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Kinowerkstatt – Programm

Am Freitag, den 1. Dezember, um 19 und 21.45 Uhr, sowie am Montag um 20 Uhr ist in der Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49, der Film „Ali G in da House“ zu sehen. Ali G (kurz für Alistair Leslie Graham), ist ein „Gangsta“ der Gruppe West Staines Massive aus dem Londoner Vorort Staines. Er arbeitet im Nebenjob am John Nike Jugendzentrum. Diesem will man das Geld entziehen, es soll geschlossen werden. Da Ali strikt dagegen ist, geht er in einen Hungerstreik und kettet sich bei einer Bushaltestelle an. Der Hungerstreik dauert nur wenige Sekunden an, Ali bleibt angekettet.

Dies erregt die Aufmerksamkeit des Finanzministers David Carlton. Dieser schlägt Ali G als Abgeordneten von Staines vor. Ali G nimmt an, um sein Jugendzentrum vor dem Abriss zu bewahren, doch Carlton will, dass Ali G die Wahl verliert, obwohl Staines als Hochburg der Regierungspartei gilt. Die Folge wäre, dass der Premierminister sein Amt niederlegen müsste und David Carlton ihn ersetzen könnte. Ali gewinnt die Wahlen mit einer Stimme Vorsprung und zieht als Abgeordneter ins Unterhaus ein, was zu einigem Wirbel führt und zur bitterbösen Satire auf die Machenschaften und Intrigen der Politiker wird.
Hauptdarsteller, der britische Schauspieler und Komiker Sacha Baron Cohen feierte seinen Durchbruch mit der Figur des „Ali G.“ im Jahr 1998. Sein bisher größtes Aufsehen erregte Sacha Baron Cohen im Jahr 2006 mit seinem Kinofilm „Borat“, in dem er den kasachischen Kulturbeauftragten Borat Sagdiyev verkörpert, der durch provokante, rassistische und sexistische Fragen und die darauf folgenden Reaktionen der amerikanischen Gesellschaft einen Spiegel vorhält… In „Ali G in da House“ gibt es ein an einen Cameo-Auftritt erinnerndes Aufeinandertreffen der beiden von Sacha Baron Cohen gespielten Charakteren Ali G und Borat.
Der einfallsreich kompilierte Soundtrack, darunter NWA, Africa Bambaata und Nelly, macht darüber hinaus Lust auf Abtanzen und Spaß haben.
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Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Sonntag, den 3. Dezember, um 20 Uhr, zum Tode des Regisseurs Robert Altman seine Satire „The Player“ (USA 1992) mit Tim Robbins, Greta Scacchi, Whoopi Goldberg, Fred Wward, Peter Gallagher, Vincent d’Onofrio, u.a. In den Siebzigern war Altman einer der ganz großen Namen Hollywoods. Seine Filme „M.A.S.H.“ und „Nashville“ gelten als zwei der besten des ganzen Jahrzehnts und machten ihn zu einer Galionsfigur des seriösen Films. Doch mit dem Übergang in die Achtziger waren Altman’s satirische Blicke in die Innereien Amerikas nicht mehr gern gesehen, denn die Studios orientierten sich zusehends an gewinn- denn prestigeträchtigen Projekten. Frustriert und allein gelassen kehrte Altman Hollywood den Rücken und wart fortan nicht mehr gesehen. So dachte man zumindest, bis 1992 „The Player“ in die Kinos kam, die furioseste und fieseste Rückkehr, die ein Regisseur wohl je hingelegt hat. Bitterböse und ohne einen Funken Respekt entlarvte Altman die Oberflächlichkeit und Arroganz der „Wichtigen“ in Hollywood. Dabei konnte er sich der tatkräftigen Unterstützung von so ziemlich jedem sicher sein, der zu dieser Zeit Rang und Namen hatte. Die großen Schauspielstars schlugen sich fast die Köpfe ein, um in Altman’s neuem Film nur einmal kurz durchs Bild laufen zu dürfen, und so vereingt „The Player“ eine in der Geschichte Hollywoods einmalige Ansammlung an Cameos. Die Aufmerksamkeit des ganzen Landes war ihm sicher, und mit der Oscar-Nominierung als bester Regisseur konnte Altman dann endgültig seine Rückkehr in die Riege der großen Namen als vollendet bezeichnen.

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