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Kinowerkstatt St.Ingbert – Programm vom 15. – 18. April 2011

Deutscher Filmpreis 2011: „vincent will meer“
In der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, ist er jetzt zu sehen: Der Gewinner des Deutschen Filmpreises 2011 „vincent will meer“, eine Komödie (D 2010) von Ralf Huettner, mit Florian David Fitz, der auch das Drehbuch schrieb. K: Andreas Berger. S: Kai Schröter. P: OLGA-Film. D: Florian David Fritz, Karoline Herfurth, Heino Ferch, Johannes Allmayer, Katharina Müller-Elmau. 96 Min. Hauptdarsteller Florian David Fitz wurde zudem mit der Lola für die beste männliche Hauptrolle ausgezeichnet. „vincent will meer“ läuft am Freitag, den 15. April, um 19:00 Uhr und 21:45 Uhr; am Samstag, den 16. April, um 21 Uhr und am Sonntag, den 17. April, um 20 Uhr.
Was passiert wohl, wenn man einen jungen Mann mit Tourette, dessen zwanghaften Zimmergenossen und eine magersüchtige Frau in ein Auto packt und sie nach Italien ans Meer fahren lässt?
Es könnte eine Art Komödie werden, denn Grund zum Lachen gäbe es bei der Konstellation genug. Es könnte auch ein schnulziger Film werden, an dessen Ende alle geheilt sind oder gar ein Drama, wie es für den Deutschen Film ja nicht ganz so unüblich ist.
„vincent will meer“ ist aber viel mehr als das. Es ist ein sensibel inszeniertes Roadmovie, das von drei jungen Menschen erzählt, die alle aus irgendeinem Grund aus dem Leben katapultiert wurden, in einer Klinik aufeinandertreffen und plötzlich in dem dem gestohlenen Auto ihrer Therapeutin sitzen, um ans Meer zu fahren.
Das ist Vincents Entscheidung, denn der will die Asche seiner Mutter dort hin bringen, wo sie am liebsten war.
Verfolgt werden die drei von Vincents Vater, der um seinen guten Ruf als Politiker bangt und ihrer Therapeutin, die alle drei wieder wohlbehalten in die Klinik bringen will.
Der Film handelt von Liebe und der Unfähigkeit, zu lieben, von Verzweiflung und dem Wunsch, ein zufriedenes Leben zu leben und von Vergangenheit und den Versäumnissen, sich dieser zu stellen. Der Film endet, so viel sei verrraten, mit einem Lächeln auf dem Gesicht und mit Menschen, die zwar immer noch ihre Probleme und Macken haben, gleichsam aber gelernt haben, dass vieles von dem, was wir als störend und unnormal bezeichnen, einfach zum Leben gehört.
„..Eine Autofahrt in die Freundschaft, ein Roadtrip zu sich selbst, zu seinen Vorurteilen und seinen Sympathien. Und am Ende sind sich alle ein bißchen näher: Vincent und Alex, Alex und Marie, Vincents Vater und die behandelnde Ärztin, Vincent sich selbst, seinem Vater, Alex und natürlich auch Marie. Und auch der Zuschauer ist all ihnen ein bißchen näher – allein schon weil die Kamera ihn ständig in eins der beiden Autos versetzt hat, mit denen die drei Klinikausbrecher und ihre Verfolger auf dem Weg zu wasauchimmer sind.“ (schnitt.de)

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Deutscher Filmpreis als Bester Kinderfilm im Familienkino
Gewinner des Deutschen Filmpreises 2011 in der Kategorie Bester Kinderfilm ist „Chandini und ihr Elefant“ (D/CH 2009 von Arne Birkenstock, am Sonntag, den 17. April, um 16 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu sehen.
Die 16-jährige Chandani aus Sri Lanka hat einen ungewöhnlichen Traum: Sie möchte ein Mahout, eine Elefantenführerin werden. Doch das ist
entsprechend der Jahrhunderte alten Tradition ein reiner Männerberuf. Ihr Schicksal verbindet sich nun mit dem eines kleinen Elefanten, der
gerade in das Elefanten-Waisenhaus des Pinnawela-Nationalparks eingeliefert wurde. Beweist sie ihre Ernsthaftigkeit bei der Pflege des
jungen Tiers, wird ihr Vater – er ist der angesehene Chef-Mahout im Waisenhaus – sie zum ersten weiblichen Mahout in Sri Lanka ausbilden.
Schließlich hat er keinen Sohn; nur Chandani kann die Familientradition, mit Elefanten zu arbeiten, fortsetzen. Aber wenn sie sich im Umgang mit
dem Elefantenkalb nicht bewähren kann, so wird sie ihren Traum begraben müssen und kann die lange Mahout-Tradition ihrer Familie nicht
fortsetzen.

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Kulthitklassiker „Die üblichen Verdächtigen“
Mit dem Thriller „Die üblichen Verdächtigen“ (The Usual Suspeccts) von Bryan Singer aus dem Jahre 1995 mit Benicio Del Toro, Carl Bressler, Chazz Palminter, Dan Hedaya, Gabriel Byrne, Giancarlo Esposito, Kevin Pollak, Kevin Spacey, Paul Bartel, Pete Postlethwaite, Phillip Simon, Stephen Baldwin, Suzy Amis u. a. gilt es am Wochendende wieder eine Entdeckung eines sehenswerten internationalen Filmklassikers in der Kinowerkstatt zu machen, und zwar am Montag, den 18. April, um 20 Uhr.
„San Pedro, Hafen: Nach einem Massaker und Feuer auf einem ankernden Schiff zählt die Polizei 27 Tote und zwei Überlebende. Durch die Aussagen der beiden lassen sich mosaikartig die Geschehnisse rekonstruieren.
In seinem zweiten Spielfilm bedient sich Regisseur Bryan Singer geschickt der Filmgeschichte, modifiziert und kombiniert Elemente aus fünfzig Jahren Gangsterfilm, um etwas Eigenständiges zu schaffen. Spannend in Rückblenden erzählt, voller überraschender Wendungen, fesselt er seine Zuschauer und führt sie in die Irre. Sehenswert.“ (schnitt.de)
Brian Singer („X-Men“ und „X-Men 2“, „Operation Walküre“) gelingt mit „Die üblichen Verdächtigen“ ein Kinoklassiker der 90er Jahre, der sowohl Kevin Spacey als auch Benicio Del Toro (als Fred Fenster) die Tore Hollywoods weit aufstoßen sollte. Innerhalb von nur 35 Tagen abgedreht, gab es selten einen Film der auf der einen Seite recht billig und schnell produziert wurde, auf der anderen aber im Kreise der Filmfans und Kritiker so hohe Wellen schlug. Mit Hilfe eines großartigen Drehbuchs, welches neben Kevin Spacey den zweiten Oskar erhielt, erzählt und inszeniert Singer einer runde, faszinierende und kaum zu durchschauende Geschichte, die bis heute ihresgleichen sucht.
„Die üblichen Verdächtigen“ läuft im Rahmen des Filmkollegs „Internationale Filmklassiker – neue Sichtweisen“ als Wunschfilm der Kollegbesucher und wird am Mittwoch, den 20. April um 19:30 Uhr besprochen. Teilnahme ist für alle Interessierten möglich.

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