Region an. Nach dem deutschen Überfall auf Frankreich wird Wagner interniert und anschließend ausgeliefert. Er wird zum Tod verurteilt und 1943 in Plötzensee mit dem Fallbeil ermordet. Dieter Gräbner recherchierte für sein Buch im Saarland, in Lothringen, in Koblenz, in Berlin und im Nachlass des Historikers Luitwin Bies. Er besuchte auch Wagners Tochter in Gaillac bei Toulouse.

Der Eintritt ist frei. Info: Stadtbücherei Sankt Ingbert, Tel. 06894/92250.

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